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Ab Ostern 2013 wird das Ei saniert

25.07.2012 | 06:00 Uhr
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Ab Ostern 2013 wird das Ei saniert
Der alte Wasserturm soll saniert und illuminiert werden. Foto: Hans Blossey

Lanstrop/Grevel. Die Sanierung des Lanstroper Eis ist auf gutem Wege. Wenn alles rund läuft, können die Arbeiten nächstes Jahr um Ostern beginnen. Zwei Jahre später würde die Landmarke in neuem Glanz erscheinen. Das wäre um Ostern 2015.

Viele Anläufe hatten Stadt, Politik und Förderverein in der Vergangenheit unternommen, um das Industriedenkmal vor Vandalismus zu schützen und darüber hinaus generell für die Zukunft zu erhalten. Keiner der Anläufe kam so weit, wie der aktuelle. Ein weitere wichtige Hürde nimmt das Projekt am Dienstag nächster Woche. Dann unterzeichnen OB Ullrich Sierau (Stadt) und Bodo Champignon (Förderverein) einen Überlassungsvertrag. Heißt: Dortmund bleibt weiterhin Eigentümerin der Landmarke neben Grundstück, der Förderverein kümmert sich aber um die Sanierung und Finanzierung. Sierau hatte übrigens die Schirmherrschaft für das Ei übernommen.

Das Finanzgerüst

Konkret dürfte die Sanierung des ehemaligen Wasserturms etwa 2,1 Mio. Euro kosten. Diesem Betrag stehen nach Auskunft des Fördervereins aktuell 1,324 Mio. Euro an zugesagten Sponsorengeldern zur Verfügung. Der Förderverein ist aktuell dabei, weitere Gelder von privaten Gebern zu akquirieren. Außerdem dient die Konstruktion der „Betreuungs bzw. Betriebsvereinbarung“ dem Förderverein dazu, Landeszuschüsse aus dem Denkmalschutztopf zu beantragen.

Sanierung hat Vorrang

Vordringliches Ziel aller Beteiligten ist es, die stark verrostete Stahlkonstruktion zu sanieren. Als zweiten Schritt könnte Lichtkünstler Uli Haller das Ei illuminieren. Dann wäre die Landmarke auch in der Dunkelheit ein Hingucker. Konzeptionen für dieses Projekt hat der Lanstroper Künstler bereits in der Schublade. Vielleicht kommt es auch - mittelfristig und in einem dritten Schritt zu einem großen Wurf. Dann würde das Ei durch ein Spiegelei-Gebäude ergänzt und die Adresse zu einem Informations- und Begegnungszentrum ausgebaut. Ein Mix aus Bildung, Kultur und Gastronomie könnte sich die Stadt vorstellen. Aber auch hier stellt sich die Finanzierungsfrage. „Das ist Zukunftsmusik“, sagte Fördvereinsvorsitzender Bodo Champignon kürzlich unserer Zeitung, „jetzt müssen wir erstmal die Sanierung stemmen.“ Darum gehe es dem Förderverein vorrangig.

Großsponsoren

Hierfür haben einige Firmen ihre Unterstützung zugesagt.

Für den Stahlbau und den Korrosionsschutz hat eine Unternehmensgruppe ihren Ausbildungsbetrieb in Aussicht gestellt.

Die DEW prüft die Herstellung einer 10-KV-Stromleitung zum Lanstroper Ei.

Mit einer Gerüstbaufirma werden nach Angaben des Fördervereins Gespräche geführt für die Einrüstung der Stahlkonstruktion.

Per Saldo rechnet der Förderverein damit, etwa 1,5 Mio. Euro in das Projekt einbringen zu können. Den Rest müsste möglicherweise die Stadt übernehmen. Dabei käme sie als Eigentümerin eines denkmalgeschützten Objekts recht preiswert ihren Verpflichtungen nach.

Künstlerischer Rückwind

Die Sanierung des Eis wird auch durch aktive Bürger mitgetragen. So hat sichkürzlich ein Dutzend Künstler mit der Landmarke befasst und die Ergebnisse in eine gemeinsame Ausstellung münden lassen. Der Dortmunder Filmclub dreht während der Vernissage in der Stadtteilbibliothek ein Video, das als DVD für 10 Euro zu haben ist.

Unter dem Titel „Das geheime Leben des Lanstroper Eis“ hat Künstlerin Bruni Braun zwei Motive entworfen, ein drittes Motiv soll im August folgen. Die Gemälde gibt’s als Benefiz-Kunstkarten für jeweils einen Euro u. a. in der Stadtteilbibliothek Scharnhorst, im AWo-Treff Kirchderne, bei Friseurmeisterin Ingeborg Isele in Kirchderne, bei Lotto Bertram in Scharnhorst und bei TV Szymkowiak in Derne.

Der Erlös aus dem Verkauf fließt zu 100 Prozent dem Förderverein Lanstroper Ei zu.

Von Alexander Ebert

Kommentare
25.07.2012
11:22
Ab Ostern 2013 wird das Ei saniert
von drengler2 | #1

Wäre es nicht sinnvoller immense Instandsetzungskosten und laufende Betriebskosten zu sparen und das "Ei" als das zu betrachten. was es ist: Ein ausgedienter Wasserturm. Abreissen und den Schrott verwerten - das bringt Geld in die Stadtkasse!

1 Antwort
Wo ist das Problem?
von DEWFan | #1-1

Woanders wird jeder noch so hässliche Schlot als "Seele des Reviers" und angehendes Weltkulturerbe gefeiert. Und ich bin froh, dass Dortmund ein schönes Umland hat, und nicht jeder Blick über die Landschaft mit Industrie zugepflastert ist. Genauso weine ich dem alten Hörder Stahlwerk keine Träne nach. Da ist mir der Phoenixsee viel lieber und Phoenix-West als erhaltene Industriekulisse mehr wie genug.

Aber hier beim "Lanstroper Ei" handelt es sich wirklich um eine schöne Landmarke, die man erhalten sollte!

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