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„Nicht am Buddenacker schnippeln“

17.01.2013 | 00:09 Uhr
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Es gebe keinen Grund, in Hektik zu verfallen, aber es gebe auch keinen Grund, sich entspannt zurückzulehnen und zu glauben, dass es keinen großen Bedarf an Gewerbeflächen in Dortmund gibt. Bei der Vorlage des Zwischenberichts 2012 zum Masterplan Wirtschaftsflächen (aus dem Jahr 2010) freute sich Udo Mager, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, nicht nur über gute Zahlen. Er hoffte auch laut hörbar, dass an Entwicklungsarealen wie am Buddenacker von den kommunalen Verantwortungsträgern „nicht herumgeschnippelt“ werde.

Für eine aktive zukunftsorientierte Wirtschaftsförderung sei es gar keine Frage, dass es einen Bedarf an großen zusammenhängenden Gewerbeflächen in Dortmund gebe. Hier hat Mager kurz- und mittelfristig den Werner Hellweg (ab 2014 am Markt), Buddenacker und das Gelände der ehemaligen Sinteranlage auf der Westfalenhütte im Blick. Das aktuell verfügbare Flächenangebot (siehe Kasten) sei zu einem großen Teil kleinteilig und bei den Grundstückszuschnitten für viele Bedarfe der Wirtschaft nicht passend. In vielen Fälle spiele die Wirtschaftsförderung den Vermittler, da die Flächen größtenteils in Privathand lägen.

2011 wurden in Dortmund 41 Hektar bebaute und unbebaute Grundstücke in Gewerbe- und Industriegebieten in Dortmund verkauft. „Nur ein marginaler Teil“ war im Besitz der Stadt. Gegenüber 2010 konnte der Flächenumsatz um 70 Prozent gesteigert werden. Nur in Köln (51 Hektar) und in Essen (48 Hektar) wechselten mehr Flächen den Besitzer.

Bei der Debatte um neue Gewerbegebiete mahnte Mager: „Ich möchte, dass das Thema mit Besonnenheit beraten wird.“ Gegenwärtig könne man unter anderem auf rund 10 Hektar Flächen auf Gneisenau zurückgreifen. Im Weißen Feld, dem Erweiterungsgelände für den Techno Park, stünden noch rund 5,5 Hektar zur Verfügung. Auch auf Phoenix West gibt es noch Platz. Alle Kraft müsse nun - nachdem das Achenbach-Gelände „zurückgestellt“ wurde (die WAZ berichtete), darauf gerichtet werden, die Gebiete Werner Helleweg, Buddenacker und Sinteranlage (32 Hektar) voranzutreiben.

Ein „Allzeithoch“ habe 2012 der Büroflächenumsatz in Dortmund erlebt. In den zurückliegenden zehn Jahren seien in der Stadt rund 440 000 Quadratmeter Bürofläche neu gebaut worden. Trotz negativer Einzelfälle (unter anderem Westfalentower) auf dem Markt für Büroflächen, zeigt sich Mager gewohnt (berufs-)optimistisch.

Als „Vollausnutzung“ gelte in der Branche auf 47,5 Hektar und damit auf 2,2 Prozent des Bestandes gesunkene Leerstandsquote bei Gewerbeimmobilien. Zwischen 2005 und 2010 habe man in der Stadt 13 Prozent der Leerstände bei Gewerbeimmobilien abbauen können.

Klaus Buske

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