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Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)

05.05.2010 | 18:40 Uhr
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)

Dortmund. Neun Fragen hat die WR an die OB-Kandidaten Ullrich Sierau (SPD), Joachim Pohlmann (CDU/FDP/Bürgerliste) und Mario Krüger (Grüne) im Vorfeld der OB-Wahl am 9. Mai gestellt. Zum Abschluss der Reihe sagt Sierau: "Dortmund wird ein Star."

1. Warum wollen Sie OB werden?

Ullrich Sierau: Dortmund ist eine Stadt mit besonderer Dynamik. Seit vielen Jahren engagiere ich mich beruflich (und auch ehrenamtlich) für unsere Stadt. Probleme angehen, mit den Menschen sprechen und gemeinsam Lösungen erarbeiten - das ist mein Ding. Das Amt des Oberbürgermeisters strebe ich erneut an, um die Stadt durch die Krise zu führen.

2. Was machen Sie, wenn Sie nicht OB werden?

Sierau: Darüber denke ich gegenwärtig nicht nach. Mein Ziel ist es, die Wahl erneut zu gewinnen. Für den Fall der Fälle gilt: „Lebbe geht weiter”.

3. Wo sehen Sie Ihre eigenen, persönlichen Stärken und Schwächen?

Sierau: Andere sehen mich als Menschen mit großem Engagement und hoher Fachkompetenz. Was ich verspreche und mir vornehme, will ich auch umsetzen. Meine gelegentliche Ungeduld wird dabei auch als Schwäche gesehen.

4. Wo soll Ihrer Meinung nach gespart werden?

Sierau: Im Mittelpunkt steht der Abbau unnötiger interner Bürokratie. Unsere Verwaltung muss noch effektiver werden. Deshalb habe ich das Projekt Neuorientierung der Verwaltung gestartet.

Ullrich Sierau beim Parteitag der NRW-SPD in Dortmund.

Es stehen aber auch Leistungen in Frage, welche die Bürgerinnen und Bürger vermissen werden. Da setze ich auf einen offenen Dialog. So habe ich es mit den Eltern und Lehrern der zur Schließung anstehenden Grundschulen gehalten. Und so wird es auch bei allen anderen Themen sein.

5. Wo darf Ihrer Meinung nach nicht gespart werden?

Sierau: Dazu habe ich klare Aussagen gemacht, die sich auch im Haushalt für 2010 wiederfinden. Bei Arbeit und Wirtschaft, Jugend und Bildung, der sozialen Stadt und dem bürgerschaftlichen Engagement müssen wir die guten Strukturen erhalten und weiter stärken. Das sind die Zukunftsthemen zur Gestaltung unserer Stadt.

6. Wie würden Sie Auswärtigen die Stärken Dortmunds beschreiben?

Sierau: Dortmund ist eine aufstrebende Stadt, mit toller Perspektive. Das haben wir mit der jungen Mannschaft des BVB gemeinsam.

OB-Kandidat Ullrich Sierau am Rednerpult.

Bei uns kann man gut arbeiten, leben, wohnen, genießen und feiern. Wir sind weltoffen und freuen uns über die Menschen, die zu uns kommen.

7. Wie wollen Sie die steigende Politikverdrossenheit bekämpfen?

Sierau: Durch eine Politik der Ehrlichkeit und Transparenz. Durch Dialog und mit nachvollziehbaren Entscheidungen. Z. B. die jetzige Haushaltsdiskussion für 2010 setzt auf dieses Konzept. Hier wird nichts verschwiegen und nicht getrickst. Jeder kann sehen wie die Lage ist und wie wir sie verändern wollen. Alle sind aufgerufen, ihre Vorschläge einzubringen.

8. Bitte vervollständigen Sie den Satz: Wenn ich Oberbürgermeister werde, wird Dortmund nach sechs Jahren ...

Sierau: ...ein Star unter den deutschen Städten sein. Eine Stadt der guten Arbeit mit vorbildlichen Bildungsangeboten. Die Familienpolitik ist unser Markenzeichen und die Besucher freuen sich am Phoenixsee, am „U” und am Fußballmuseum. Eine hochmotivierte Verwaltung arbeitet gemeinsam mit den Menschen an der Zukunft der Stadt.

9. Zum Schluss: Tippen Sie bitte das Wahlergebnis vom Sonntag (die ersten drei Plätze in Prozent)!

Sierau: Das Ergebnis vom 30. August 2009 plus/minus drei Prozent.

Frank Bußmann und Gregor Beushausen

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Kommentare
09.05.2010
19:56
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von kannengieser | #25

Die Dortmunder sind doch so vernagelt:

Die haben doch den Sierau schon wieder gewählt.

Nicht zu fassen. In Dortmund kann man sich leisten was man will. Die Sozis sind immer oben auf.
Tollhaus Dortmund.

08.05.2010
08:47
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von TagesmutterDo | #24

sorry,
GewerkschafterInnen sollte das heißen.

08.05.2010
08:44
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von TagesmutterDo | #23

@22 23
Hallo Herr Grönke,
Unsere Stadt ist pleite!
Arnsberg sitzt uns im Nacken, immer noch!
Das Problem ist doch, auch wenn Herr Sierau, Herr
Pohlmann, Herr Krüger, Herr Manz oder auch der Parteilose gute Ideen haben, sie können garnicht mehr umgesetzt werden!
Man kommt doch aus den meisten, unserer Meinung nicht nötig gewesenen Projekten, wie zum Bsp. der U-Turm garnicht mehr raus, weil da auch Ländermittel sprießen.
Wir sitzen in der BV-Huckarde, und müssen uns mit 19 Leuten darüber unterhalten, wie man Nichts am Besten verteilen kann.
Unser Bezirksbürgermeister kann sogar kleinere Anfragen zu Zuschüssen für die Vereine nicht mehr Positiv beantworten.
Das macht ihm sicherlich auch keinen Spaß.
Aber sie müssen mir doch zustimmen, dass vor einigen Jahren durchaus noch Geld da war und da wurden die Prioritäten unter SPD-Regierung Falsch gesetzt.
Wir Linke würden den Flughafen schließen, dann wäre Geld da für Soziales und auch Alternativ-Kulturelles.
Kommunalpolitik ist keine Länderpolitik und auch keine Bundespolitik, aber eines schließt doch das andere nicht völlig aus. Die finanzielle Lage in den Kommunen hat doch ihren Ursprung in einer falschen Steuerpolitik, der letzten 10 Jahre.
Ich wünsche mir für NRW auch ROT-ROT-GRÜN, mit einer erstmals eingezogenen Linken.
Damit wir gemeinsame Ziele auch gemeinsam durchsetzen können.
Ich finde es nicht ehrlich zu sagen, die SPD will nicht mit den LINKEN, die Grünen will nicht mit den LINKEN.
Wir haben doch gemeinsame Ziele und die LINKE hat auch ihre Wähler und das sind nicht alles Spinner, wie wir so oft betitelt werden.
Ein DGB-Vorsitzender, der aufruft die SPD zu wählen, der kann auch nicht ewig seine Augen zumachen und nicht sehen wollen, dass es auch eine Initiative gibt, die da heißt:
Gewerkschafter wählen LINKS!
Und bitte nennt uns nicht in einem Zug mit den Rechten, wie es die 2.Vorsitzende des DGB getan hat:
Gehen sie wählen und zwar nicht die radikalen
Rechten oder Linken.
Das ist eine Unverschämtheit, in unserem KV-Dortmund ist NIEMAND radikal!
Kirsten Senkel-Meier, Mitglied in der BV-Huckarde

P.S.: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

08.05.2010
07:03
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von derAufpasser | #22

Übrigens, bei allem Interesse an der Oberbürgermeisterwahl:
Wir haben auch ( wichtige) Landtagswahlen
Nach letzten Umfragen steht die regierende CDU/FDP-Koalition von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers vor einer Niederlage. Das neue Umfrageinstitut „YouGov“ sieht die SPD inzwischen vor der CDU.
Und das ist gut so!
Das Ende der unsozialen neoliberalen Landesregierung ist eingeläutet.
Und deshalb darf es auch keinen neoliberalen OB geben.
Unser OB soll am Sonntag Ullrich Sierau heißen; unser( Stadtbezirk Mengede)
Landtagsabgeordneter wird Armin Jahl heißen
und unsere neue
Ministerpräsidentin heißt dann
Hannelore Kraft!

Ralf Grönke, Stadtdbezirk Mengede

08.05.2010
06:14
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von derAufpasser | #21

Ich habe das Gefühl, dass eine Teil der Vorkommentatoren meint, wir müssen zwischen Pest und Cholera wählen und die Tagesmutter ist der überzeugten Meinung, dass Herr Manz alles besser kann.Sind denn auch alle seine Ideen mach und bezahlbar?
Sie hat aber in vielen Dingen recht, insbesondere was die Hartz Gesetze betrifft.Aber liebe Tagesmutter, da wird Herr Schröder wohl kaum einen Herrn Sierau gefragt haben. Und Kollektivschulden zu verteilen, war noch nie meine Sache.

Ich kann nur sagen, dass ich Ulrich Sierau persönlich in einer Begehung in Westerfilde im Dreck wühlen sehen habe.
Weiterhin kann ich berichten, dass er sich insbesondere für Kinder und Jugendliche und deren Sorgen interessiert.Es laufen mehrere Projekte in z.B. in Westerfilde.
Auch hat sich Ulrich Sierau dafür stark gemacht, dass die Verträge der beiden Quartiershausmeister , die ich gemeinsam mit dem Lantagskandidaten Armin Jahl installierte, verlängert wurden.Beide waren sogenannte Langzeitarbeitslose und sie haben schon eine Menge für die Sicherheit des Vorortes getan.

Ich werde ihn wieder wählen , weil ich nicht möchte, dass wir in Dortmund einen neoliberalen OB bekommen.
Herr Pohlmann ist ein guter Rechtsanwalt, kommt aus der sogenannten freien Wirtschaft und ist der Typ Manager, der mit eisernen Besen kehren würde und auf soziale Dinge sicher keine Rücksicht nehmen wird.

Ralf Grönke, Stadtbezirk Mengede

08.05.2010
00:08
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von Stefan_Kl | #20

Ich kann mich erinnern, wie Herr Sierau als Stadtdirektor vor vielen Jahren mit Stadtstreichern umgegangen ist, die vor einer Bühne auf dem Alten Markt getanzt haben. Dieses Bild konnte er überhaupt nicht ertragen und hat die Polizei aufgefordert, die Stadtstreicher zu entfernen. Das war peinlich und ist zum Glück durch laute Buhrufe unterbunden worden. Sympathisch war das nicht.

06.05.2010
12:47
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von narit | #19

Das hat er sehr transparent gesagt: Weiter Millionenverlustobjekte durch Steuergelder finanzieren lassen und ansonsten die sozialen Projekte alle vor die Wand laufen lassen! Doch, ehrlich isser, nur wie kann Dortmund so jemanden oder auch den Pohlmann zum OB haben wollen?

06.05.2010
11:57
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von Schamyn | #18

Sierau = Agenda 2010-2025

06.05.2010
10:20
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von Schamyn | #17

Als ich spazieren ging im Park
Traf ich dort auf ein Kind.
Verschlossen wirkte es und ernst
Wie Kinder selten sind.

Es wollt an mir vorübergehn
Lief weit nach vorn gebeugt
Ich hielt es fest und blieb dann stehn
Den Kopf zu ihm geneigt.

Was machst denn Du hier
Fragte ich. Es ist doch bitterkalt
Da sah das Kind hinauf zu mir
Die Augen wissend und alt.

Ich darf nicht mit Fremden sprechen
Sagte nun das Kind ganz still
Fast wollte ihm die Stimme brechen
So, wie bei einem, der gern reden will.

Ich nahm es mit zu mir nach Haus
Dort wo es sanft und warm
Plötzlich weinte es ganz stumm sich aus
Ich nahm es in meinen Arm.

Mit Vorsicht frug ich nach dem Grund
Für diese großen Tränen
Das Kind sah mich erst prüfend an
Begann dann zu erzählen.

Mein Vater findet keinen Job
Er ist erst fünfunddreißig.
Obwohl ihn jedermann nur lobt
Er war stets gut und fleißig.

Die Mutti ist vor Sorge krank
Kann keine Kraft mehr geben
Ihr ist immerzu nur bang
Ums täglich Überleben.

Geschwister sind noch klitzeklein
Und kennen schon die Not
oft zittern sie und schrein ganz laut
Nach einem Stückchen Brot.

In der Schule bin ich nicht mehr gern
Darf nicht dazugehören
Der andern Freud ist mir so fern
Mein Kummer würd nur stören

Wir können kaum das Essen kaufen
Haben wirklich gar kein Geld
Der Papi fing doch an das Saufen
Er glaubt an nichts mehr auf der Welt

Keinem darf ich das erzählen
Habs den Eltern fest versprochen
Darfst mich nicht mehr länger quälen
Habe meinen Schwur gebrochen.

Ich war sprachlos, blieb ganz stumm
Konnte es kaum fassen
Das wir direkt um uns herum
Solch Not geschehen lassen.

Ich packte reichlich Essen ein
Brachte das Kind nach Haus
Sein zuhause war zwar klein
Doch sah gemütlich aus.

Das Kind begann gleich zu erklärn
Wer ich, die Fremde sei
Bei den Eltern saß ich dann
Bekam noch viel zu hörn.

Früher war das Leben schön
die Arbeit brachte Geld
warum musste das vergehn
Betrieb wurd eingestellt.

Eine kleine heile Welt
Zerbrach in tausend Scherben
Was haben wir nur angestellt
Das Leben zu verderben

Kein Ausweg mehr, das war die Wende
Der Weg in Elend, Not und Pein
Vergeblich rang man da die Hände
Es zog die neue Armut ein.

Neue Armut, wie spricht sich das leicht
Heißt, dass das Geld zum Leben nicht reicht
Zuviel zum Sterben, zu wenig zum Leben
Und das kann es in der Gegenwart geben

Mit dem Versprechen, wiederzukommen
Verließ ich die Familie und das Kind
Wie betäubt wie schwer benommen
Wie nach einem Schock die Menschen sind.

Die Augen offen, sah ich mich um
Und konnte es kaum glauben
Was ich entdeckte, machte stumm
Wollt schier die Sinne mir rauben.

Die neue Armut kehrt in Windeseile
In viele tausend Häuser ein
In manchen bleibt sie eine Weile
In den meisten wird’s für immer sein.

Du hast so viel dacht Ich bei mir
Kannst ruhig etwas hier spenden
Und andern geht es grad wie dir
An die wirst Du dich wenden

Mit Bitte um Hilfe, Beistand und Rat trete ich heran
Ein Narr, der an das Gute so glauben kann
Man hat mich nicht einmal eingelassen
Mit einem glatten Nein vor der Tür stehen lassen.

Ein jeder ist sich selbst der Nächste
Und helfe sich doch selbst, wer kann
Dazu noch viele andre Sprüche
Die ich mir nicht erklären kann

So viele, die unendlich reich
Schwimmend in Luxus und Geld
Ihnen ist das Elend gleich
Was kümmert sie der Rest der Welt

Mein Scherflein hab ich längst gegeben
Doch ist ’s ein Tropfen nur im Meer
Zählt heute denn ein Menschenleben
In Würde überhaupt nichts mehr?


© Cora Corell

06.05.2010
10:14
Neun Fragen an OB-Kandidat Ullrich Sierau (SPD)
von Schamyn | #16

Schaut euch mal in der Nordstadt um.

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