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Annington-Mieter...

Neuer "Service" bringt Ärger

29.07.2009 | 19:04 Uhr

Die Deutsche Annington spricht von einem "Mehr an Service" - die Mieter wundern sich.

Eigentlich ist Thorsten Ballusch (41) mit seiner neuen Mietwohnung in der Grotenbachstraße 94 in Hombruch rundum zufrieden. 53 qm, 281 Euro kalt. Er wohnt im vierten Geschoss, aus seinem Wohnzimmer kann er bis nach Witten-Annen sehen. Guckt er allerdings auf die Mahnungen, die ihm sein Vermieter schickt, sieht Ballusch rot: Die Deutsche Annington will 562,60 Euro Kaution sehen, die Ballusch eigenen Angaben zufolge am 21. Januar bezahlt hat. „Die Überweisung hab' ich aufbewahrt.”

Was Ballusch am meisen nervt: Er hat Mails geschrieben; bei der Annington in Bochum angerufen und etliche Mal im Call-Center zu hören bekommen: „Wir kümmern uns.” Was kam, waren Mahnungen. Die vorerst letzte am 20.. „Man kann anrufen, wann man will. Entweder kommt man nicht durch. Oder man redet sich den Mund fusselig und es passiert trotzdem nichts.”

Frank Ratajczak, Harkortstraße 23, kann das bestätigen. Auch er schwört Stein und Bein, 455,56 Euro Kaution am 26. Februar überwiesen zu haben - dennoch wird auch er von Annington mit Mahnungen überschwemmt. „Neuerdings drohen sie mit Fristen und Kündigung.” Seine Probleme dürften im Call-Center bekannt sein. „Ich hatte sechs Ansprechpartnerinnen.” Nur Hilfe, die hatte er nicht. Dafür Ausgaben. „Jeder Anruf kostet 3,9 Cent pro Minute.” Ratajczak ist stinksauer.

"Kaution ist nicht eingegangen”

Für Mietervereins-Sprecher Rainer Stücker keine Einzelfälle. „Die Beschwerden häufen sich.” Anfangs hätten sich Mieter beklagt, nicht durchzukommen. „Jetzt schimpfen sie, dass sie zwar einen Ansprechpartner erreichen, ihre Angelegenheiten aber trotzdem unbearbeitet bleiben.” Für Stücker & Co. sind die Beschwerden die logische Folge des neuen Annington-Konzeptes, alle Mieter-Büros für 16 000 Wohnungen in Dortmund zu schließen und auf Call-Center zu setzen. Was Annington als „Mehr an Service” verkauft, ist für die Experten des Mietervereins nichts anderes „als eine Maßnahme zur Kostendämpfung.” Es sei zu befürchten, so Stücker, das auch Investitionen für Instandhaltung und Modernisierung heruntergefahren würden, um zu sparen und Rendite zu machen.

Annington-Sprecherin Katja Weisker räumt ein, „dass es anfangs Probleme bei der Umstellung gab, wie das eben passieren kann, wenn man Neues einführt.” Obendrein hätten die heftigen Regenfälle der zurückliegenden Tage zu einem starken Anstieg der Reparaturmeldungen geführt. „Wir sind im Begriff, uns als Dienstleister aufzustellen.” Und die Mahnungen wegen angeblich fehlender Kaution? „Die Kautionszahlungen sind bei uns nicht eingegangen”, sagt Weisker. Der Kampf geht weiter.

Gregor Beushausen

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Kommentare
05.08.2009
12:46
Neuer Service bringt Ärger
von EinMieter | #4

Jürgen Rüttgers war doch so begeistert, als die ehemaligen LEG-Wohnungen u.a. an die Deutsche Annington verkauft wurden. Und wie toll doch die Sozialcarta sein soll und Mieter schützen.

Privat (von lat. privatus, PPP von privare, „absondern, rauben“, privatum, „das Eigene“ und privus, „für sich bestehend“) bezeichnet Gegenstände, Bereiche und Angelegenheiten, die nicht mehr der Allgemeinheit gehören bzw. offenstehen, sondern nur einer einzelnen Person oder einer eingegrenzten Gruppe von Personen, die untereinander in einem intimen bzw. einem Vertrauensverhältnis stehen.[1]

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird privat meist als Gegensatz von öffentlich gebraucht. Privat steht dabei stellvertretend für den Begriff persönlich oder wird im Sinne von im vertrauten Kreise verwendet. Dieser Wortstamm wird auch häufig in Kombination mit anderen Begriffen verwendet, um deutlich zu machen, dass es sich nicht um eine öffentliche Angelegenheit handelt. Siehe dazu insbesondere auch Privatsphäre.

30.07.2009
13:28
Neuer Service bringt Ärger
von Gebensiedasverzerrtewortein | #3

Wir sind im Begriff, uns als Dienstleister aufzustellen.”
Liebe Frau Weisker, was war die Annington denn vorher?
Das eine Umstellung der Bearbeitungsstruktur in der Regel nicht ohne Probleme funktioniert, kann ich mir ja noch vorstellen, das dies aber in einer sebstinszenierten Imagevernichtungskampagne mündet liegt mit Sicherheit an mangelnder Planung und mangelndem Controlling.
Sie wollen Kosten sparen indem Sie Kosten produzieren ? Belegbare Kontenbewegungen sind in Ihrer Verwaltung nicht nachvollziehbar ?
Da fehlt es offenbar an sachkundigem Fachpersonal.
Und das bekommt man nicht für 6 € brutto als Callcentermitarbeiter/in.
Dienstleister bedeutet Dienst ( dienen) und Leistung,
Ist das so schwer ?

30.07.2009
09:54
Neuer Service bringt Ärger
von Oma Ilse | #2

Wenn ich etwas *original* belegbar bezahlt habe, kommen unberechtigte Mahnungen einfach ins Altpapier. Soll sich doch ein/e Vollziehungsbeamt/in die rechtmäßige Begleichung vor Augen führen lassen.

30.07.2009
06:41
Neuer Service bringt Ärger
von Gnomenzicke | #1

Hatte mal nen Ähnlichen Fall vor Jahren. angeblich kam da auch bei einer großen Dortmunder Firma die Kaution nicht an und es wurden Mahnungen geschickt.

Ich bin zur Bank gefahren,hab mir bestätigen lassen das die Kaution auf´s Konto ging, habe eine Kopie der bestätigung hingeschickt mit der Drohung eine Klage wegen Unterschlagung und Betrugs prüfen zu lassen. Urplötzlich war die Kaution da....

Sollte ihr armen Annington-Mieter auch so machen. Einfach zur Bank die Überweisungen bestätigen lassen und denen die Pistole auf die Brust setzen in Form einer Strafanzeige-Drohung.

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