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Klinikum Dortmund

Neuer Chef des Klinikums als "Krankenhaus-Sanierer" bekannt

07.01.2013 | 18:00 Uhr
Neuer Chef des Klinikums als "Krankenhaus-Sanierer" bekannt
Rudolf Mintrop wurde im Klinikum Dortmunder als neuer Geschäftsführer vorgestellt. Dabei: OB Ullrich Sierau, Ortwin Schäfer und Prof. Dr. Michael Schwarz.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.   Am Klinikum Dortmund hat sich am Montag Rudolf Mintrop als neuer Geschäftsführer vorgestellt. Mintrop hat sich als Sanierer in diversen Krankenhäusern der Republik einen Namen gemacht. Vor zehn Jahren war das Klinikum Dortmund schon einmal an seiner Verpflichtung interessiert. Damals gab es einen Korb.

Einen feuerroten Notarztkoffer schenkte OB und Klinik-Aufsichtsrat Ullrich Sierau dem neuen Hauptgeschäftsführer an der Beurhausstraße. Den wird Rudolf Mintrop bei der Sanierung des kommunalen Krankenhauses gebrauchen können. Die Zeichen stehen auf Sturm im Gesundheitswesen.

Mintrop sprach von einer „mittleren Unterfinanzierungskatastrophe“. Die Budgets der Krankenhäuser seien abgesenkt worden, für Preis- und vor allem Tariferhöhungen sei nichts enthalten. Die Krankenkassen verzeichnen 20 Mrd. Euro Überschüsse, während über 50 Prozent der Krankenhäuser mit Verlust arbeiten. Das Klinikum gehört - wieder - dazu, wie bei der Auszahlung des Weihnachtsgeldes bekannt wurde. Plötzlich hat sich eine Lücke von geschätzt sechs Millionen Euro aufgetan, nachdem im Sommer erstmals seit zehn Jahren ein Plus verkündet worden war.

Rudolf Mintrop, den man am Klinikum in Oldenburg, wie man hört, nur mit einem weinenden Auge nach Dortmund ziehen ließ, hat sich als Sanierer in diversen Krankenhäusern der Republik einen Namen gemacht. Vor zehn Jahren war das Klinikum Dortmund schon einmal an einer Verpflichtung Mintrops interessiert. Damals gab es einen Korb.

Jetzt will der neue Geschäftsführer das Klinikum auf den Erfolgsweg führen. Angesichts der in den letzten Jahren angehäuften Verluste sieht Mintrop zwei Auswege: Personalkosten reduzieren und Leistungen erweitern. „Wir werden beide Wege gleichzeitig beschreiten müssen“, sagte der diplomierte Volkswirt. Gleichwohl könne er nicht ausschließen, dass das Haus in naher Zukunft die ein oder andere zeitweilige Unterstützung der Stadt als Eigentümerin brauche. Welche Leistungen erweitert werden solle, könne er am vierten Tag seiner Tätigkeit noch nicht sagen.

„Das medizinische Angebot der Maximalversorgung und seine herausragende Qualität müssen erhalten werden“, sagte der 57-jährige Mintrop. Es zähle zu den besten 50 Kliniken in Deutschland und habe weit über die Stadtgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf.

Die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Krankenhäuser in Deutschland seien „ein politischer Skandal“. Arbeitsdirektor Ortwin Schäfer freute sich, dass die monatelange Zeit mit nicht kompletter Geschäftsführung nun beendet sind und die Probleme endlich angepackt werden können. Mintrop warnte vor vorschnellen Erwartungen. Seine Arbeit sei langfristig angelegt und werde erst im Laufe von zwei Jahren Früchte tragen.

Und an die Richtung der Politik dieser Satz: „Das Management des Klinikums ist keine politische Veranstaltung, sondern ein Prozess zur Herstellung von guter Organisation und passender Qualifikation.“

Gerald Nill


Kommentare
07.01.2013
20:54
Klartext ...
von Schlaubaer | #1

"Angesichts der in den letzten Jahren angehäuften Verluste sieht Mintrop zwei Auswege: Personalkosten reduzieren und Leistungen erweitern. „Wir werden beide Wege gleichzeitig beschreiten müssen“, sagte der diplomierte Volkswirt." - das heisst: Das Klinikum muss mit weniger Mitarbeitern mehr Leistungen erbringen. Na denn auch viel Spass noch bei der Umsetzung im letzten existierenden Grossklinikum des einst realen Sozialismus ......

3 Antworten
Neuer Chef des Klinikums als
von mellow | #1-1

Schlaubär - den Namen haben Sie sich selbst gegeben, nehme ich an.

@ mellow
von Schlaubaer | #1-2

Was Sie so alles "annehmen". Versuchen Sie es doch mal mit Vernunft!

Neuer Chef des Klinikums als
von mellow | #1-3

Unterstützer gewalttätiger Neonazis sollten den Ball ganz flachhalten.

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