Neue Wettbüro-Steuer der Stadt ist rechtmäßig

Alles wasserdicht: Die neue Wettbüro-Steuer der Stadt Dortmund ist aus Sicht des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen nicht zu beanstanden. Die Klagen von 15 Wettbüro-Betreibern wurden am Freitag abgewiesen. Für einige Wettbüro-Betreiber bedeutet das das Aus.

Dortmund.. Die Steuer wird in Dortmund von rund 60 Anbietern von Sport- und Pferdewetten erhoben. Die Stadt erhofft sich dadurch jährliche Mehreinnahmen von rund 800.000 Euro. Betroffen sind allerdings nur Einrichtungen, in denen die Sportereignisse live mitververfolgt werden können.

Suchtpotenzial steigt bei Live-Wetten

Annahmestellen, in denen nur Tippscheine abgegeben werden, zählen nicht dazu. Nach Ansicht der Richter ist das auch richtig so. Laut Gericht erhöhe die Spannung des "Mitverfolgens" nicht nur das Vergnügen, sondern auch die Suchtgefahr. "Wenn Freunde wetten, wettet man gerne mit", hieß es im Prozess.

Die Richter hatten insgesamt 21 Klagen von Wettbürobetreibern aus Dortmund und Herne auf dem Tisch. Einer von ihnen hat inzwischen schon wieder die Segel gestrichen und seine Einrichtung geschlossen. "Ich habe aufgegeben, weil das Bezahlen der Steuer nicht machbar ist", sagte er am Rande des Prozesses. In seinem Fall wären pro Jahr rund 10.000 Euro angefallen. Entscheidend für den Betrag ist die Quadratmeterzahl des Wettbüros.

Das letzte Wort ist in der Sache allerdings noch nicht gesprochen. Die Wettbüro-Betreiber wollen auf jeden Fall in die nächste Instanz gehen.