Das aktuelle Wetter Dortmund 10°C
Wirtschaft

Neue RWE-Tochter rückt an die B 1

28.12.2012 | 18:31 Uhr
Neue RWE-Tochter rückt an die B 1
In das ehemalige Telekom-Gebäude an der Florianstraße sollen die über 500 Mitarbeiter der neuen RWE Deutschland AG-Tochter Westnetz ziehen.Foto: Helmuth Vossgraff

Dortmund. Zwei gute Nachrichten zum Jahreswechsel für den Wirtschaftsstandort Dortmund. Die eine: Die RWE-Deutschland AG will ihre neue Verteilnetztochter Westnetz in Dortmund ansiedeln. Die zweite: Das führt dazu, dass der RWE-Konzern seine Mitarbeiterzahl in Dortmund konstant halten will, obwohl der Versorger angekündigt hatte, in den kommenden Jahren bundesweit Kosten und Personal abzubauen.

Für die neue Verteilnetztochter Westnetz sollen bundesweit rund 5300 Mitarbeiter arbeiten - davon über 500 in der neuen Zentrale in Dortmund. Das bestätigte am Freitag Sebastian Ackermann, Sprecher der RWE Deutschland AG, auf Anfrage der WAZ.

Ab Frühjahr geht es ins ehemalige Telekom-Hochhaus

Als neues Firmendomizil dient das ehemalige Telekom-Hochhaus an der Florianstraße. Dort hat RWE rund 14 500 Quadratmeter Büroflächen angemietet. Das über 80 Meter hohe und 18 Etagen zählende Haus steht - nach dem Auszug der letzten 170 Telekom-Mitarbeiter im Frühjahr 2012 - fast völlig leer. Noch sind rund 6500 Quadratmeter zu vermieten.

„Ab Frühjahr 2013“ sollen die Westnetz-Mitarbeiter einziehen können. Doch zuvor ist eine umfangreiche Sanierung im Inneren der Immobilie notwendig, die schon vor vielen Jahren von der Telekom verkauft worden war und zuletzt von der Strabag vermietet wurde. Am kommenden Mittwoch will RWE vor Ort über die Details des Umbaus berichten.

RWE ordnet Geschäft neu

Aufgabe der Westnetz soll das Betreiben des Verteilnetzes und die Wahrnehmung der Aufgaben des des Netzservice (Abrechnungen) sein. Diese Arbeiten werden bislang von vier Gesellschaften des Konzerns erledigt. Nun ordnet die RWE Deutschland AG das Geschäft neu.

Die Dortmunder Westnetz wird eine von drei neuen Einheiten unterm Dach von RWE Deutschland sein. Ab 1. Januar 2013 betreut die Westnetz das RWE-Verteilnetz für Strom und Gas zwischen dem Emsland und dem Hunsrück. Neben der Dortmunder Westnetz-Zentrale gibt es 13 Regionalgesellschaften.

Wie die WAZ erfuhr, soll die Konzernumbau nicht dazu führen, dass der Standort Dortmund personell runtergefahren wird. Neben der RWE Vertriebs AG, die im RWE-Tower am Bahnhof ihren Sitz hat, arbeiten in Dortmund weitere Mitarbeiter bei der RWE Service GmbH (am Westfalenpark) und in der RWE Effizienz GmbH. Durch den (Teil-)Verkauf gehören die Beschäftigten der in Dortmund angesiedelten Amprion (Höchstleistungsnetz Strom) und der Thyssengas AG nicht mehr zu RWE.

Klaus Buske



Kommentare
Aus dem Ressort
Das sind die Kandidaten für den Dortmunder des Jahres
Abstimmung läuft
Die drei Kandidaten stehen fest, ab jetzt zählt jede Stimme: Die Wahl zum Dortmunder des Jahres 2014 startet am Samstag. Das sind die drei Kandidaten für den wichtigsten Dortmunder Ehrenamtspreis.
Vierköpfige Bande überfällt Seniorenpaar zu Hause
Überfall
Überfall auf ein Ehepaar in Eving: Vier Männer sind am Donnerstag in die Wohnung eines Seniorenpaars eingedrungen. Sie erbeuteten laut Polizei einen "hohen" Geldbetrag. Der Fall erinnert an einen brutalen Raub vom Montag in Witten, bei dem eine 79-Jährige brutal überfallen wurde.
Tickets für Kraftklub und Thees Uhlmann an der Abendkasse
Visions-Festival
Am Samstag ist es soweit: Mit einem hochkarätig besetzten Festival in der Westfalenhalle feiert das Dortmunder Musikmagazin Visions sein 25-jähriges Bestehen. Thees Uhlmann, Royal Republic, Marcus Wiebusch und Kraftklub geben sich die Ehre. Für spontane Fans gibt es noch Tickets an der Abendkasse.
Brüder sollen BVB-Ordner im Stadion misshandelt haben
Gewalt
Beim Spiel des BVB gegen Augsburg im April 2013 sollen sich zwei Fans aus Ahlen mit einer Reihe Stadion-Ordner angelegt haben. Seit Freitag beschäftigt der Fall das Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Brüdern vor, die Ordner misshandelt zu haben. Die Fans haben eine ganz andere Version.
So würden Dortmunds Kliniken auf Ebola reagieren
Seuche
Keines der Krankenhäuser in Dortmund könnte im Fall der Fälle einen Ebola-Patienten behandeln, auch nicht das größte Krankenhaus in NRW, das Klinikum Dortmund. Zum Einsatz müsste ein Spezial-Rettungswagen kommen. Die Sicherheitsstandards für die Isolation eines Ebola-Kranken sind einfach zu hoch.
Fotos und Videos
Im Haus der kleinen Forscher
Bildgalerie
Fotostrecke
Martener Kindergarten hat neue Spielgeräte
Bildgalerie
Fotostrecke