Dortmund
Neonazis nehmen Dortmunder Schulen ins Visier
21.02.2008 | 20:05 Uhr 2008-02-21T20:05:35+0100"Die werden immer dreister, dass sich die Neonazis jetzt schon vor die Schule stellen", schimpft eine Schülerin des Helene-Lange-Gymnasiums. "Und aussehen tun sie wie die Linken.
Am Donnerstag verteilten Mitglieder des so genannten "Nationalen Widerstandes" rechtsextreme Hetzschriften an den Bushaltestellen des Schulzentrums in Hombruch. Schüler und Lehrer des Helene-Lange-Gymnasiums reagierten schnell: Sie riefen die Polizei und informierten die Schüler. "Wir wollten vermeiden, dass sie unbedarft damit umgehen und so durch die Parolen erreicht werden", betont Schulleiter Jürgen Hillmann. Er habe die Kollegen informiert. "Sie sollen Stellung nehmen, worum es dabei geht."
Denn viele Schüler vermuteten eher eine Verteilaktion von Linken. "Die sahen aus wie die Demonstranten beim G8-Gipfel in Heiligendamm", berichtet eine Schülerin. Und auch die Aufmachung der Flyer und Aufkleber passte nicht mehr zum Klischee von Skinheads mit Springerstiefeln, das noch in den meisten Köpfen verhaftet ist.
Diesen Strategiewechsel vertreten die "Autonomen Nationalisten" ganz offensiv - so auch beim Flugblatt: "Du hast doch bestimmt schon 'mal von so genannten 'Neonazis' gehört. Genau von diesen hast du jetzt ein Flugblatt in der Hand." Damit wollten sie sich vorstellen. Und hetzen darin offen gegen Zuwanderung und Ausländerkriminalität, Sozialabbau, Kapitalismus und Multikultur und fordern Ausbildung und Bildung für die deutsche Jugend.
Aufklärungsarbeit wird in Zukunft immer wichtiger
Polizei und Staatsschutz wollen künftig stärker Aufklärungsarbeit in den Schulen leisten, bestätigte Polizeisprecher Wolfgang Wieland.
An Schulen waren Neonazis vor allem durch anonyme Aufkleber-Aktionen in Erscheinung getreten. So offen wie bei der Verteilaktion des von Dennis Giemsch unterzeichneten Flugblatts - er hat auch die Neonazi-Aufmärsche der letzten Jahre angemeldet - aber selten.
Genau dieser Strategiewechsel der Neonazi-Szene steht im Mittelpunkt des Antifa-Jugendkongresses im Fritz-Henßler-Haus.
Am heutigen Freitag wird ab 18 Uhr Alexander Häusler von der Arbeitsstelle Neonazismus der FachhochschuleDüsseldorf diesen Strategiewechsel beleuchten.
Am Samstag ab neun Uhr werden Workshops zu verschiedenen Themen stattfinden: Themen sind die Netzwerkstrukturen der heimischen Neonazis, rechte Jugendkulturen und Lifestyles sowie neue Aktionsformen gegen Rechts. Eine Teilnahme ist noch möglich.
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,,Und hetzen darin offen gegen Zuwanderung und Ausländerkriminalität, Sozialabbau, Kapitalismus und Multikultur und fordern Ausbildung und Bildung für die deutsche Jugend.
Hetze, oder Aufzaehlung von wirklichen Problemen?
Ich bezweifel, dass es dort hieß, dass man keine Auslaender will. Es geht eher darum, dass Deutschland sich nicht weiter als Schlaraffenland vermarkten laesst und dass nicht jeder Hans-Pampel hier rein kommt. In Daenemark z.B. kommt man auch nur rein, wenn man nachweisen kann, dass man dem Staat nicht zur Last faellt und arbeiten wird. Quid Pro Quo, wer hier sein moechte, sollte auch was dafuer leisten, das machen auch die, die hier seit mehreren Generationen leben.
Unsere Kultur wird immer mehr in den Schatten gestellt, Parallelgesellschaften bilden sich, man ist als Deutscher fremd im eigenen Land! Geht es so weiter, wird Deutschland ein Land der Dekadenz und das waere mehr als traurig.
Das hat zweifelsohne auch nichts mit Rassismus zu tun, sondern ist ein Punkt, ueber den man nachdenken sollte. Gerade als Gymnasiast sollte doch der Intellekt vorhanden sein, dass man sich Gedanken ueber diese Flugblaetter macht.
Fuer euch sind alle Neo Nazis arbeitslose Glatzkoepfe, die ungebildet und primitiv sind. Irrtum, ich z.B. habe lange Haare, bin ein Freund der internationalen Kueche (Ja, ich esse auch gerne Doener, mit doppelt scharf.), habe auslaendische Freunde, bin gegen uebertriebenen Rassismus, aber ich bin auch nicht blind und hoer mir irgendwelche, an den Haaren herbeigezogene, wenn auch ausgekluegelte Luegen an!
Es ist einfach nur traurig...
Post Scriptum: Falls dieser Beitrag geloescht wird, dann sollte es JEDEM endlich bewusst sein, dass wieder das Meinungsembargo gegen Rechts zuschlaegt.
17:55
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10:38
Anonym es ist wirklich schlimm wie sie hier die Wahrheit verdrehen! Erläutern sie doch einmal wie ihre Lehrer bitteschön bedroht wurden? Und nicht die Schüler der Schule werden aktiv gegen Rechts sondern die Lehrer starten projekte in die sie ihre Schüler hinein zwängen.
Ich kann Frosch nur zustimmen, schaut euch die Seite und Meinung der Rechten selber an.
10:32
Richtig! Wo sind eigentlich die anderen Kommentare hier geblieben, von Leuten die sich positiv über die Rechten in Dortmund geäußert haben? Wird hier von der Presse bewusst zensiert um Meinungsmache zu betreiben? Auf der Seite der Rechten werden auch Kommentare von politisch anders denkenen zugelassen.
Siehe: www.nw-dortmund.net
05:03
Wo sind eigentlich die anderen Kommentare geblieben, die hier eingestellt wurden?
15:55
Es ist grauenvoll, dass sich solche Menschen an unsere Schule gewagt haben. Schlimmer noch, sie beginnen unsere Lehrer ansatzweise zu bedrohen. Wir Schüler haben beschlossen uns gegen solche Aktionen der Neonazis zu wehren.
Wir hoffen dabei auch auf eine gute und effektive Unterstützung der Presse.
Wissen Sie, wie ich auf diesen Artikel gestoßen bin? Ich betrat die Homepage dieser Radikalen Gruppe, um mit eigenen Augen die lächerlichen Videos und Aktionen zu sehen. Auch hinterließ ich einen Kommentar, die der Homepageadmin aber (selbst nachdem ich es einige Male versuchte) sich nicht freizuschalten wagte.
Ihren Artikel benutzen die Neonazis zu Propagandazwecken ála Schaut euch nur die Presse an, Kinder, wie die Hampelmänner sind die! Sie versuchen uns wie böse Menschen darzustellen, dabei sind wir das garnicht!
Es ist erschreckend.
Ich wiederhole nur, dass es vor allem an der freien Presse jetzt liegt das Volk aufzuklären!
mit freundlichen Gruß
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