Neonazis marschieren durch Westerfilde

Aufmarsch der Neonazi-Partei "Die Rechte" in Dortmund.
Aufmarsch der Neonazi-Partei "Die Rechte" in Dortmund.
Foto: Peter Bandermann
Was wir bereits wissen
Nun steht der Schauplatz der Dortmunder Neonazi-Demos am Mittwoch und am 1. Mai fest: Die Rechtsextremisten werden an beiden Tagen durch Westerfilde marschieren, weit weg von der vom DGB veranstalteten Mai-Demonstration in der südlichen Innenstadt. Der City bleibt somit ein rechter Aufmarsch erspart.

Dortmund.. Am Mittwoch, 30. April, und am darauffolgenden 1. Mai werden Neonazis durch Dortmund-Westerflide im Nordwesten der Stadt marschieren. Das wurde am Dienstagnachmittag im Zuge einer Pressemitteilung bekannt, mit der die Polizei zu einer Pressekonferenz für den Mittwoch einlud, bei der die Vorbereitungen der Polizei für die Neonazi-Demos vorgestellt werden sollen. Sie findet ebenfalls in Westerfilde statt.

Im Gegensatz zum 1. Mai 2013, als die Rechtsextremisten durch Dortmund-Körne und die nördliche die Gartenstadt marschierten, und zu der letzten großen Neonazi-Demo in Dortmund, die durch das Kaiserstraßenviertel führte und im Saarlandstraßenviertel endete, bleibt die Innenstadt von der aktuellen Demo-Route unberührt.

Polizeipräsident rechnet mit kämpferischen Rechtsextremisten

Lange hatte es Rätselraten um den Schauplatz der Demos gegeben. Die laufenden Gerichts-Verfahren über die Rechtmäßigkeit der von der Polizei ausgesprochenen Demo-Verbote verzögerten die Absprachen zwischen Polizei und Veranstalter über die Route. Nach der endgültigen Aufhebung der Verbote des Oberverwaltungsgerichts Münster am Montag einigte man sich auf Westerfilde.

Rechtsextremismus Noch am Dienstag wurden Anwohner und Gewerbetreibende entlang der geplanten Demonstrationsrouten über mögliche Beeinträchtigungen informiert. Ziel der Polizei sei es, "jegliche Eskalation, wo immer es möglich ist, zu unterbinden." Polizeipräsident Gregor Lange weist in einer Mitteilung darauf hin, dass es deutliche Hinweise gebe, dass auch Teilnehmer aus dem "rechtsextremistisch-kämpferischen Umfeld" nach Dortmund kommen würden. Bei einer rechten Demo im August 2013 wurde eine Landtagsabgeordnete der Piraten durch einen von Neonazis geworfenen Böller verletzt.

Friedlichen Protest schützen

Auf der für Mittwoch angekündigten Pressekonferenz dürfte die Polizei auch darüber informieren, in welcher Form Gegenprotest zugelassen wird. In den vergangenen Jahren hatte der ehemalige Polizeipräsident Norbert Wesseler Protest in Sicht- und Hörweite der Rechten zugelassen. In der aktuellen Mitteilung heißt es: "Die Polizei wird jeden Dortmunder schützen, der sein Recht auf friedlichen Protest wahrnimmt."