Neonazis dringen in Dortmunder Flüchtlingsunterkunft ein

In den vergangenen Tagen und Wochen waren immer wieder Bürger, Asylbewerber und Journalisten in Dortmund von Neonazis bedroht worden.
In den vergangenen Tagen und Wochen waren immer wieder Bürger, Asylbewerber und Journalisten in Dortmund von Neonazis bedroht worden.
Foto: dpa/Symbolbild
Was wir bereits wissen
Rechtsextreme sind in eine noch leerstehende Flüchtlingsunterkunft in Dortmund-Wickede eingebrochen. Sie hinterließen Aufkleber mit rechten Parolen.

Dortmund.. Unbekannte sind in der Nacht zu Donnerstag in eine noch leerstehende Flüchtlingsunterkunft in Dortmund eingedrungen. Bei den Tätern handelt es sich offenbar um Neonazis. Sie hinterließen Aufkleber mit ausländerfeindliche Parolen. „Ausländer rein? Wir sagen Nein“ und „Antifa Gruppen zerschlagen“ steht auf den Stickern, die nun an Spiegel, WC-Trennwand und einem Notausgangsschild kleben.

Auf einer rechtsgerichteten Internetseite kommentiert ein Nutzer Bilder die Tat: „Haben die Bauarbeiter die hübschen Aufkleber angebracht? Wissen die Asylanten gleich, dass sie nicht erwünscht sind – TOLL!“ Das Containerdorf in Wickede ist neu errichtet und fertig zum Bezug. In Kürze sollten hier Flüchtlinge einziehen.

Neonazi-Szene Die Stadt Dortmund hat Strafanzeige erstattet. Der Staatsschutz ermittelt.

Neue Sonderkommission der Dortmunder Polizei

In den vergangenen Tagen und Wochen waren immer wieder Bürger, Asylbewerber und Journalisten in Dortmund von Neonazis bedroht worden.

Die Polizei reagiert auf die Zunahme an Vorfällen mit einer neuen Sonderkommission. Die Soko "Rechts", die bislang bestehende Ermittlungseinheit ablöst, soll den Ermittlungs- und Kontrolldruck auf die rechtsextreme Szene „dauerhaft hochhalten“. Das kündigte Polizeipräsident Gregor Lange am Donnerstag an.