Neonazi-Vorwürfe gegen Ordner - jetzt spricht der BVB

Der BVB wehrt sich gegen den Vorwurf, der Ordnungsdienst sei von Neonazis unterwandert.
Der BVB wehrt sich gegen den Vorwurf, der Ordnungsdienst sei von Neonazis unterwandert.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Borussia Dortmund hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, sein Ordnungsdienst sei von Rechtsradikalen unterwandert. Ein Ordner sei sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe vorläufig suspendiert worden. Alle 800 Ordner wird der BVB anschreiben und auf die "demokratischen Spielregeln" hinweisen.

Borussia Dortmund Borussia Dortmund wehrt sich gegen den Vorwurf der Unterwanderung seines Ordnungsdienstes durch Rechtsradikale. Nach einer internen Sitzung am Montag hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in ei­ner Videobotschaft Stellung zu den bei Spiegel Online erhobenen Vorwürfen bezogen. Er sagt: „In dem einen konkreten Fall des beschuldigten Ordners muss man festhalten, dass dort Aussage gegen Aussage steht. Das wird sich gerichtlich klären.“

Ordner vorläufig suspendiert

Dortmund.. Ordner Sascha N. soll laut Spiegel Online Mitglied der als gewalttätig und rechtsradikal bekannten Gruppierung „Northside“ sein und beim jüngsten Derby einen Schalke-Fan zusammengeschlagen haben. N. hat dies vehement bestritten. Er ist sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe vorläufig suspendiert worden.

„Insgesamt“, sagt Watzke, „sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir eine rechtsradikale Unterwanderung unseres Ordnungsdienstes nicht sehen.“ Dennoch ist am Montag ein Maßnahmenpaket beschlossen worden. Kernpunkt: Der BVB wird alle seine knapp 800 Ordner einzeln anschreiben und darauf hinweisen, „dass sich jeder, der bei uns beschäftigt ist, zu den demokratischen Spielregeln bekennen muss“, so Watzke. Der BVB-Boss will künftig noch intensiver hinschauen und hat weitere Maßnahmen angedeutet, die er aber nicht der Öffentlichkeit mitteilen könne, „weil das die Sache erschweren würde“.