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Neonazi-Vorwürfe gegen Ordner - jetzt spricht der BVB

18.12.2012 | 06:56 Uhr
Der BVB wehrt sich gegen den Vorwurf, der Ordnungsdienst sei von Neonazis unterwandert.Foto: imago

Dortmund.   Borussia Dortmund hat sich gegen den Vorwurf gewehrt, sein Ordnungsdienst sei von Rechtsradikalen unterwandert. Ein Ordner sei sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe vorläufig suspendiert worden. Alle 800 Ordner wird der BVB anschreiben und auf die "demokratischen Spielregeln" hinweisen.

Borussia Dortmund
BVB soll Nazis als Ordner beschäftigen

Borussia Dortmund wird vorgeworfen, dass unter den Stadion-Ordnern auch Rechtsradikale seien. Ein Ordner soll beim jüngsten Revierderby einen Schalke-Fan zusammengeschlagen und danach sogar noch angezeigt haben. Der BVB erklärt, davon nichts zu wissen. Der Ordner bestreitet die Vorwürfe.

Borussia Dortmund wehrt sich gegen den Vorwurf der Unterwanderung seines Ordnungsdienstes durch Rechtsradikale. Nach einer internen Sitzung am Montag hat Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in ei­ner Videobotschaft Stellung zu den bei Spiegel Online erhobenen Vorwürfen bezogen. Er sagt: „In dem einen konkreten Fall des beschuldigten Ordners muss man festhalten, dass dort Aussage gegen Aussage steht. Das wird sich gerichtlich klären.“

Ordner vorläufig suspendiert

Ordner Sascha N. soll laut Spiegel Online Mitglied der als gewalttätig und rechtsradikal bekannten Gruppierung „Northside“ sein und beim jüngsten Derby einen Schalke-Fan zusammengeschlagen haben. N. hat dies vehement bestritten. Er ist sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe vorläufig suspendiert worden.

Video
Dortmund, 17.12.12: Der BVB Geschäftsführer Hans Joachim Watzke, äußert sich im Interview mit "BVB Total" zu dem vermeintlich rechtsextremen Ordner im Sicherheitsdienst.

„Insgesamt“, sagt Watzke, „sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir eine rechtsradikale Unterwanderung unseres Ordnungsdienstes nicht sehen.“ Dennoch ist am Montag ein Maßnahmenpaket beschlossen worden. Kernpunkt: Der BVB wird alle seine knapp 800 Ordner einzeln anschreiben und darauf hinweisen, „dass sich jeder, der bei uns beschäftigt ist, zu den demokratischen Spielregeln bekennen muss“, so Watzke. Der BVB-Boss will künftig noch intensiver hinschauen und hat weitere Maßnahmen angedeutet, die er aber nicht der Öffentlichkeit mitteilen könne, „weil das die Sache erschweren würde“.

Nils Hotze



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