Neonazi-Banner auf Südtribüne: 26-Jähriger freigesprochen

Im Sommer 2012 wurde der Nationale Widerstand Dortmund verboten. Kurz darauf tauchte im Stadion ein Banner auf. Der Text: "Solidarität mit dem NWDO." Bestraft werden kann der mutmaßliche Initiator aber nicht. Er wurde am Donnerstag freigesprochen - aus formalen Gründen.

Dortmund.. Es war der Abend des 24. August 2012. Der BVB spielte vor ausverkaufter Kulisse gegen Werder Bremen. Plötzlich tauchte auf der Südtribüne ein fünf Meter breites Banner auf. Es musste von mehreren Leuten gehalten werden.

Laut Staatsanwaltschaft war es der Angeklagte, der die Aktion initiiert hat. Der Text war in schwarzer und roter Schrift geschrieben: "Solidarität mit dem NWDO". Zu den Mitgliedern des Nationalen Widerstands Dortmund zählte der 26-jährige Lüner aber nicht.

War das Verbotausgehändigt worden?

Im Prozess vor dem Dortmunder Landgericht ging es nur um eine einzige Frage: War das Verbot des NRW-Innenministerium auch wirklich allen 62 Mitgliedern des NWDO ausgehändigt worden - und zwar vor der Aktion im Stadion?

Weil genau das aber nicht der Fall war - mindestens eine Person war von der Polizei nicht angetroffen worden - war das Verbot laut Urteil noch nicht offiziell in Kraft. Der Richter: "Damit war die Aktion noch nicht strafbar."