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Rechtsradikale

Nazis demonstrierten unter Ausschluss der Öffentlichkeit

23.12.2012 | 17:29 Uhr
Nazis demonstrierten unter Ausschluss der Öffentlichkeit
Neonazise demonstrierten am Sonntag in Dortmund.Foto: WAZ Fotopool

Dortmund.  Die Partei "Die Rechte" hatte am Sonntag zu Demonstrationen vor den Häusern von Dortmunder Politikern aufgerufen. Bei Regen und tristem Wetter nahm jedoch kaum ein Mensch Notiz von den Rechtsradikalen.

Vor den Häusern dreier Dortmunder Politiker wollte die Partei "Die Rechte" um die drei Dortmunder Neonazis Dennis Giemsch, Michael Brück und Siegfried Borchert am Sonntag demonstrieren. Als Ziele hatten sich die Rechtsradikalen OB Ullrich Sierau, NRW-Integrationsminister Guntram Schneider und die grüne Vize-Fraktionschefin im Landtag Daniela Schneckenburger ausgeguckt.

Bei teils strömendem Regen fanden sich nach Polizeiangaben 95 Rechte an den drei Demonstrations-Standorten ein. Zum Auftakt versammelten sich die Nazis in Dortmund-Wambel, um ihre Propaganda im erweiterten Wohnumfeld von Daniela Schneckenburger zu verbreiten. Kundgebungen in unmittelbarer Nähe der Politiker-Wohnungen hatte die Polizei untersagt. Die Versammlung fand nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Lediglich zehn Gegendemonstranten und einige Anwohner machten ihrem Unmut friedlich Luft - "Die haben doch nen Knall", sagte eine ältere Passantin kopfschüttelnd, als sie die verquere Nazi-Propaganda hörte.

Auch die Kundgebungen in der südlichen Innenstadt gingen von den Dortmundern weitgehend unbemerkt über die Bühne. Bei ihrer letzten Station wurden die Demonstranten allerdings von Anwohner mit Trillerpfeifen und Buh-Rufen empfangen. (we)

Stefan Reinke



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