Nazi-Verdacht - Feuerwehr wird Ex-Amtsleiter Klaus Schäfer nicht los

Klaus Schäfer in vorderster Reihe bei einer Nazi-Demo.
Klaus Schäfer in vorderster Reihe bei einer Nazi-Demo.
Foto: Franz Luthe
Was wir bereits wissen
So schnell, wie sie sich das vorstellt, wird die Stadt Dortmund ihren früheren Feuerwehr-Chef Klaus Schäfer nicht los – und vor allem nicht kostengünstig.

Dortmund.. Nach einem Auftritt bei einer Kundgebung von Neo-Nazis vor zweieinhalb Jahren hatte die Stadt den Leitenden Branddirektor vom Dienst suspendiert - und liegt seitdem mit dem früheren Amtsleiter vor Gericht im Clinch. Dort hat Schäfer nach Informationen der Ruhr-Nachrichten jetzt einen ersten Teilerfolg erzielt. Die für höhere Beamte zuständige Disziplinarkammer beim Verwaltungsgericht Münster soll der Klage Schäfers auf Rückkehr in den Dienst und Rückzahlung jener 30 Prozent seiner Bezüge, die die Stadt seit zweieinhalb Jahren einbehalten hatte, stattgegeben haben. Gegen die Entscheidung kann die Stadt noch Rechtsmittel einlegen.

Das Gericht soll der Stadt bereits zu verstehen gegeben haben, dass ihre Klage mit dem Ziel, Schäfer vorzeitig und unter Kürzung der Bezüge aus dem Dienst zu entfernen, wohl keinen Erfolg haben werde. Klaus Schäfer ist 57 Jahre alt und geht als Beamter im feuerwehrtechnischen Dienst mit 60 Jahren in Pension.