Nazi-Schläger Sven K. muss fast zwei Jahre in Haft

Prozess gegen den Neonazi Sven K. (links) im Landgericht Dortmund.
Prozess gegen den Neonazi Sven K. (links) im Landgericht Dortmund.
Foto: Knut Vahlensieck
Was wir bereits wissen
Wegen gefährlicher Körperverletzung muss Nazi-Schläger Sven K. (25) fast zwei Jahre in Haft. Auf dem Weihnachtsmarkt hatte er einen Türken niedergeschlagen. Es ist nicht sein erster Gefängnis-Aufenthalt: Wegen des Mordes an Punker „Schmuddel“ saß er schon fünf Jahre.

Dortmund.. Er hat bereits in der Vergangenheit sieben Jahre Jugendstrafe kassiert, weil er einen Punker erstochen hatte. Wegen guter Führung saß Neonazi Sven K. dann jedoch nur fünf Jahre ab.

Kaum raus aus dem Gefängnis und unter Bewährung stehend, schlug er am 26. November 2011 auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt einen türkischen Jugendlichen nieder. Die Quittung bekam Sven K. am Dienstag im Landgericht Dortmund: Er muss ein Jahr und neun Monate hinter Gitter.

Sicherheitsbeamte niedergestreckt

An jenem Tag hatte er zudem einen Sicherheitsbeamten des Weihnachtsmarktes, der ihn auf der Flucht hindern wollte, mit einem Schlüssel in der Faust niedergestreckt. Bei seiner späteren Festnahme beschimpfte er die Polizisten als „dreckige Juden“.

Gericht Tritte und ein weiterer Faustschlag gegen die zwei Jugendlichen konnte das Gericht Sven K. dagegen nicht nachweisen, dafür jedoch seinen beiden rechten Kumpanen: Der eine muss ein Jahr ins Gefängnis, der andere zwei Jahre und neun Monate. Jene beiden Neonazis haben auch in Oberhausen sowie bei einer Demo in Wuppertal Menschen verletzt.

Mit einer Verwarnung und einem Wochenende Freizeitarrest kam der jüngere Bruder von Sven K. davon: Er hatte damals auf dem Weihnachtsmarkt eine Frau bespuckt.