Nazi nach Demo in Dortmund wegen Körperverletzung verurteilt
05.01.2011 | 17:07 Uhr 2011-01-05T17:07:00+0100
Dortmund.Ein Nazi aus Dortmund ist am Mittwoch (5. Januar 2011) in zweiter Instanz vom Dortmunder Landgericht wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt worden. Vor einer Demo gegen Rechts hatte der 32-Jährige Nazi im September 2008 einen linken Studenten geschlagen.
Außerdem muss der Rechte dem Opfer 800 Euro Schmerzensgeld zahlen und für eventuelle Spätfolgen aufkommen, die nach dem Faustschlags auf das Auge auftreten könnten. Der Rechte kam nur auf den ersten Blick gesehen mit den 1000 Euro Geldstrafe besser davon als in erster Instanz im Amtsgericht. Hier sollte er 2800 Euro Strafe zahlen. Denn trotz der geringeren Summe gilt der bisher unbescholtene Mann jetzt als vorbestraft: Angesichts der Verletzungen hielt es die 45. Strafkammer für angemessen, die Anzahl der Tagessätze von ursprünglich 80 auf 100 zu erhöhen. „Ein Schlag mit der Faust aufs Auge ist erheblich“, erklärte der Vorsitzende Richter Meinhard Northoff. Andererseits hatte der Neonazi in der Zwischenzeit seinen Job in der Kfz-Branche verloren, das Gericht musste daher von einem geringeren Einkommen des jungen Vaters ausgehen und die Höhe der Tagessätze entsprechend senken.
Ohne jegliche Vorwarnung angegriffen
Während Verteidiger Andre Picker Freispruch gefordert hatte, war es nach Überzeugung des Gerichtes der Angeklagte, der am 4. September 2008 auf dem Westenhellweg unvermittelt und ohne jegliche Vorwarnung den Studenten angriff. Ein weiterer, unbekannt gebliebener Täter riss dessen Bekannte zu Boden. Über das Motiv konnte auch das Gericht nur mutmaßen: „Möglich ist ein Denkzettel“, so der Vorsitzende Richter Meinhard Northoff. Ein Denkzettel dafür, dass die Bekannte, eine Aktivistin in der Antifa-Szene, auch diesmal wieder die Flugblatt-Aktion der Rechten gestört hatte. „Ja, ich habe Passanten angesprochen und sie gefragt, ob sie überhaupt wissen, was sie da in der Hand halten. Wenn möglich, habe ich die Flugblätter auch wieder eingesammelt“, sagte die junge Frau als Zeugin vor Gericht.
Opfer hat den Rechten zweifelsfrei wiedererkannt
Nach dieser Aktion schlenderte sie mit dem Studenten über den Westenhellweg. Dann der plötzliche Überfall. Beide haben den Rechten wiedererkannt. Ob er jedoch auch dabei war, als der Student an der nächsten Ecke von mehreren Neonazis zusammengeschlagen wurde, ist unklar. Eine andere Frau, angeblich ebenfalls ein Opfer, blieb dem Prozess trotz anderslautender Ankündigung fern. Aus Angst, wie sie fernmündlich mitteilte.
14:57
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13:18
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13:12
Aha - ein Rechter greift also ohne Vorwarnung und Grund ( und somit ohne Vorgeplänkel oder vorhergehenden verbalen Disput ) einen linken Studenten an, der einfach nur durch die Gegend läuft...sehr aufschlussreich. Frag ich mir, warum es dann überhaupt zu dem Angriff gekommen sein soll - trug der Student ein T-Shirt linker Student, das ihn als mögliches Feindbild auswies und somit quasi zur Zielscheibe machte ?
„Möglich ist ein Denkzettel“ - stimmt, möglich ist auch das kleine grüne Männchen auf der Erde landen, das die beiden Kläger einstimmig den Beklagten identifizieren ist bei dieser Art Prozess gegen den politschen Feind wohl auch wenig verwunderlich.
Apropos Spätfolgen am Auge - der Student wurde doch laut Artikel wenig später an der nächsten Ecke von Rechten zusammen geschlagen - woher wissen Staatsanwalt und Richter denn jetzt, wer ihm das dicke Auge geschlagen hat ? Kann das nicht auch erst an der nächsten Ecke passiert sein ? Witzig finde ich auch, das die Kläger den Angeklagten zwar dem ersten Angriff klar zuordnen konnten, aber ihn beim zweiten Angriff nicht identifizieren konnten bzw ob er überhaupt dabei war, ihn aber beim Prozess ohne Probleme identifizieren konnten... sehr skurril alles.
Naja - nun ist ein verhasster politischer Gegner ( der bis dahin als unbescholtener Bürger galt, also anscheinend weder als Rechter, noch als Gewalttäter bekannt war !!! ) ein vorbestrafter, arbeitsloser und verbriefter Rechter - würde sagen : die gute Sache hat mal wieder einen Sieg davon getragen, Deutschland ist ( fast ) gerettet...
10:50
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08:40
Hätte er einen Obdachlosen totgeschlagen, wäre er mit einem Jahr auf Bewährung deutlich besser weggekommen.
08:21
Und so was vermehrt sich....
08:11
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08:09
War es jetzt ein Nazi,ein Neonazi oder ein Rechter?
Zumindest beim Nazi würde ich mich sehr wundern,da der Krieg schon ein paar Tage länger vorbei ist, aber der Täter erst 32 Jahre alt ist!
08:07
Danke Herr Pradel, dass sie uns die Sichtweise der NPD MK über objektiven, ausgewogenen und neutralen Journalismus nahebringen wollen... wann wird ihre Partei eigentlich verboten?
Die Solidarisierung mit alkoholkranken und gewaltätigen Kriminellen, die sich autonome (sic!) Nationalisten nennen, zeigt wieder einmal deutlich, dass ihrr demokratische Fassade nur dás Schafsfell des Wolfes ist.....
08:06
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