Nashorn Alex vertreibt die Angst
09.09.2010 | 18:32 Uhr 2010-09-09T18:32:00+0200
Dortmund.Es nennt sich Alex, hat ein großes Horn im Gesicht, flauschig weiches Fell und ist das neue Maskottchen der Dortmunder Kinderklinik.
Doch das Nashorn mit Flügeln, das an das Wahrzeichen des Dortmunder Konzerthauses angelehnt ist, soll nicht nur als Kuscheltier die kleinen Patienten aufmuntern, es ist zugleich auch Protagonist in einem Mini-Buch mit dem Titel „Do-Rhino Alex entdeckt die Kinderklinik“. Gedruckt wurde es von der Dortmunder Firma „Dicke & Partner“, das jedoch unentgeltlich. Für Geschäftsführerin Karin Dicke zählt das soziale Engagement und die Freude, die sie den Kindern in der Klinik mit dem kleinen Buch bereiten will.
Doch es soll die kleinen Patienten nicht nur vom Klinikalltag ablenken, sondern ihnen auch Abläufe im Krankenhaus erklären und ihnen die Angst davor nehmen. Erzählt wird dies mit Hilfe des kleinen Nashorns Alex, das durch Zufall auf dem Dach der Kinderklinik landet. Nach und nach lernt er das Leben im Krankenhaus, die Kinder dort sowie die Ärzte und Krankenschwestern kennen. „Durch die Figur des Nashorns Alex verliert Vieles seine Schwere. Man kann schmunzeln und verdaut das alles besser“, erklärt Prof. Dr. Dominik Schneider, Chefarzt der Kinderklinik. Auch er ist begeistert vom neuen Maskottchen und hat schon viele Ideen für weitere Geschichten. Eine Fortsetzung ist bereits geplant. Zwei- bis dreimal pro Jahr soll in Zukunft ein kleines Buch über „Do-Rhino“ Alex erscheinen. Zudem wird mit einer Buchhandlung in Dortmund verhandelt, wo dann auch Nicht-Patienten das Buch kaufen können. Momentan ist es nur in der Kinderklinik zu erwerben.
Seinen ersten offiziellen Auftritt hat Nashorn Alex übrigens am kommenden Samstag. Dann findet das alljährliche Kinderfest der Kinderklinik in der Humboldtstraße statt. Für zehn Euro kann man dort Alex als Plüschrhinozeros kaufen. „Eigentlich kostet das Nashorn nur fünf Euro, aber so kauft man gleich ein zweites Tier mit, das dann ein Kind in der Klinik geschenkt bekommt“, erklärt Chefarzt Schneider.
Er will mit Hilfe des neuen Maskottchens auch deutlich machen, dass die Kinderklinik kein normales Krankenhaus ist. „Vieles ist hier lustiger, hier ist eine super Stimmung. Als ich das erste Mal in meinem Leben die Kinderstation betreten habe, wurde ich direkt von einem Dreirad überfahren.“
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