Nach Rohrbruch Flutwelle im Keller
13.02.2012 | 17:48 Uhr 2012-02-13T17:48:00+0100
Dortmund. Als Isolde Kampmann die Kellertreppe hinunterstieg, kam ihr schon der Kühlschrank entgegengeschwommen. Das Wasser stand fast zwei Meter hoch, überall schwammen Einzelteile. Die Ursache: Ein Wasserrohrbruch.
„Es sah aus wie eine Flutwelle im Keller“, erinnert sich die 72-Jährige. Kurz darauf, es war etwa halb vier in der Nacht zu Sonntag, war die Akazienstraße in Wambel voll von Rettungskräften. Der Grund: Unterhalb des Bürgersteigs war eine Wasserleitung gebrochen und hatte etliche Keller überflutet .
Isolde Kampmann und ihren Mann hatte der Rohrbruch besonders schlimm getroffen: Ihr Haus war teilweise unterspült worden, so dass zunächst Einsturzgefahr bestand. Unverzüglich mussten sie das Haus verlassen, Rettungskräfte untersuchten das Gebäude von oben bis unten. „Für meinen Mann war das ein totaler Schock“, sagt Isolde Kampmann, noch in der Nacht musste er ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Möglicherweise vorhersehbar
Was die Bewohner der Akazienstraße ärgert, ist, dass man den Rohrbruch möglicherweise hätte vorhersehen können. „Wir haben hier schon seit Jahren Probleme“, sagt eine Anwohnerin, „wir haben sogar schon mal Unterschriften dafür gesammelt, dass die Leitungen endlich saniert werden, aber nichts ist geschehen.“
DEW21-Sprecherin Sabine Poschmann erklärt, damals habe man keine Veranlassung gesehen, die Leitungen zu sanieren. „Wenn in letzter Zeit in der Straße Schäden aufgetreten sind, dann hauptsächlich an den Absperrorganen“, so Poschmann. „Das Rohr selbst war zuletzt vor 15 Jahren beschädigt.“
Trotz der chaotischen Szenen mitten in der Nacht loben Isolde Kampmann und die anderen Anwohner das besonnene und hilfsbereite Vorgehen der Rettungskräfte. Selten hätten sie so umsichtige, höfliche und gut organisierte Helfer erlebt, berichten mehrere Anwohner.
Einsturzgefahr gebannt
Isolde Kampmann ist derweil bei ihrer Tochter untergekommen. Zwar besteht keine Einsturzgefahr mehr für ihr Haus, trotzdem wird sie es in den nächsten vier bis sechs Wochen nicht betreten können. Dennoch wirkt sie sehr gefasst, spricht ruhig und mit kräftiger Stimme. „Fast auf den Tag genau vor 67 Jahren habe ich die Luftangriffe auf Dresden überlebt“, sagt sie. „Wenn man das mitgemacht hat, weiß man, dass es das Wichtigste ist, am Leben zu sein – alles andere kann man ersetzen.“
11:06
Insider warnen schon seit Jahren, dass die DEW21 zu geringe Aufwendungen für die Erneuerung und Reparatur des in die Jahre gekommenen Leitungsnetzes tätigt.
Das ist allerdings auch kein Wunder, da die DEW21 und der Mutterkonzern DSW21 ständig steigende Beiträge zum völlig maroden Haushalt der Stadt Dortmund liefern müssen und defizitäre Einrichtungen wie den ÖPNV oder den Flughafen unterhalten müssen. Dazu kommt die Übertragung von ehemals städtischen Aufgaben wie die Entwicklung des Phoenixsees, der Stadtkrone oder der Hohen-Buschei, für die bei der Stadt kein Geld mehr vorhanden ist. Auch die Plünderung der Rücklagen und Kredite zum Ankauf von Gelsenwasser, der Steag-Anteile oder die Erhöhung der RWE-Aktienanteile lassen unter dem Strich das Geld für motwendige Reparaturen und Erneuerungen des Rohrnetzes fehlen.
Die Bürger dürfen das nun im wahrsten Sinn des Wortes "ausbaden".
na dann nenne sie doch mal zahlen und belegen das..oder ist das ein einfach mal in den raum stellen?