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Nach Nazi-Eklat prüft BVB lebenslanges Stadionverbot

29.08.2012 | 11:09 Uhr
Nach Nazi-Eklat prüft BVB lebenslanges Stadionverbot
Im Dortmunder Fußballstadion wurde am Freitag ein Transparent mit der Aufschrift "Solidarität mit dem NWDO" gezeigt.Foto: Jochen Linz/PiLi

Dortmund.   Borussia Dortmund verfolgt im Kampf gegen Rassismus eine Null-Toleranz-Strategie. Geschaftsführer Hans-Joachim Watzke will der Polizei helfen, den braunen Sumpf trockenzulegen. Am Freitag hatten Rechstsradikale im Signal Iduna Park ein Nazi-Banner gezeigt.

Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund geht nach einem rechtsradikalen Vorfall beim Saisonstart gegen Werder Bremen (2:1) in die Offensive. "Borussia Dortmund verurteilt jegliche Form von Rechtsradikalismus und Rassismus in schärfster Form und wird gemeinsam mit der Polizei alle zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen, um gegen die Urheber dieser und ähnlicher Aktionen vorzugehen", sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Beim Heimspiel am vergangenen Freitag gegen Bremen zeigten Rechtsradikale ein Transparent mit dem Schriftzug "Solidarität mit dem NWDO" . Das ist eine Abkürzung für die Gruppierung "Nationaler Widerstand Dortmund". Diese rechts gerichtete Vereinigung, die der NPD nahe steht, war erst vor wenigen Tagen verboten worden.

Tatverdächtiger ist dem Staatsschutz bekannt

Bei einem bereits ermittelten Tatverdächtigen handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 27 Jahre alten Dortmunder . Der Mann sei dem Staatsschutz als Rechtsextremist zuvor schon mehrfach im Zusammenhang mit Fußballspielen aufgefallen, heißt es in einer Pressemitteilung des BVB. Der Verein hatte der Polizei Videomaterial zur Verfügung gestellt. Auf dem Video ist ein Mann mit Sonnenbrille zu sehen, der ein gelbes T-Shirt mit der Aufschrift „Super 3“ trägt. Die Ermittlungen würden der Staatsanwaltschaft in Dortmund übergeben. Es müsse geprüft werden, ob das Zeigen des Banners von strafrechtlicher Relevanz ist.

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Der 27-Jährige wird durch Borussia Dortmund ab sofort mit einem Stadionverbot belegt. Es ist der Anspruch und der Wunsch des Deutschen Meisters, dieses Stadionverbot nach Prüfung der rechtlichen Gegebenheiten in lebenslanger Form auszusprechen.

Watzke will den Nazi-Sumpf trockenlegen

Dortmunds Fußball-Boss Watzke betonte, dass der BVB ein weltoffener und toleranter Verein sei, der sich durch vielfältige Aktionen seit Jahrzehnten für den Kampf gegen Rassismus stark mache und sich gegen die Diskriminierung von Minderheiten wende. "Diese Werte sind für uns nicht verhandelbar, daher werden wir bei der Verfolgung von Zuwiderhandlungen eine Null-Toleranz-Strategie verfolgen und diesen Sumpf trockenlegen", sagte Watzke.

Zudem hat Borussia Dortmund am Mittwoch sowohl die Stadt Dortmund als auch die Dortmunder Polizei zu einem „Runden Tisch“ geladen. „Wir werden uns sehr zeitnah – und auch mit anderen Institutionen, die an der Durchführung eines Bundesligaspiels beteiligt sind – zusammensetzen, und darüber diskutieren, wie wir effektiver gegen rechtsextreme Tendenzen auf den Tribünen vorgehen können“, betont Dr. Christian Hockenjos, Direktor Organisation beim BVB.(mit dapd)

Kommentare
30.08.2012
20:02
Burkinho,
von ModemHamster | #22

im Prinzip hast Du vollkommen recht. Ein unverkrampfteres Umgehen mit rechtem Gedankengut würde unserer Gesellschaft gut tun. So lange alle denken...
Weiterlesen

1 Antwort
richtig
von westfaIenborusse | #22-1

Die Spieler sollten eine Kampagne gegen "rechts" starten.
Intelligente Burschen, wie Hummels oder Reus, würden
glaubwürdig rüber kommen.

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Nach Nazi-Eklat prüft BVB lebenslanges Stadionverbot
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/nach-nazi-eklat-prueft-bvb-lebenslanges-stadionverbot-id7036988.html
2012-08-29 11:09
Borussia Dortmund,Hans-Joachim Watzke,Nazis,Rechtsextremismus,Fußball-Bundesliga
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