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Nach der Fusion bleibt der Vorstand auf dem Teppich

23.01.2013 | 00:11 Uhr
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Zufriedenheit und auch ein wenig Stolz ist Martin Eul, dem Vorstandsvorsitzenden der Dortmunder Volksbank anzumerken, nachdem die Fusion mit der Volksbank Hamm in trockenen Tüchern und ab dem 1. Januar dieses Jahres vollzogen wird. Aber Eul bleibt mit seinen Vorstandskollegen auf dem Teppich: Nach einem „wirklich gutem Jahr 2012“ und einer fünfjährigen intensiven Wachstumsphase müsse man davon ausgehen, „dass die guten Zahlen der Vergangenheit sich nicht beliebig fortschreiben lassen.“

Auch 2012 wuchs die Volksbank über dem NRW-Durchschnitt: Um 258 Mio Euro (plus 6 %) auf knapp 4,6 Mrd. Euro stieg die Bilanzsumme. Die Einlagen erhöhten sich um 171 Mio auf 3,66 Mrd. Euro (plus 4,9 %) . Die Genossenschaftsmitglieder können sich auch fürs Geschäftsjahr 2012 auf eine Rendite von 6 % vorbereiten. Um 12 000 auf 84 000 stieg 2012 die Zahl der Genossenschaftsmitglieder, die maximal fünf Anteile in Höhe von je160 Euro erwerben können.

Mit Blick auf die Fusion mit der Volksbank Hamm betont Eul: „Zwei starke Banken haben sich zusammengetan.“ Zusammen werden nun knapp 1000 Mitabeiter beschäftigt (davon 250 in Hamm). Vor der Fusion wurde zugesichert, dass es für die nächsten fünf Jahre keine Kündigungen geben wird. Weiter wachsen im sich verschärfenden Wettbewerb, sei das Ziel. Die Dortmunder Volksbank hat in den vergangenen fünf Jahren rund 100 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Die Aufgabe, mit Geld Geld zu verdienen, werde aus drei Gründen immer schwieriger, so Eul: Erstens gebe es einen „nie dagewesenen Wettbewerb und einen nie dagewesenen Margenverfall“, auch weil die überregionalen Banken das Privatkundengeschäft wiederentdecken und ganz bewußt dort Verluste in Kauf nähmen. Zweitens produziere die Politik durch neue Vorschriften (demnächst „Basel III) Kosten für die Banken, weil diese spezialisierte Abteilungen einrichten müssen. Drittens „fallen die Zinsen am langen und kurzen Ende auf ein historisches Tief.“

Dennoch sei man gut gerüstet: mit 18,9 Prozent Eigenkapitalquote. Eul: „Das ist schon ein schönes Wort zum Sonntag. Der Vorstandschef der Dortmunder Volksbank rechnet damit, dass sich in den nächsten zwei bis drei Jahren einige kleinere Volksbanken in der Umgebung SOS-funkend an Schwesterinstitute wenden müssen, um im sicheren Fahrwasser zu bleiben. Allein könnten einige die Anforderungen von Basel III, die Kosten aber keine Erlöse brächten, nämlich kaum schultern.

Klaus Buske

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