Mutter wegen Missbrauch an 3-jähriger Tochter vor Gericht

Wegen Missbrauch an einer Dreihjährigen stehen die Mutter des Kindes und ihr Freund vor Gericht.
Wegen Missbrauch an einer Dreihjährigen stehen die Mutter des Kindes und ihr Freund vor Gericht.
Wegen schweren sexuellen Missbrauchs, begangen an einer Dreijährigen, müssen sich seit dem 9. August die Mutter des Kindes und deren Freund vor dem Landgericht verantworten. Aufgeflogen ist die Sache durch Fotos, die der leibliche Vater der Kleinen entdeckt hatte. Er alarmierte damals sofort das Jugendamt.

Dortmund.. Was dieser Mutter (29) und ihrem Lebensgefährten (30) vorgeworfen wird, klingt ungeheuerlich: schwerer sexueller Missbrauch eines Kleinkindes – der dreijährigen leiblichen Tochter der Angeklagten.

Von November 2011 bis zu ihrer Festnahme Mitte Februar 2012 sollen sie das kleine Mädchen in einer Weise missbraucht haben, wie es selbst die leidgeprüfte Große Jugendschutzkammer des Landgerichtes selten zu hören bekommt.

Dreijährige lebt inzwischen in einer Pflegefamilie

Die Staatsanwaltschaft spricht von „beischlaf-ähnlichen Handlungen“ in fünf Fällen, die in der angeklagten Tatzeit in der Wohnung des Paares in Hörde geschehen sein sollen. Die Mutter hat sich laut Anklage teilweise aktiv an den scheußlichen Übergriffen beteiligt, in einigen Fällen soll sie danebengestanden und die Übergriffe ihres Freundes auf die kleine Tochter tatenlos mitangesehen und geduldet haben.

Und damit nicht genug: Beide sollen die angeklagten widerlichen Handlungen an dem wehrlosen Kind auch gefilmt haben – was dem Leidensweg der Dreijährigen letztlich ein Ende bereitete.

Der Vater fand DVD und alarmierte das Jugendamt

Der leibliche Vater der Kleinen hatte die Aufnahmen in der Wohnung des Paares in Hörde entdeckt und sofort das Jugendamt alarmiert. Das kleine Mädchen kam in eine Pflegefamilie, die beiden Angeklagten sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Insgesamt hat die Angeklagte vier Kinder, die beiden älteren leben beim leiblichen Vater, die jüngeren in Pflegefamilien. Der Lebensgefährte ist, was Kinderpornografie betrifft, kein unbeschriebenes Blatt. Die Kammer überlegt daher, ein weiteres Verfahren gegen ihn zu verbinden.

Gestern zum Prozessbeginn wurde nur die Anklage verlesen. Ab dem nächsten Verhandlungstag, dem 29. August, wollen sich beide äußern. Der Prozess ist bis Ende Oktober terminiert.

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