Mutter von Dirk W. weint bei Zeugenaussage

In diesem Wohnkomplex im Clarenberg ereignete sich die Tat.
In diesem Wohnkomplex im Clarenberg ereignete sich die Tat.
Foto: Oliver Schaper
Was wir bereits wissen
Mit Tränen in den Augen hat sich die Mutter von Dirk W. am Dienstag vor dem Landgericht an den dramatischen ersten Weihnachtstag erinnert. Die Rentnerin fand ihren Sohn tot in dessen Wohnung am Clarenberg.

Dortmund-Hörde.. "Er war ganz kalt. Ich hab nur gerufen: Wach doch auf!", schluchzte die Zeugin. Das Gewaltverbrechen, dem der 43-Jährige zum Opfer fiel, gibt weiter große Rätsel auf.

Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass Dirk W. seinen späteren Mörder am Heiligabend traf und dann mit nach Hause nahm, weil man sich zum Sex verabredet hatte. So richtig passen würde das zu dem 43-Jährigen jedoch offenbar nicht. Weder die Eltern noch der Bruder oder Nachbarn können sich daran erinnern, dass Dirk W. jemals Fremde mit nach Hause genommen hatte.

Wenngleich der Bruder einräumte: "Er war sehr gutgläubig, leicht zu beeinflussen." Dass der 43-Jährige ermordet worden war, war auch für die Eltern nicht auf den ersten Blick ersichtlich.

Äußerst ungewöhnlich

Obwohl die Auffindesituation der Leiche vor dem Bett schon äußerst ungewöhnlich war. Und noch etwas fiel der Mutter sofort auf: Im Wohnzimmer brannte Licht, und der Kleiderschrank stand offen. "Da fehlten Jacken", sagte sie den Richtern. Laut Anklage hat der Asylbewerber Dirk W. getötet und anschließend die Jacken mitgenommen.