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Mutter soll viel über den Tod gesprochen haben

13.06.2007 | 08:00 Uhr

Im Mordprozess berichten Liebhaber von "imaginären Freunden und Bekannten" der Angeklagten

Im Babymord-Prozess sagten gestern zwei Liebhaber der Mutter aus, die ihre drei Kinder erstickt haben soll. Rechnet man ihren Ex-Ehemann und den Vater des dritten Kindes hinzu, stehen schon vier Männer auf der Liste, mit denen sie seit 2001 eine Beziehung gehabt haben soll.

Nach Aussage der Männer kannten sich die Nebenbuhler vom Sehen. Mit der Treue soll es die Angeklagte nicht so genau genommen haben. Seitensprünge bezeichnete sie als "einmalige Rückfälle".

Den Rettungssanitäter (38) hatte die 27-Jährige Anfang 2004 im Internet kennen gelernt. Mehrfach habe sie ihren Sohn Kevin zu ihm mitgenommen, über dessen Tod im April 2004 aber kaum gesprochen. Die Durchsuchung seiner Wohnung im Anschluss sei überraschend gekommen. Die Polizei hatte damals den Verdacht, er könne Medikamente besorgt haben und für Kevins Tod mit verantwortlich sein.

Ebenso wie sein Nebenbuhler, Diplom-Pädagoge (44), berichtete der Sanitäter von "imaginären Freunden und Bekannten" der Angeklagten, durch die sie "Todesfantasien" ausgelebt habe. In "langwierigen und dramatischen Geschichten" habe sie von Unfällen, Aids-Toden und Sterbehilfe an einer Freundin erzählt.

"Der Tod spielte in ihren Erzählungen öfter eine Rolle", meinte auch der Diplom-Pädagoge, der ab Oktober 2004 eine knapp einjährige Beziehung zur Angeklagten hatte. Nur über die toten Kinder sprach sie kaum, gab "ungewöhnlich wenig von sich preis".

Ohne Führerschein hatte sie sich während dieser Beziehung einmal hinters Steuer gesetzt und einen Unfall gebaut. "Angeblich hatte sie die Kurve nicht gekriegt. Aber anhand der Spuren hatte ich den Verdacht, dass sie gezielt auf den Strommast zugefahren ist", so der Pädagoge. Manchmal sei ihm die Angeklagte "leicht depressiv" vorgekommen. bel Verdacht: Gezielt auf den Strommast zugefahren

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