Amtsgericht
Mutter soll Schulferien verlängert haben
30.07.2010 | 17:42 Uhr 2010-07-30T17:42:00+0200
Dortmund.Sieben Tage mehr Weihnachtsferien als der Rest der Klasse: Marvin (12) wird es gefreut haben, Mama allerdings bekam jede Menge Ärger – soll sie doch die freie Zeit möglich gemacht haben. Laut Staatsanwaltschaft hat die 43-Jährige die Daten eines ärztlichen Attestes geändert. Wegen Urkundenfälschung landete die Mutter jetzt auf der Anklagebank des Amtsgerichtes.
Unbestritten ist, dass Marvin kurz vor den Weihnachtsferien krank wurde. Ein Arzt hatte den zwölfjährigen Jungen vom 16. bis zum 18. Dezember 2009 krankgeschrieben. Da die Ferien planmäßig erst am 24. Dezember begannen, hätte der Junge also noch ein paar Tage die Schulbank drücken müssen. Doch Marvin fehlte – wie auch am ersten Schultag, dem 7. Januar.
Vorwurf der Urkundenfälschung
Stattdessen bekam die Schuldirektorin ein Attest vorgelegt, auf dem Marvin plötzlich vom 16. Dezember bis zum 11. Januar krankgeschrieben war. Doch sei damals alles mit rechten Dingen zugegangen, meinte die Mutter immer wieder vor Gericht. Die Direktorin habe nur einiges falsch verstanden.
Streit mit der Schuldirektorin
Den Vorwurf, eigenmächtig in dem ärztlichen Schreiben herumkorrigiert und es dann kopiert zu haben, wies die Angeklagte entschieden von sich: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass es sich um Aufzeichnungen, also um Daten, von mir handelt.“ Auch sei ganz klar gewesen, dass die eigentlichen Atteste noch nachgereicht werden.
Amtsrichterin Christine Weber merkte an, dass die Direktorin dann ja völlig zu Unrecht die Staatsanwaltschaft benachrichtigt hätte. Und auch bei der Vernehmung wissentlich die Unwahrheit gesagt haben müsse. „Aber wenn Sie möchten, dann machen wir jetzt einen weiteren Termin und hören beim nächsten Mal die Zeugin.“
Prozess geht weiter
Dass die Schuldirektorin gestern nicht erschien, war zwar ärgerlich, konnte der Pädagogin aber nicht angelastet werden. Hat das Gericht doch den Brief mit der Zeugenladung an die Schule geschickt - und das mitten in den Sommerferien...
Eines scheint unbenommen: „Wir hatten kein herzliches Verhältnis zueinander. In dem Gespräch ging es allgemein um das Verhalten meines Sohnes“. meinte die Mutter. Am 31.August soll nun die Direktorin gehört werden.
16:01
sollte sich der sachverhalt der urkundenfälschung als tatsache herausstellen, dann kann die fälscherin nicht hart genug bestraft werden. noch gibt es zudem die schulpflicht in deutschland, der wohl sehr häufig nicht nachgekommen wird.
18:16
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
11:28
Mein Gott was für ein Prozess, da schreibt man einen Brief dass die Dame das zu unterlassen hat und bei Ziwiderhandlung gibt es ein Strafverfahren und dann wäre der Drops gelutscht.......
Für so was ein Gericht anstrengen............ich lach mich schlapp !
11:21
Tja, da hat der Sohnemann ja das richtige Vorbild. Anstand, Respekt, Ehrlichkeit... ach so, das sind ja seit über 40 Jahren nur überflüssige Sekundärtugenden.
Und die Mutter ist sicher auch dafür, die Kopfnoten abzuschaffen...
11:01
Schnüffel Staat. Was für einen Schaden hat die Schule oder das Kind, wenn es zwei Tage eher in die Ferien geht. Die Eltern (die ja eh wegen Kind eher knapp sind) Sparen ein paar Hunderter und das Kind verpasst nichts, da in den letzten Tagen vor den Ferien eh nichts mehr sinnvolles außer Wandertag passiert. Aber der Schnüffelstaat darf so einen Ungehorsam natürlich nicht dulden. Ein Attest zu fälschen ist dann allerdings auch einfach nur dumm!
10:59
Was für ein Theater, dabei weiß doch jeder, daß der Unterricht mind. eine Woche vor Ferienanfang nur noch eingeschränkt oder gar nicht statt findet.
In den Tagen die hier zu Debatte stehen wurden doch sciherlich schon Weihnachtsfeiern zelebriert und in jeder Doppelstunde Das Leben des Brian geguckt.
10:57
Tja und da zeigt sich mal wieder die überlastetet Lehrerschaft.
DIe haben ja soooo viel zu tun und sind sooo überlastet, Ferien habe die gar nicht, das nennt sich unterrichtsfreie Zeit (Zitat meines ehemaligen Chemielehrers).
Entweder gehen Lehrer Ihren Mitmenschen (explizit Nachbarn) mit unsinnigen Forderungen, Belehrungen und anchsließenden Klagen auf den Sack oder die gehen in die Politik, siehe Sauerland und co.
Schon mal darauf geachtet wieviel ehemalige Lehrer sich in der Politik rumtreiben ? Einfach mal drauf achten.
10:42
Was erhalten die Schüler für die Fehltage, wenn der Lehrer blau macht?
09:19
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
03:39
#11 Robin Hood
Wenn Ihnen morgen Jemand völlig unsortiert was aufs Maul haut, weil Sie einfach dumm sind, schreien *Sie* doch als Erster nach Juristen und Journalisten (bei Lehrern halten Sie sich dann noch dezent zurück, kommen aber später aufs Bildungsdefizit zu sprechen). Die werden Sie aber zuerst fragen, was diese peinlichen, angeberischen Anführungszeichen vor Ihrem Nick fürn Sinn haben.