Mutmaßliche Messerstecherin wirft Opfer Vergewaltigung vor

In der Wohnung lag der lebensgefährlich verletzte Mann.
In der Wohnung lag der lebensgefährlich verletzte Mann.
Foto: René Werner / IDA News
Was wir bereits wissen
Die Frau, die in Dortmund einen 33-Jährigen mit einem Messer verletzt haben soll, wirft dem Mann vor, er habe versucht, sie zu vergewaltigen.

Dortmund.. Die Ermittlungen zur lebensgefährlichen Messerattacke auf einen 33 Jahre alten Bodelschwingher gestalten sich schwierig: Die Angreiferin wirft ihrem Opfer eine versuchte Vergewaltigung vor, die Messerstiche seien Notwehr gewesen. In Haft muss sie erst einmal nicht.

Polizei ermittelt Die 28-jährige dreifache Mutter darf erst einmal wieder nach Hause, entschied der zuständige Staatsanwalt Jörg Schulte-Göbel am Mittwoch: "Es besteht keine Fluchtgefahr", sagte er unserer Redaktion. Die Frau hatte den Mann in der Nacht zu Dienstag in dessen Wohnung mit mehreren Stichen in den Bauch lebensgefährlich verletzt. Nur eine Not-Operation rettete sein Leben.

Das Opfer der Messerstiche bestreitet vehement die versuchte Vergewaltigung. Die Frau habe ihn vielmehr unvermittelt mit dem Messer angegriffen. Beide kannten sich schon vor dem Vorfall, zusammen wohnten sie nicht.

Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung

Gegen die 28-Jährige wird weiter wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Auch den Vorwürfen der Frau gegen ihr Opfer werde nachgegangen, so Schulte-Göbel.

Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von DNA-Spuren am Tatort. Sie werden nun ausgewertet.