Mutmacher für kleine kranke Seelen
19.02.2010 | 15:56 Uhr 2010-02-19T15:56:00+0100
Dortmund. Eltern sind auf der Kinderkrebsstation K1 des Klinikums Dortmund die Mutmacher und Spielkameraden, Ratgeber und helfende Hände. Seit inzwischen 25 Jahren ist der Elterntreff leukämie- und tumorerkrankter Kinder überhaupt nicht mehr aus dem Klinikalltag wegzudenken.
Seit einem Vierteljahrhundert arbeitet der Elterntreff leukämie- und tumorerkrankter Kinder im Dortmunder Klinikum. Anneliese Welzel, die den Verein mit aufgebaut hat, erinnert sich, wieviel damals im Argen lag. Ein Zehnpunkte-Aktionsplan wurde ausgearbeitet. Dabei mussten auch Widerstände aus dem Weg geräumt werden, denn die Mutter eines kranken Kindes mischte sich in den Klinik-Alltag ein. In Dr. Harald Neugebauer fand sie einen Mitstreiter auf der Station, die 1987 endlich und umfangreich unter anderem aus Spendengeldern umgebaut wurde.
Bleibender Eindruck
Die Besuche der sieben „Stationsmütter” im Krankenzimmer hinterlassen bleibenden Eindruck, wie Vorsitzender Hans-Jörg Banack berichtet: „Sie sind die Stütze des Vereins.” Und wenn sie Mut machen, Du wirst - trotz der niederschmetternden Diagnose Krebs - wieder gesund, dann zählt das Wort. 90 Prozent der kleinen Patienten können dank der medizinischen Fortschritte wieder geheilt werden. Auch das war vor 25 Jahren noch ganz anders.
Es war der Elterntreff, der Druck machte, dass die Kinder-Onkologie auch personell besser ausgestattet wurde. Die psychosoziale und ärztliche Betreuung konnte dank des Engagements des Vereins verbessert werden. Der Personalschlüssel wurde angehoben.
Kosten übernommen
Seit 1997 übernahm der Elterntreff die Kosten für einen Assistenzarzt. Stundenweise wurde eine Kunsttherapeutin engagiert und der Auftritt der Kinik-Clowns mitfinanziert.
Banack gibt zu bedenken, dass die Station für Wochen und immer wieder zum „zweiten Zuhause” wird. Private Treffen, Ausflüge und Informationsveranstaltungen ergänzen das Programm, das sich ausschließlich über Spenden finanziert und im letzten Jahr einen Spendeneinbruch verkraften musste. Dabei gibt es mit jährlich 40 Neuerkrankten viel zu tun. Anneliese Welzel dankt speziell den langjährig treuen Spendern.
Das Spendenkonto des Elterntreffs ist bei der Sparkasse Dortmund unter der Nummer 001 049 372 eingerichtet.
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