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Mit dem "Gründungsmontag" die Karriere starten

30.01.2008 | 21:03 Uhr

Bianca Czaplinski will ihrer Arbeitslosigkeit entrinnen und plant, sich mit Hilfe des "Gründungsmontags" zu einer Unternehmerin im Kurierdienst fortzubilden. Bevor sie allerdings das erste Mal ein Seminar besuchte, war sie schon Jubilarin. ...

... Die Arbeitsagentur begrüßte sie jetzt als 7500. Teilnehmerin mit einem Blumenstrauß. Der "Gründungsmontag", von Arbeitsagentur, Arge, Wirtschaftsförderung, der Handwerks- sowie der Industrie- und Handelskammer Ende 2003 eingerichtet, ist also schon zu einer festen Institution geworden.

Die Zahl der Teilnehmer, so Agentur-Chef Stefan Kulozik, zeige, "dass eine Gründung aus Arbeitslosigkeit eine Erfolgsgeschichte ist". Voraussetzung sei allerdings, dass die Probanden gut vorbereitet die neue Karriere starteten - und genau deswegen habe man den "Gründungsmontag" eingerichtet. Teamleiter Franz-Josef Thurau verweist darauf, dass zuletzt 86,7 % der mit einem Gründungszuschuss geförderten Existenzgründer ein halbes Jahr später noch ihr eigener Chef gewesen seien.

330 Unternehmensgründungen habe es in 2007 gegeben, so Arge-Geschäftsführer Frank Neukirchen-Füsers, und nach einiger Zeit könne man beobachten, dass aus vielen der Gründungen kleine Unternehmen geworden seien, die ein, zwei Mitarbeiter eingestellt hätten. Die Mitarbeit der Kammern oder der Wirtschaftsförderung sei eminent wichtig, weil sie die Unternehmer in spe in Kursen auf die Selbstständigkeit vorbereiteten.

"Der Erfolg gibt uns recht", so Ulrich Weber von der IHK. Inzwischen würde auch anderswo überlegt, so etwas wie einen "Gründungsmontag" einzurichten. Er schob noch zwei Zahlen nach: Derzeit gebe es im IHK-Bezirk 54 000 Unternehmen - 1978 seien es 28 000 gewesen.

Wichtig, sagt Dietmar Barfuss von der HWK, seien auch die nachfolgenden Beratungen zum Beispiel zum Thema Marketing.

Und Jörg Dannenberg von der Wirtschaftsförderung sprach von einem insgesamt verbesserten Gründungsklima in der Stadt. (dib)

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