Mit 19 Jahren auf dem Weg zum Master an der TU Dortmund
06.10.2011 | 19:46 Uhr 2011-10-06T19:46:00+0200
Dortmund.Stolz schreitet Artem Averin in seinem schwarzen Anzug die Treppen im Hörsaal eins des Maschinenbaugebäudes an der TU Dortmund herunter. Er weiß, dass das, was er mit seinen 19 Jahren geleistet hat, nicht alltäglich ist. Unten angekommen, bekommt er von Prorektor Prof. Dr. Metin Tolan die Urkunde überreicht, für die er in den letzten fünf Jahren so hart gearbeitet hat. Artem Averin hat parallel zum Abitur seinen Zweifachbachelor in den Fächern Physik und Mathematik an der Dortmunder Uni gemacht.
Mit 19 Jahren ist Schüler-Student Artem Averin auf dem Weg zum Master an der TU Dortmund. Neben dem enormen Lern- und Arbeitsaufwand bedeutet dies auch eine straffe Organisation des eigenen Alltags. „Die Fahrt von Werl zur Uni, sozusagen von Tür zu Tür, betrug pro Weg 90 Minuten“, so der Abiturient und Doppelbachelor. Doch wie konnte Averin diesen Kraftakt meistern? „Ich habe das Studium als Selbststudium geplant. Also war ich nur zu den Pflichtveranstaltungen, wie etwa den Klausuren, an der Uni. Den meisten Stoff habe ich mir dann zu Hause in Eigenarbeit mit Skripten und Büchern zu den jeweiligen Veranstaltungen beigebracht“, berichtet Artem Averin.
Jahrgangsbester
Nicht nur, dass er den ersten Studientitel in der Hand hat, im Fach Physik ist er auch der Jahrgangsbeste. Metin Tolan hat für diese Ausnahmeleistung eine Erklärung: „Man merkt in diesem Fall, dass der Schülerstudent Spaß an der Sache hat und seine Leistung dahingehend ausrichtet. Die Wahl des für sich richtigen Studienfachs ist sowohl für den Schülerstudenten als auch für die Studenten eine wichtige Entscheidung. Denn Spaß und Leidenschaft gehören mit zum Studium und sind wichtige Punkte für die eigene Motivation“. Tolan weiter: „Ich hätte dies in dem Alter nicht geschafft und ziehe meinen Hut vor der Leistung“.
Averins Leistung soll Ansporn für die neuen Schülerstudenten des kommenden Semesters an der TU sein. Er selbst gibt den angehenden Juniorstudenten noch einige gute Tipps mit auf den Weg: „Ihr könnt an der Uni selbst die Fächer aussuchen und müsst euch nicht wie in der Schule einer großen inhaltlichen Bandbreite hingeben. Verliert nie den Spaß an der Sache aus den Augen und wenn es auch mal nicht so klappt wie ihr euch das vorstellt: Nehmt es nicht so ernst“.
Für den sympathischen Vorzeigestudenten geht es nun an die LMU München. Dort will er in den nächsten zwei Jahren seinen Master in Physik machen. Eine konkrete Vorstellung für die Zeit danach hat er auch schon: „Ich möchte auf jeden Fall an der Uni bleiben, forschen und eine akademische Laufbahn anstreben“. Bei seinem Tempo lässt die Realisierung des Plans bestimmt nicht lange auf sich warten.
19:21
Respekt! Aber lasst doch bitte dadurch die normalen Studenten trotzdem weiter normal weiter studieren. Ich denke, solche Einzelfälle sollten nicht als Maßstab gesehen werden, sondern eben als das was sie sind, nämlich Ausnahmen! Herzlichen Glückwunsch und weiter gutes Gelingen!
19:06
Auch ich schliesse mich - Glückwunsch. (nicht schlecht bei diesen Fächern ..)
Das Selbststudium könnte da ein Vorbild sein, spart Wegezeiten und sicherlich auch manche sinnlose Veranstaltung vor Ort.
13:19
Glückwunsch und Respekt. Insbesondere, da ich in Physik nie gut war. ;)
Aber jetzt, Junge, leb erstmal ein wenig !