Mindestlohnverstöße bei Großrazzia auf Hbf aufgedeckt
26.11.2009 | 11:46 Uhr 2009-11-26T11:46:00+0100
Dortmund. In einer großangelegten Razzia haben Zollbehörde und Bundespolizei am Donnerstagvormittag den Dortmunder Hauptbahnhof auf Schwarzarbeit kontrolliert. Dabei stießen sie unter anderem auf fünf Unternehmen, bei denen der Verdacht auf einen Mindestlohnverstoß aufkam.
Seit dem frühen Donnerstagmorgen haben 64 Beamte von Zollbehörde und Bundespolizei den Dortmunder Hauptbahnhof kontrolliert. Insgesamt befragten sie dabei 93 Mitarbeiter Mitarbeiter von 32 Bauunternehmen und Abbruchfirmen. Der Bahnhof wird derzeit von Grund auf umgebaut.
Leistungsmissbrauch und Mindestlohnverstoß
Unter den kontrollierten Arbeitern fielen den Beamten fünf Verdachtsfälle von Leistungsmissbrauch ins Auge - Arbeitnehmer also, die zusätzlich zu ihrem Lohn auf der Baustelle auch noch unberechtigt Leistungen vom Staat beziehen. Zudem stießen die Beamten drei Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Personen an, die weder Sozialversicherungsausweis noch andere Unterlagen dabei hatten.
Bei den 32 kontrollierten Baufirmen kam bei sechs der Verdacht auf Mindestlohnverstoß auf. Im Abbruchgewerbe liegt der gesetzliche Mindestlohn derzeit bei 11,96 Euro. In einem Fall besteht Verdacht auf illegale Arbeitnehmerüberlassung.
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