Messeneuheiten für Hannover

Dortmunder Unternehmen der Technologiebranche beteiligung an der Hannover Messe. Foto zeigt 3D Simulation von RIF. Foto: Knut Vahlensieck
Dortmunder Unternehmen der Technologiebranche beteiligung an der Hannover Messe. Foto zeigt 3D Simulation von RIF. Foto: Knut Vahlensieck
Foto: Knut Vahlensieck
Was wir bereits wissen
Dortmund. Mit High Tech „made in Dortmund“ werden in diesem Jahr mehr als 30 Unternehmen aus der Westfalenmetropole bei der Hannover Messe vertreten sein. Vom 23. bis 27. April dreht sich viel um Automation, Simulation, aber auch um industrielle Fertigung.

Mit High Tech „made in Dortmund“ werden in diesem Jahr mehr als 30 Unternehmen aus der Westfalenmetropole bei der Hannover Messe vertreten sein. Vom 23. bis 27. April dreht sich viel um Automation, Simulation, aber auch um industrielle Fertigung.

„Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der industriellen Produktion ist im letzten Jahr um 540 auf 26 300 angestiegen“, schickte Wirtschaftsförderer Udo Mager vorweg. Das zeige, dass die Konjunktur anziehe.

Ganz ähnliche Worte gebrauchte Stefan Veltum, Geschäftsführer von Doceram. „Es brummt“, meinte der Hersteller von Bremssystemen aus Hochleistungswerkstoffen, unter anderem einer Spezialkeramik, die 20 mal teurer ist als Stahl.

Doceram sitzt mit 110 Mitarbeitern am Hesslingsweg und wird auf der Hannover Messe ebenfalls vertreten sein, weil es das ideale Forum für Kontaktpflege sei.Neben dem Rennsport schielt er auch auf den Markt der Windkraftanlagen. In Hannover werde er die Mitarbeiter der Technikabteilungen von Marktführern treffen, ist Veltum gespannt.

„Wie sag’ ich’s meiner Maschine“, formuliert Prof. Jürgen Roßmann von der Dortmunder Initiative zur rechnerintegrierten Fertigung RIF. Bei ihm dreht sich viel um Simulation und Automation. Bei RIF geht es um so abgehobene Dinge wie eine dreidimensionale Steuerung eines Planetenlandesystems. „Aber wir haben auch immer den Unternehmer vor Ort im Kopf“, so Roßmann. Manche Entwicklung für den Weltraum findet später ihre Anwendung im Wald. So auch beim Simulator des Harvesters, einer superteuren Holzerntemaschine im Wald.

„Im virtuellen Wald“, so Roßmann, „kennen wir jeden Baum beim Namen.“ Was er sagen will: Bestandsaufnahmen von Waldgebieten können detailliert anhand von Luftaufnahmen erfolgen. Das sei sowohl für die Forstwirtschaft von Bedeutung als auch für die Folgen des Klimawandels. Die schlauen Füchse an der Nahtstelle von der Forschung zur Wirtschaft haben noch viele Eisen im Feuer. Sei es auf dem Gebiet der Energie, der Medizin oder der Umwelt. Roßmann: „Wir haben noch eine Menge Ideen für die nächsten Hannover-Messen.“

Auf dem NRW-Stand

Auf dem NRW-Stand der wichtigen Industrieschau ist Dortmund mit einem Dutzend Firmen und Ausstellern vertreten. Das berichtete Messe-Bevollmächtigter Rainer Dorau. Die Zeichen stünden sehr gut. China als Partnerland komme erstmals mit 460 Firmen nach Hannover.

Optimistisch ist auch Heinz-Peter Hippler vom Fachverband Mikrotechnik mit Sitz in Dortmund. Der Verband, der 300 Firmen bundesweit vertritt und dessen Technologie sich heute querbeet durch alle Branchen zieht, sieht sich als „Brückebauer von der Forschung zu den Märkten“. Kein Bereich komme heute ohne die Nano- und Mikrostrukturen aus, so Hippler.

Mit 70 Prozent Anteil in der Medizin-Technik gibt es einen klaren Schwerpunkt. Neue, viel versprechende Schlagworte seien vernetzte Sensorik oder intelligentes Monitoring, also Entwicklungen, die auf automatisierte Ablaufe abzielen. Mit 50 Vorträgen an fünf Tagen zeigt IVAM, wo die Trends gesetzt werden.