Messe "Jagd und Hund" verpasst Besucherrekord

Mehr Aussteller, aber weniger Besucher zählte die Jagd & Hund in Kombination mit der Parallelmesse Fisch & Angel im Vergleich zum Vorjahr. Am Sonntag gingen die beiden Messen in den Westfalenhallen Dortmund nach insgesamt sechs Tagen zu Ende. Die Bilanz fällt gemischt aus.

Dortmund.. Beide Messe hätten "wieder einmal Maßstäbe gesetzt", sagte Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH. 833 Ausstellern (Vorjahr: 748) aus 41 Ländern (Vorjahr 36) zogen 77000 Besucher an, rund 3000 weniger als im Rekordjahr 2014.

Viele Besucher aus dem Ausland

Deutlich mehr internationale Besucher begrüßte in diesem Jahr die Fisch & Angel. Insgesamt kamen 32 Prozent der Aussteller und 14 Prozent der Besucher aus dem Ausland. Eine Umfrage ergab, dass die beliebtesten Angebotsbereiche Jagdbekleidung, Jagdzubehör sowie Waffen und deren Zubehör waren.

Hauptsächlich kommen die Besucher auf die Messe, um Neuheiten kennenzulernen, allgemeine Einkäufe zu tätigen und um Informationen zu bestimmten Produkten zu erhalten. Bereits zum dritten Mal war die Messe Schauplatz des International German RedFox Award. Bei dem vom Verband "Wild und Hund" gemeinsam mit dem deutschen Kürschnerhandwerk und der Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH veranstalteten Wettbewerb wurden insgesamt 35 Pelz-Kreationen auf dem Laufsteg vorgestellt.

Erfolgreich war die Jagd & Hund auch für den Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen, den ideellen Träger der Messe. Vorherrschendes Thema war die neue Jagdgesetznovelle.

Tierrechtler demonstrierten am Samstag

Präsident Ralph Müller-Schallenberg betonte: "Wie niemals zuvor war die Jagd & Hund in diesem Jahr Plattform für politische Gespräche. Wir haben dabei umfassende Zustimmung für unseren derzeitigen jagdpolitischen Weg erfahren. Die Bestätigung kam aus dem In- und Ausland." Rund 20 Tierrechtler demonstrierten am Samstag gegen die Messe. Jäger und Angler sind für sie "Tiermörder", sagte eine Demonstrantin.