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Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund

22.03.2011 | 17:58 Uhr
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
In der Nordstadt ist ein blutiger Kampf um Schutzgeld am Straßenstrich entbrannt.

Dortmund.Straßenstrich an der Ravensberger Straße schließen oder nicht? Gegner führen an: Ein Zusammenhang zwischen Nordstadt-Kriminalität und Strich ist nicht bewiesen. Aber Dr. Monika Hetmeier, Chefin der Nordstadt-SPD, sieht das anders: Längst sei rund um Strich, Bornstraße und Mallinckrodtstraße ein blutiger Kampf um Schutzgeld entbrannt.

Razzia in der Nordstadt

Wie viel Schutz haben die zumeist osteuropäischen Straßen-Prostituierten noch zu verlieren, wenn die Stadt den offiziellen Strich an der Ravensberger Straße schließt und der Straßenprostitution samt Freiern stadtweit die rote Karte zeigt? In dieser Frage packt Dr. Marita Hetmeier, Vorsitzende der Nordstadt-SPD, jetzt aus.

Um das Blatt noch zu wenden und die Fraktionen im Rat dazu zu bewegen, den Straßenstrich zumindest auf Sparflamme weiter laufen zu lassen, führen Gegner der deutlich favorisierten Total-Schließung als Argumente ins Feld, ein Zusammenhang zwischen dem Ausufern der Prostitution und der Explosion der Kriminalität sei nicht erwiesen, und der offizielle Strich habe die Nordstadt für die Prostituierten und auch für die Bevölkerung sicherer gemacht. „Wer das glaubt“, schüttelt die SPD-Ratsfrau den Kopf, „glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.“

Auf dem Areal an Julius-, Mindener- und Ravensberger Straße hätten längst bulgarische Clans die Regie übernommen, berichtet die Chef-Nordstadt-Politikerin der SPD. „Ich habe mit Prostituierten gesprochen, die früher auf dem Straßenstrich anschaffen gingen, sich nun aber nicht mehr dorthin trauen“, berichtet Hetmeier. „Demnach kontrollieren bulgarische Menschenhändler inzwischen vollständig die Szene und haben Frauen, die für eigene Rechnung arbeiten, längst vom Straßenstrich vertrieben.“

Auch die illegale Prostitution (im jetzigen Sperrbezirk) sei fest in der Hand bulgarischer Menschenhändler. Als Beleg führt Dr. Hetmeier an: „In der Gronaustraße und auf der Bornstraße hat ein bulgarischer Zuhälter jüngst zwei türkische Frauen fast zu Tode geprügelt, weil er sie irrtümlich für Prostituierte hielt, die in seinem Revier anschaffen gingen, ohne Schutzgeld an ihn zu zahlen.“

Auf der Mallinckrodtstraße trügen rivalisierende bulgarische Clans ihre Revierkämpfe auf offener Straße mit der Schusswaffe aus. Vor wenigen Wochen, so Hetmeier, hätten kriminelle Zuhälter am Nordmarkt aus einem fahrenden Auto auf eine Prostituierte geschossen, die aus dem System der Zwangsprostitution aussteigen wollte. Dabei sei eine unbeteiligte Passantin schwer verletzt worden.

„Wir führen einen Kampf gegen die organisierte Kriminalität“, stellt die Nordstadt-Politikerin klar. „Mit Multi-Kulti-Romantik lässt sich dieser Kampf nicht gewinnen.“

Rolf Maug

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Kommentare
24.03.2011
18:54
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
von movienrz | #45

#44 bezieht sich auf #40

24.03.2011
18:52
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
von movienrz | #44

Ehrlich gesagt wüßte ich nicht was an der Beschreibung der Nordmarkt sei ein pulsierendes Szeneviertel mit vielfältigen gastronomischen Angeboten. falsch sein soll.

Die weniger positive Nachbarschaft in den umliegenden Straßen, all das werden etwaige Interessenten bei einem Besichtigungstermin sehen und live erleben. Man sieht ja an Ihnen, daß sie diese Umstände auch nicht stören bei der Wahl Ihres Quartiers. Warum sollte es bei anderen nicht genauso sein?

Wichtig ist doch wohl in erster Linie, dass Preis und Leistung stimmen. Und genau da sehe ich kein Problem.

Hetze vermag ich bei Frau Dr. Hetmeier nicht erkennen. Sie ist sozial engagiert, vielfältig direkt vor Ort vernetzt, hat viele äußerst positive Dinge vor Ort angestoßen und spricht Klartext .... und das ist gut so.

24.03.2011
02:13
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
von Zeckenstrumpf | #43

#narit
Wann war die Nordstadt denn nicht kriminell???
Wenn ich an die Jahre zwischen 1960 und 1980 denke, war dies der kriminelle Brennpunkt in Dortmund. Durch die nicht gerade Top-Wohnungen in der Nordstadt werden wohl auch keine Top-Verdiener in dieses Viertel ziehen.
Mit anderen Worten hat Kreuzberg nun auch Dortmund erreicht.
Aber der Straßenstrich muss ersatzlos gestrichen werden, da es sonst meiner Meinung nach zu einer noch höheren Kriminalität im Norden führen wird.

23.03.2011
22:16
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
von Wiking | #42

Kann es sein, dass die als multikulturell geplante Nordstadt nun leider multikriminell mutiert ist und den Visionären nun regelrecht als hochbrisanter Sozialsprengstoff um die Ohren fliegt?

Dumm auch, dass man/frau das auch nicht so schnell ändern kann, da EU-Recht geändert werden müsste und in Brüssel die Probleme noch gar nicht angekommen sind. Die sind ja erst auf dem Weg im Rathaus Dortmund und in der NRW-Landesregierung in Düsseldorf verstanden zu werden. Und Berlin, die machen sich über solche Probleme noch keine Gedanken. Bis also da entscheidend reagiert wird, dürfte die Nordstadt aber schon lange den Bach runter gegangen sein. Und wer glaubt denn, dass die restliche Gesellschaft von diesen Entwicklungen unberührt bleiben wird? Die Nordstadt ist nur ein Vorbote. Ab dem 1.5.2011 zündet die EU die nächste Migrations-Bombe mit sekundärem Sozialdetonator. Und das so sicher, wie das Amen in der Kirche.

23.03.2011
21:13
Blockierter Kommentar.
von movienrz | #41

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

23.03.2011
17:46
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
von narit | #40

#39 braunbraun...Ihr Applaus geht leider nur in eine Richtung! Und danke, dass Sie meine Kommentare nicht mögen. Dann weiß ich immer, dass ich richtig denke. Und fragen Sie doch mal bei Frau Dr. Hetmeier nach ihren persönlichen Interesse an der Hetze, die sie verbreitet. So als Immobilienbesitzerin in der Nordstadt sieht es in ihren Anzeigen bei Immobilienscout24 komischerweise wieder ganz anders aus, da ist von einmal der Nordmarkt ein pulsierendes Szeneviertel mit vielfältigen gastronomischen Angeboten.... Seltsam, seltsam!!!

23.03.2011
17:00
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
von rotrot | #39

@ MAIZ

Vielleicht kennt SoftPlaner auch Jemanden der wen kennt. Die Begründung hört sich aber durchaus vernünftig an. Zugegeben deine Äußerung klang reißerischer und viel mehr nach Rassismus in karitativen Einrichtungen, was scheinbar besser in dein Weltbild passt.

23.03.2011
16:49
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
von MAIZ | #38

@ Buntspecht
Ja, das mache ich! Ich bin ehrenamtlich im Bereich der öffentlichen Gesundheitsfürsorge engagiert. Allerdings habe ich da nichts mit der Straßenprostitution zu tun.

@ rotrot
Das berichten mir hauptatmliche Mitarbeiter zweier unterschiedlicher Träger sozialer Einrichtungen - und zwar unabhängig voneinander.

@ SoftPlaner
Woher wissen Sie das?

23.03.2011
16:35
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
von SoftPlaner | #37

Der kirchliche Wohlfahrtsverband, von dem sich seit Jahrzehnten Obdachlose, nichtversicherte Ausländer und tabuisierte Randgruppen kostenlos und freundlich behandeln lassen konnten, musste einen Sicherheitsdienst beauftragen weil Gewalt bereite Bulgaren das andere Klientel entfernen wollten, um selber schneller in den Genuss der Angebote zu kommen. Das ist noch nie vorher passiert und damit hätte die Hilfeseite wohl nie gerechnet. Was sollen die denn dann machen? Nachgeben und die Gewalttätigen zum Zuge kommen lassen? Wohl doch nicht, oder?
Bald ist die Suppenküche Kana dran und dann die Tafel.

23.03.2011
16:22
Menschenhändler kassieren Schutzgeld am Straßenstrich Dortmund
von SnakePilsken | #36

„Mit Multi-Kulti-Romantik lässt sich dieser Kampf nicht gewinnen.“ Exakt! Und deshalb plädiere ich auch für die Zwangsumsiedelung der Multi-Kulti-Romantiker weg von den gehobenen Wohnlagen in Richtung Dortmund-Nord!

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