Mehr Mitarbeiter unter Starkstrom
03.08.2012 | 18:14 Uhr 2012-08-03T18:14:00+0200
Dortmund. Immer mehr Mitarbeiter der Dortmunder Amprion GmbH stehen unter Strom - genauer gesagt unter Starkstrom -, damit die von Bundeskanzlerin Angela Merkel versprochene Energiewende auch vollzogen werden kann.
Immer mehr Mitarbeiter der Dortmunder Amprion GmbH stehen unter Strom - genauer gesagt unter Starkstrom -, damit die von Bundeskanzlerin Angela Merkel versprochene Energiewende auch vollzogen werden kann . Amprion ist einer der vier großen deutschen Übertragungsnetzbetreiber, die mit 220.000 bzw. 380.000 Volt-Leitungen für flächendeckende Stromversorgung sorgen. Amprion hat seine Investitionspläne mehr als verdoppelt: Bis zum Jahr 2025 will das Unternehmen rund 10 Milliarden Euro investieren.
Um rund 50 Mitarbeiter ist die Belegschaft allein am Standort der Amprion-Hauptverwaltung Dortmund angewachsen. Rund 900 Beschäftigte hat das Unternehmen bundesweit, die Hälfte in Dortmund. „Und wir suchen weiterhin Fachkräfte“, so Amprion-Pressesprecher Marian Rappl im Gespräch mit der WAZ.
Alte Pläne werden allmählich Wirklichkeit
Etwa 27 Mio Menschen hängen an dem rund 11.000 Kilometer langen Höchstleistungsnetz des Stromnetzbetreibers, der seit Jahren daran mitarbeitet, dass eine neue leistungsfähige Strom-Autobahn von der Nordsee nach Süddeutschland entsteht, die Windenergie dorthin transportiert, wo sie gebraucht wird. Die ursprünglichen Pläne für die neue Strom-Autobahn sind Jahrzehnte alt. Aber realisiert wurden sie bis heute nicht. Der Gegenwind von Bürgern und Kommunen bläst stark .
Die Amprion GmbH ist aus der RWE Transportnetz Strom (TSO) entstanden.
Die Hälfte der rund 900 Mitarbeiter hat ihren Arbeitsplatz am Rheinlanddamm - im Gebäude, das einst die die VEW AG-Zentrale beherbergte - und zwei kleinen Außenstellen in Dortmund.
Im September 2011 hatte die RWE AG den Verkauf von 74,9 Prozent der Anteile an der Amprion für rund 1 Mrd .Euro beendet. RWE hält noch 25,1 Prozent.
Mehrheitsgesellschafter ist ein geschlossener Fonds in Form einer GmbH & Co KG. Geführt wird der Fonds von der Commerz Real, darin verteten sind die Munich Re, der Versicherer ERGO, vertreten durch MEAG, Swiss Life, Talanx und ärztliche Versorgungswerke aus Westfalen-Lippe und Brandenburg.
In Kruckel wurde jüngst ein kleiner Teil der vielen notwendigen „Aufrüstungen“ für die Kapazitätserweiterung erledigt, als die 380 KV-Leitung ins Umspannwerk und den neuen Transformator eingeführt wurde. Bis Jahresende 2012 laufen Arbeiten, um die Verbindung zwischen Dorstfeld und Mengede zu optimieren.
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