Materna-Gründer wollen hautnah informiert bleiben

Seit Anfang April 2015 ist beim Dortmunder IT-Dienstleister Materna GmbH vieles anders: Die Gründer und langjährigen Chefs Dr. Winfried Materna und Helmut an de Meulen haben sich aus der Geschäftsführung zurückgezogen. Jetzt haben sie verraten, wie ihre neue Rolle im Unternehmen aussieht.

Dortmund.. Seit 1. April hat die Materna GmbH mit Sitz an der Voßkuhle in Dortmund eine neue Geschäftsführung: Helmut Binder als Geschäftsführer sowie Ralph Hartwig als kaufmännischer Geschäftsführer leiten die Geschicke des seit 1980 bestehenden IT-Dienstleisters.

An der Universität Dortmund kennengelernt

Zusammen gegründet hatten es damals Dr. Winfried Materna und Helmut an de Meulen, die sich in einem Projekt im Fachbereich Informatik an der Universität Dortmund kennenlernten. Studiert - und in Maternas Fall promoviert - hatten beide zuvor an anderen Universitäten.

Nach 35 Jahren an der Unternehmensspitze haben sich Materna und an de Meulen Ende März 2015 wie angekündigt aus der Geschäftsführung zurückgezogen.

Seit 1. April sitzen sie im Materna-Beirat - und bleiben überdies vor allem als Gesellschafter mit ihrem Unternehmen verbunden. Der City-Ring-Träger (2010) und frühere Dortmunder IHK-Präsident Materna sowie an de Meulen halten zusammen weiterhin knapp über 50 Prozent der Unternehmensanteile. Die übrigen Anteile haben die beiden an ihre Kinder (Materna hat zwei, an de Meulen vier) übergeben.

"Wir sind in so einer Ausschwingphase"

Seit Anfang April sei er nicht mehr jeden Tag im Büro, hat Materna nun im Gespräch mit dieser Redaktion erzählt: "Wir sind in so einer Ausschwingphase, wir stecken ja noch in einer Reihe von Projekten drin." An de Meulen sagt, dass er "noch immer in der Nähe einer 40-Stunden-Woche" sei.

Als Gesellschafter des Unternehmens (Umsatz 2014: 192 Millionen Euro) blieben er und sein Partner natürlich daran interessiert, wie sich die Geschäfte entwickeln, so Materna: "Ich schaue mir jeden Tag die Ausschreibungen an, die wir gewonnen haben und die wir nicht gewonnen haben. Wenn das größere und wichtigere Dinge sind, hinterfrage ich das auch beim Vertrieb oder der Geschäftsführung."

Neben vielen anderen Geschäftsfelder entwickelt und implementiert die Materna GmbH IT-Lösungen für zahlreiche namhafte Kunden und hat beispielsweise die Internetseiten der Bundeskanzlerin und des Bundespräsidenten konzipiert.

"Wir wollen hautnah informiert sein"

Zudem stellt Materna beispielsweise an vielen Flughäfen Systeme bereit, mit denen Passagiere selbst einchecken und ihr Gepäck aufgeben können.

Wenn es bei derartig "kritischen Applikationen" (an de Meulen) Probleme gäbe, "würden wir uns unverzüglich einschalten, auch wenn wir nicht direkt helfen können", sagt Materna: "Wir wollen hautnah informiert sein, weil es um unser Image, unsere Marke geht."

Diese Marke (hinter der über 1500 Mitarbeiter stecken), sagt an de Meulen übrigens, sei inzwischen in Deutschland "einfach bekannt". Aus dem Zwei-Mann-Betrieb von einst ist längst ein Dortmunder Vorzeigeunternehmen geworden.

Das ausführliche Interview lesen Sie in der Ausgabe vom 19. Mai (Print und eZeitung). Hier finden Sie unsere Angebote: www.medienkaufhaus.com/shop.html.

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