Materna fordert Ausbau des Dortmunder Flughafens
17.02.2010 | 17:05 Uhr 2010-02-17T17:05:00+0100
Dortmund. Als Signal-Iduna-Chef Reinhold Schulte den Dortmunder Flughafen als Fehl-Investition geißelte, fühlten sich die Gegner des Airports im Aufwind. Im Interview mit DerWesten bezieht nun eine Dortmunder Wirtschaftsgröße klar Stellung für den den Flughafen: Dr. Winfried Materna.
Schon seit 1980 betreibt Dr. Winfried Materna ein Software-Unternehmen in Dortmund. Inzwischen ist die Firma weltweit aktiv - und entsprechend auf Flugverbindung ins In- und Ausland angewiesen. Im Interview mit DerWesten bezieht Materna daher klar Stellung für den Dortmunder Flughafen.
Wie haben Sie die wieder entflammte Diskussion um den Dortmunder Flughafen erlebt?
Dr. Winfried Materna: Ich bin ein wenig überrascht, weil ich dachte, die Wogen hätten sich inzwischen geglättet. Denn eins ist für mich unumstößlich: Eine Metropole braucht einen Flughafen. Auch wenn wir nur ein Regionalflughafen sind, der keine interkontinentalen Flüge anbietet, sind wir doch mit diesem Flughafen europaweit angebunden. Nicht ausreichend, denn wir hätten natürlich auch gerne einen Brückenschlag nach Berlin oder Frankfurt. Ich halte es für unerlässlich, einen solchen Flughafen zu haben, weil die hiesigen Dienstleister eine gute Anbindung nach Europa brauchen. Allerdings würde ich mir eine höhere Netzdichte und Frequenz wünschen.
Haben Sie denn Verständnis für die Flughafen-Gegner?
Materna: Ich habe natürlich Verständnis in dem Sinne, dass der Flughafen natürlich eine Belästigung darstellt. Aber das ist immer eine Güterabwägung. Ich wohne auch im Süden von Dortmund und höre auch die Autobahn 1 und die ICE-Strecke Hagen-Dortmund. Wenn man stadtnah wohnen möchte, dann muss man mit Straßenlärm, Fluglärm oder Schienenlärm leben.
Warum muss sich aber eine Stadt mit der Haushaltslage von Dortmund einen Flughafen leisten, der jedes Jahr 20 Millionen Euro Verlust macht?
Materna: Ein Flughafen ist eine Infrastrukturmaßnahme. Wir stecken auch Geld in den Straßenbau und in den Nahverkehr. Der Flughafen ist mit 20 Millionen natürlich eine hohe Belastung. Das hätte besser werden können, wenn wir eine höhere Auslastung gehabt hätten. Ich würde mir natürlich an der Stelle einen ausgeglichenen Haushalt wünschen. Aber ein großer Teil der Belastung stammt aus den Investitionen und nicht aus den reinen Betriebskosten. Fazit ist für mich: Es ist problematisch, dass wir diese Belastung haben, aber es ist eine essentielle Infrastrukturmaßnahme für die Wirtschaft. Ein großer Teil dieser Investitionen fließt übrigens auch in den Nachbarschaftsschutz. Und das halte ich auch für gut.
Wir diskutieren ja auch über ein Sozialticket, um Bürgern, die zur Arbeit fahren müssen, eine bessere verkehrliche Anbindung zu ermöglichen.
Wenn Sie sich eine höhere Frequenz und bessere Anbindung des Flughafens wünschen, bedeutet das, dass Sie auch für einen Ausbau des Flughafens sind?
Materna: Ich bin erstens dafür, dass der Flughafen – zumindest auch aus sicherheitstechnischen Gründen – soweit ausgebaut wird, dass man mit den nötigen Flugzeugen fliegen kann. Wir haben ja vor kurzem ein unglückliches Ereignis auf dem Flughafen gehabt. Moderne Flugzeuge sind im Übrigen auch leiser als die alten. Zweitens plädiere ich dafür, die Flugzeiten um eine Stunde zu verlängern und flexibler zu gestalten. Es kann nicht sein, dass ein Flieger, der fünf Minuten zu spät kommt, umgeleitet werden muss. Das ist unzumutbar.
12:22
Lieber 41 von Smartdriver
Zitat: Man senkt die Preise per Sozialticket für eine Bevölkerungsgruppe die zur staatlichten Finanzierung nichts beiträgt.
Das eine hat mit dem anderen nichts gemein!
Ihre Bemerkung ist schon sehr dreist!
Sozial kennen Sie wohl nicht!
00:36
Wenn Herr Materna mit seiner Softwarefirma genügend verdient, soll er doch mal ein paar Jahre die jährlichen Verluste über 24 Mio. € des Flughafens übernehmen!
Wie schnell würde er wohl dann seinen gesamten Laden dicht machen?
20:31
Warum Kauft Herr Materna den Flughafen nicht einfach und betreibt ihn dan selbst ??
01:56
Zahlt der Materna brav seine Steuern an die Stadt - oder was?
Auch Materna muss sparen, oder glaubt ihr das seine Mitarbeiter mit dem Flieger zum Kunden jetten?
Alles nur Gelaber - zugunsten irgen einer Partei - es Wahlkampf!!!
Lasst ihn labern, morgen hat der eine andere Meinung.
Schöne Grüsse von der Partei.
08:54
Im Gegensatz zu Ihnen merke ich einiges.
Im Gegensatz zu Ihnen, weiß ich wovon ich rede, wenn ich den Begriff volkswirtschaftliche Kosten ind en Mund nehme.
Und im Gegensatz zu Ihnen habe ich in Erdkunde in der Grundschule aufgepasst. Da wurde auch der Unterschied zwischen Klima und Wetter erklärt.
21:01
Oh ja, die Volkswirtschaftlichen Kosten, wie konnte ich vergessen!
Dazu zählen dann wohl auch die Kosten der Klimakatastrophe die uns u.a. dazu bewogen haben, kaum noch Salz einzukaufen, weil es ja keine Winter mehr geben wird.
Merken sie was??
19:27
Falsch, Smartdriver. Bei Berücksichtigung der volkswirtschaftlichen Kosten ist der Straßenverkehr nicht kostendeckend.
Und das Faß ohne Boden ist der Flughafen, der aber im Unterschied zum ÖPNV keine Daseinsvorsorge ist.
Ich glaube, das wollen Sie nie verstehen, weil Sie immer wieder den gleichen Unsinn erzählen.
18:59
Wobei man schon erwähnen sollte, das die Straßennutzung mit der Mineralölsteuer und der KFZ Steuér eine ÜBERDECKUNG erwirtschaftet, während der ÖPNV schon immer ein Faß ohne Boden war und auch immer bleiben wird.
Und was macht man?
Man senkt die Preise per Sozialticket für eine Bevölkerungsgruppe die zur staatlichten Finanzierung nichts beiträgt.
So gesehen wäre sogar goldene Bahbeleuchtung am Flughafen zu rechtfertigen!
14:28
Und auf die Fluganbindung nach Berlin und Frankfurt kann Herr Materna auch lange warten. Es sei denn, er schafft es, die Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn abreissen zu lassen.
ICE-Strecke Hagen-Dortmund?? Auch ein netter Scherz. Die Strecke ist aus dem 19. Jahrhundert und da fahren heute u.a. ICEs drauf. Außerdem Güterzüge und Regionalverkehr, was man im Gegensatz zum Dortmunder Flughafen schon eher als Daseinsvorsorge bezeichnen könnte.
Aber so ist dass halt, wenn das erfolgreiche Geschäftsmodell heimlich, still und leise zu den Akten gelegt wurde. Dann muß man sich künstlich eine neue Berechtigung zurecht basteln und die ist jetzt der Daseinsvorsorge-Topf zusammen mit Schiene,Straße und ÖPNV.
13:25
Oh Herr Materna,
wie habe SIe nur Ihr Unternehmen aufbauen und vor dem Konkurs retten Können ? Für sich und Ihr Firma können Sie wohl rechnen, da SIe es ja auch bezahlen. Für andere wie z.B. den Flughafen versagen wohl Ihre Rechenkünste, da ja auch andere die Zeche bezahlen. Wenn Ihr Unternehmen so arbeiten (planen, operieren dun wachsen) würde wie der Flughafen, dann wären Sie schon lääääääääängst pleite. Also mit dem Interview haben Sie sich betriebswirtschaftlich eher ins Abseits gestellt. Das war nix.