Mann lockte Mädchen mit Geld zu sich und missbrauchte sie

In Dortmund ist ein Mann wegen sexuellen Missbrauchs zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.
In Dortmund ist ein Mann wegen sexuellen Missbrauchs zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Ein 53-jähriger hat über Jahre Mädchen mit dem Versprechen auf Geld oder Spielzeug in seine Wohnung gelockt und sie dort missbraucht. Nun ist er zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das Strafmaß begründete das Gericht mit dem Geständnis des Täters.

Dortmund.. Zwei Jahre Freiheitsstrafe mit Bewährung: So lautete am Mittwoch das Urteil für einen 53-Jährigen, der von 2005 bis 2007 in zehn Fällen zwei Mädchen aus der Nachbarschaft in seine Hörder Wohnung gelockt und dort sexuell missbraucht hat. Außerdem muss der Mann 80 Stunden Sozialarbeit ableisten.

Spielzeug, Geld oder eine Fahrt mit seinem Motorroller – das waren die Versprechungen, mit denen der allein lebende Mann die zur Tatzeit elf- und zwölfjährigen Kinder in seine Wohnung in Hörde lockte. Dort erfüllten sie ihm seine bizarren Wünsche: Unter anderem trampelten sie dem nackt auf der Couch liegenden Mann auf dem Brustkorb herum, beschimpften ihn dabei als „Hurensohn“. In zwei Fällen haben sich die beiden Mädchen dabei auf Wunsch des Angeklagten auch ausgezogen.

Richter: "Geständnis ist in diesem Fall besonders hoch einzuschätzen"

Inzwischen ist er von Hörde weggezogen und lebt in Lünen. Ohne sein umfangreichen Geständnis hätte sich der Prozess als sehr schwierig gestaltet, vielleicht wäre auch eine Verurteilung auch gar nicht möglich gewesen. „Die Mädchen hatten ein sehr geringes bzw gar kein Interesse daran, an der Aufklärung mitzuwirken“, sagte der Vorsitzende Richter Ulf Pennig. Daher sei das Geständnis in diesem Fall als besonders hoch einzuschätzen.

Staatsanwältin Heike Sudhaus-Coenen hatte zuvor erklärt, dass der Mann die Situation der Kinder ausgenutzt habe. „Die Eltern kümmerten sich nicht um sie, daher hielten sie sich gerne bei dem Angeklagten auf.“