Lösung für Elisabeth-Klinik zeichnet sich ab
19.03.2009 | 18:11 Uhr 2009-03-19T18:11:00+0100
Und wieder verstreicht ein Termin bei der Übernahme der Elisabeth-Klinik, für die nach der Insolvenz des Trägers ein neuer Eigentümer gesucht wird. Nach Informationen unserer Zeitung zeichnet sich aber eine Lösung ab, wonach der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Einrichtung in Aplerbeck zum 1.
Nein, es liegt nicht an der mangelnden Zahl von Bewerbern um eine Übernahme für die Elisabeth-Klinik. Zahlreiche Bewerber warfen ihren Hut in den Ring, um die Spezialklinik zu übernehmen. Nicht weniger als 15 Angebote gingen beim Insolvenzverwalter zur Übernahme der Elisabeth-Klinik ein. Darunter auch vom Johannes-Hospital, wie Geschäftsführer Günther Nierhoff bestätigte.
Die besten Karten hat allerdings der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, auf dessen Gelände auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Marsbruchstraße steht. Zudem hat der Verband mit Sitz in Münster ein Vorkaufsrecht.
LWL-Sprecher Karl Donath bestätigte zuletzt auf Anfrage: „Wir sind wir weiter nachdrücklich interessiert.” Man habe ein gutes Angebot gemacht und die Verhandlungen seien inzwischen weit fortgeschritten.
Nach Auskunft des Verwaltungsleiters der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Daniel Diehl, liegt die Ursache für die arg verzögerte Übernahme in der rechtlichen Verbindung mit dem Schwesterbetrieb Veramed-Klinik in Meschede. Davon müsse zunächst eine Loslösung erfolgen.
Diehl hofft, dass diese bis zum 1. Mai endlich über die Bühne gebracht ist.
„Die Beschäftigten freuen sich schon auf den Landschaftsverband als Träger”, versichert Diehl. Natürlich habe es im Betrieb geknirscht, nachdem die bisherigen Betreiber E&V-Fachkrankenhäuser im Sommer letzten Jahres Insolvenz anmelden mussten. E&V Fachkrankenhäuser waren in eine finanzielle Schieflage geraten. Der Träger konnte der hohen Zahlungsforderung an eine Vorgängerfirma bei einer Baumaßnahme in Ostdeutschland nicht nachkommen.
Es seien einige Mitarbeiter in der Kinder- und Jugendpsychiatrie abgesprungen, und die Wiederbesetzung sei aufgrund der Umstände auch etwas problematischer gewesen, lässt der Verwaltungschef durchblicken. Die Auslastung des Hauses in Dortmund mit 110 Beschäftigten liege dennoch bei rund 95 Prozent. Insolvenzverwalter Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger war gestern nicht erreichbar. (GN)
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