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Elektrofahrzeuge

Lob von RWE an OB Sierau für Elektromobilität in Dortmund

24.08.2012 | 10:00 Uhr
Lob von RWE an OB Sierau für Elektromobilität in Dortmund
Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Ingo Alphéus für RWE Effizienz nahmen die 13 neuen Elektrofahrzeuge für die Stadt Dortmund entgegen.Foto: Franz Luthe

Dortmund.  Dortmund hat 13 neue Elektrofahrzeuge für den städtischen Fuhrpark erworben. Bei der Schlüsselübergabe an OB Ullrich Sierau wurde die Westfalenmetropole gelobt: Sie sei das "Epizentrum der Elektromobilität". Bei den Fahrern ist die Euphorie allerdings noch nicht übergeschwappt.

Nicht nur reden, sondern auch handeln. Nach dieser Devise wurden gestern 13 Elektrofahrzeuge in den Dienst des städtischen Fuhrparks gestellt. OB Ullrich Sierau übernahm die Schlüssel der Fahrzeuge - überwiegend französische und japanische Modelle. Deutsche Hersteller brauchen noch ein bisschen.

Das macht Mut. Und zwar allen Beteiligten, die auf die Initialzündung für den Durchbruch der lautlosen Stromer hoffen. Ingo Alphéus, Geschäftsführer von RWE Effizienz, verweist auf 1300 installierte Ladepunkte, davon stehe jede zehnte bis Jahresende im gesamten Stadtgebiet von Dortmund. Die Westfalenmetropole sei tatsächlich das „Epizentrum der Elektromobilität“ . Das hört Ullrich Sierau freilich gerne.

Effizienz soll die Zukunft sein

Nur auf den Straßen macht sich das noch nicht bemerkbar. Dabei gibt es inzwischen eine beachtliche Auswahl an Modellen. Der Citroen C-Zero ist gerade im Preis auf knapp 22.000 Euro gesenkt worden. Der elektrische Renault Kangoo kostet genauso viel. Der Nissan Leaf 36.900 Euro. Etwas neidisch schaut Citroen-Verkaufsleiter Christian Leitinger nach Frankreich, wo der Umstieg auf das Elektromobil mit 7000 Euro gefördert wird.

Aber er ist überzeugt, dass auch die Bundesregierung - neben der zehnjährigen Steuerbefreiung - noch Anreize schaffen wird, wenn die deutschen Hersteller so weit sind. Dabei steht der erste elektrische VW-Golf schon im RWE-Museum, schmunzelt Alphéus. Er setzt auf die junge Generation, die weder mit PS protzen, noch mit großen Autos angeben wolle. Erst gestern war bekannt geworden, dass der durchschnittliche Neuwagen in Deutschland aktuell 138 PS hat - so viel wie nie zuvor.

Info
Fahrzeugschau und Elektroflotte

Zwei Tage lang - am 4. und 5. September - stehen Elektrofahrzeuge im Mittelpunkt des Interesses. Zu sehen ist eine Fahrzeugschau am 4. September ab 10 Uhr auf dem Friedensplatz. Die Schwerpunkte liegen auf „elektromobilen urbanen Lieferverkehren“ und kommunalen Nutzfahrzeugen.

Die Fahrzeuge werden zwischen 10 und 18 Uhr buchstäblich erfahrbar sein. Auf dem Friedensplatz wird eine Flotte vom Pedelec über den E-Roller bis zu serientauglichen Pkw und dem 12-Tonner-Nutzfahrzeug zu sehen sein. Am 5. September findet ein Kongress zum Thema im Technologiezentrum statt.

In Zukunft werde es aber um die reine effiziente Mobilität gehen, ist RWE-Chef Alphéus überzeugt. Autohäuser würden passgenaue Lösungen entwickeln. Wer etwa städtisch elektromobil unterwegs sei, brauche nicht auf die Urlaubsfahrt zu verzichten, weil er dann ein Auto mit Reichweite ausleihen könne. Für immer mehr regenerativ erzeugten Strom aus Sonne und Wind sei der Elektroantrieb genau die richtige Antwort, so Alphéus.

An Ladesäulen wird abgeschleppt

Der OB gibt als Ziel für die städtische Fahrzeugflotte aus: „Günstig und umweltfreundlich“. So werde für die Beladung der Batterien ausschließlich grüner Strom verwendet. In einem Forschungsprojekt sollen Solar- und Windenergie sogar vor Ort an Ladestationen erzeugt werden.

Vom Ziel einer Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen sei man freilich noch weit entfernt. Noch werden die Parkplätze an Ladesäulen von Autos mit herkömmlichen Antrieb belegt. Die warnt der OB, weil jetzt die weiße Flotte kommt: „Es wird abgeschleppt.“

Über die Vorreiterrolle der Stadt: „Wir wollen mit diesem Beispiel Schule machen.“ Ziel von „Metropol-E“ sei es, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das andere Städte für ihre kommunale Flotte übernehmen können.

Gerald Nill

Kommentare
25.08.2012
02:18
Lob von RWE an OB Sierau für Elektromobilität in Dortmund
von westhor | #3

Wer für den Preis eines einfachen Porsche Cayenne ein Elektromobil erwirbt, dass über den Komfort eines Tretmobils, über die Sicherheit eines Gogomobils und über eine Reichweite von knapp 100 km verfügt, der muss wahrlich an etwas “glauben” und empfindet dann wahrscheinlich auch die stundenlangen Wartezeiten zur Aufladung der Batterien als meditativ besinnliche Pausen im stressigen Alltag. Mit der 50 Liter Tankfüllung eines modernen Diesel-Pkw verfügt man über etwa 1000 km Reichweite und das Nachtanken dauert nur Minuten, mit einem 110 000 Euro teuren TESLA-Roadster hat beträgt die Reichweite rund 200 Kilometer bei 4 Stunden Aufladezeit. Da wird schon die Strecke Dortmund -Frankfurt zur besinnlichen Reise – sehr entspannend. So eine romantische Gemütlichkeit hatten wir zuletzt im Zeitalter der Postkutschen. Warum will die Stadtspitze eigentlich Mercedes E 300 und nicht solche E-Gurken fahren?

24.08.2012
19:24
Lob von RWE an OB Sierau für Elektromobilität in Dortmund
von xxyz | #2

Was fuer ein Quatsch.
Wenn die Fahrzeuge so toll sind, sollen die politisch verantwortlichen Personen sie selber privat kaufen und fahren.
Das ist doch eine Verschwendung von Steuermitteln. aber wir haben es ja.

Ein fahrrad mit motor oder mottorrad ist wohl sinnvoller.

24.08.2012
12:47
Lob von RWE an OB Sierau für Elektromobilität in Dortmund
von auchdortmunder | #1

Bravo! Das "Epizentrum der Elektromobilität", der "Vorzeigestadt für Elektromobiltät" hat sich ja auch soeben 9 neue Dienstmercedes der E - Klasse durchgewunken.. Ich bin ja mal gespannt, ob der OB zur Vorstellung der Flotte auch einen Pressetermin anregt. Ist ja peinlich.. Und da die Stadt nun selbst E- Mobile hat, wird auch gleich beschlossen, an E-Zapfsäulen abzuschleppen. Wie selbstlos!

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