Liebeserklärung an die Stadt
22.01.2009 | 18:37 Uhr 2009-01-22T18:37:00+0100
Bochum hat Grönemeyers „Bochum”. Für Köln schreiben „Black Fööss” und „Höhner” jedes Jahr ein Lied – nur Dortmund besitzt keine echte Hymne. Das soll sich ändern. Gesucht wird der Dortmund-Song. Wer ihn schreibt und den Wettbewerb gewinnt, erhält ein Promopaket im Wert von 33 000 Euro.
Bochum hat Grönemeyers „Bochum”. Für Köln schreiben „Bläck Föös” und „Höhner” jedes Jahr ein Lied – nur Dortmund hat keine echte Hymne. Das soll sich ändern. Gesucht wird der Dortmund-Song. Wer ihn schreibt und den Wettbewerb gewinnt, erhält ein Promopaket im Wert von 33 000 Euro.
Die Komponisten und Liedermacher der Stadt waren in den letzten Monaten fleißig. „Wir haben zehn richtig gute Bewerbungen erhalten”, sagt Thomas Steffen, bei DSW21 verantwortlich für das Projekt. Zusammen mit dem Lokalradio 91.2 organisieren die Stadtwerke den Wettbewerb. Eine Werbekampagne der DSW für das Kino gab die Initialzündung für den Wettbewerb. Die Macher wurden gefragt, warum sie für die Musik keinen Dortmund-Song verwendeten. Thomas Steffen: „Dann haben wir den Spieß umgedreht und den Wettbewerb ins Leben gerufen.”
Eine Rock-Song
fehlt noch
Von Beginn an überzeugt, dass eine Menge kreatives Potenzial in der Stadt stecke, sind die Organisatoren nicht enttäuscht worden. Professionelle Bewerbungen aus unterschiedlichen Musik-Richtungen haben zu dem Entschluss geführt, in jedem Fall einen Sampler mit allen Einsendungen zu produzieren. HipHop, Pop, Party-Schlager, Western und Ballade – für den Dortmund-Song gibt es viele Rhythmen. „Sie vereinen Liebeserklärungen, zärtliche Bestandsaufnahmen und Stadtgeschichte”, so Steffen.
Für Zarko Trajkovski vom HipHop-Label Boogieness Records aus der Brückstraße kam der Wettbewerb wie gerufen. Ihr Song „Dortmunds Straßen” von Soundboy Boogie und der Eine hat auf Konzerten die Fans zum Mitsingen gebracht: „Die Leute sagten, macht den doch zur Hymne. Jetzt haben wir die Chance dazu.” Für ein kleines Label wie Boogieness wäre das Promopaket im Wert von 33 000 Euro ein „Wahnsinnsding”.
Darauf hoffen auch Ulli Neidl und Frank Martin. Sie haben sich mit gleich zwei Party-Schlagern „Dortmund - Die Stadt ist voller Leben und „Wir feiern in Dortmund” beworben. Michael Boschke setzt mit „Meine Stadt” auf Country-Romantik, Dako111 mit „Dortmund - mein Mädchen” probiert es mit viel Gefühl.
„Ein richtiger Gitarren-Rock-Song fehlt uns noch”, sagt Thomas Steffen. Wer sich also berufen fühlt: Einsendeschluss ist der 31. März. Informationen zu den Teilnahmebedingungen unter www.dortmund-song.de.
13:59
Vielleicht ein RAP? Hier ein Vorschlag (C)
Doatmund, wo ist dein Bier dein Stahl deine Kohle
wenn ich mir getz mein Hartz 4 abhole
steh ich da - schau ich rum
weiß nich warum das so ist
wie es ist
wer hat Schuld an der Krise an der langen Misere
ich weiß nich vielleicht aber Du
weißt du es nicht - hau ab - lass mich in Ruh
dumme Kuh - sieh doch zu
Doatmund - ja isch lieb dich doch
ganz im Ernst und mit Grund
Doatmund