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Lichterfest im Westfalenpark Dortmund

Lichterfest – mehr als Lampions und Feuerwerk

16.08.2010 | 13:16 Uhr
Foto: Knut Vahlensieck - Lichterfest 2010 im Dortmunder Westfalenpark.

Dortmund. Rund 50 000 Menschen sind am Samstag in den Westfalenpark geströmt: Das Lichterfest verwandelte Flächen und Bäume mit über 100 000 Lichterketten, Kerzen und Lampions in ein Meer aus Licht.

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Bei den Dortmunder Pyro-Games brannte Himmel. Aber wie funktioniert ein Feuerwerk eigentlich?

Illumination pur: Riesige Lampions, die zu Pavillons aufgehängt wurden, das knallgelbe Schachtzeichen glühte hoch oben am dunklen Abendhimmel, tausende Teelichter waren auf den Wiesen zu Motiven wie Schnecken oder Schildkröten aufgebaut.

Dazu sorgten tausende Lichter-Fans mit pink blinkenden Bunny-Ohren, neongelben Leuchtbändern oder Equalizer-T-Shirts für individuelle Lichteffekte. Pärchen machten es sich auf Decken bequem und stellten eigene Kerzenleuchter auf. Kinder platzierten sich inmitten der funkelnden Motive und starrten verträumt in die Flammen. Oder sagten Gedichte auf, um einen der begehrten Lampions zu ergattern. Mit diesen zogen sie dann wie bei St. Martin durch den Park.

Dazwischen immer wieder Kleinkunst. Mit einem alten Caravan, Sonnenblumen und Grasteppich war die belgische Formation „Pink Umbrella“ am Start und verzauberte mit einer artistisch-mimischen Show. Diabolisch-feurig wurde es an der Buschmühle, als „Friedhelm“ seinen Mephisto samt heißer Feuerakrobatik gab. „Ist das gruselig“, fanden Michaela und Olaf, die extra aus Altena angereist waren, während der teuflische Feuerkünstler einen Flammen-Walk hinlegte.

Höhenfeuerwerk wie in Disney-Land

Lichterfest 2010

Heiß ging es unterm Sonnensegel her - allerdings musikalisch. Hier rockte die Cover-Band „BillyBoyz“ was das Zeug hielt. Begeisterte Fans tanzten ausgelassen, während Hits wie „Highway to hell“ oder Deichkinds „Remmi Demmi“ auf sie niederkrachten. Beliebt waren Fahrten mit der Seil- oder Bimmel-Bahn. Dort staute es sich oft meterweit.

Traditionell wurde um kurz nach 22 Uhr die letzte Fahrt mit der Bahn eingeläutet, bevor dann um 22.30 Uhr das Höhenfeuerwerk startete: Höhepunkt und Abschluss des Lichterfests. „Das ist ein bisschen wie Disney-Land“, fand Ilka (24), die es sich mit ihrem Freund Philipp (27) gemütlich gemacht hatte. Ein tolles Finale. „Alles ist friedlich verlaufen, die Stimmung war sehr entspannt“, resümmierte Annette Kulozik, Leiterin des Westfalenparks.

Thilo Kortmann



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