Das aktuelle Wetter Dortmund 26°C
Tourismus

Leihfahrräder von Metropolrad Ruhr in Dortmund immer beliebter

19.09.2012 | 12:00 Uhr
Leihfahrräder von Metropolrad Ruhr in Dortmund immer beliebter
Mit dem Ziel, schnell und umweltfreundlich im Rurgebiet unterwegs zu sein, realisieren zehn Ruhrgebietsstädte und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr unter Federführung des Regionalverbandes Ruhr das vom Bundesverkehrsministerium geförderte Fahrradverleihsystem metropolradruhr. Im Bild:Verleihstation am Südausgang des Dortmunder Hbf.Foto: Helmuth Vossgraff

Dortmund.  Immer mehr Dortmunder greifen für spontane Radtouren oder kurze Strecken zum Leihfahrrad — genauer gesagt: den orangenen Rädern von Metropolrad Ruhr. Waren es im vergangenen Jahr noch 800 Ausleihen im Monat, ist die Zahl jetzt auf über 2000 gestiegen. Und auch die Zahl der Räder steigt.

Mal eben vom Bahnhof ins Büro oder eine Radtour bei schönem Wetter, das absolvieren immer mehr Dortmunder mit dem Leihfahrrad. Genauer gesagt mit den orangenen Drahteseln von Metropolrad Ruhr. Deutschlands größtes Fahrradverleihsystem breitet sich im ganzen Ruhrgebiet aus, auch in Dortmund steigen die Zahlen an.

„2011 hatten wir noch durchschnittlich 800 Ausleihen im Monat, jetzt sind es bereits über 2000“, erzählt Jürgen Beck. Mit seinem Team vom Dobeq-Fahrradservice wartet und repariert Beck die Metropol-Räder. Die Frage, ob die Zahl der Leihfahrräder in Dortmund angestiegen sei, bejaht er deutlich: „Sehr viel mehr als im letzten Jahr. Im Sommer 2011 hatten wir noch 180 Fahrräder, jetzt sind es bereits um die 300.“ Und es sollen noch deutlich mehr werden. Beck spricht von 400 bis 450 Leihrädern, die den Dortmundern bald zur Verfügung stehen.

50 platte Reifen

Besonders stark genutzt werden die Ausleihstationen am Hauptbahnhof. Auf Platz zwei liegen die Stationen Möllerbrücke und Saarlandstraße/Hohe Straße. Unter der Woche sind vor allem Berufspendler unterwegs, weiß Beck. Am Wochenende hingegen werden spürbar mehr Ausflugsziele wie der Westfalenpark oder die Hörder Burg nahe dem Phoenixsee angesteuert. „Bei schönem Wetter kommen wir am Wochenende schon auf 200 Ausleihen“, ist Beck sichtlich stolz.

Die Ausfälle halten sich dabei vergleichsweise gering: Etwa 50 platte Reifen flickt Beck im Jahr mit seinem Team. Was Diebstähle angeht, so „hatten wir jetzt ein Jahr lang Ruhe. Erst Anfang Juli ging es wieder los, seitdem hatten wir etwa 20 Diebstähle. 80 Prozent davon haben wir wiederbekommen. Ist trotzdem ein Ärgernis.“

Ob es an der Werbung liegt, dass die Dortmunder verstärkt den Service nutzen, der auch in neun weiteren Ruhrgebietsstädten erfolgreich genutzt wird? Beck weiß es nicht genau. Allerdings erinnert er sich an ein konkretes Ereignis: „Im Frühjahr hatten wir zwei super Tage. Da gab es einen Bahnstreik, viele Leute haben das dann einfach mal ausprobiert.“

Starken Rückenwind erhalten die orangefarbenen Räder auch die Stadt. Seit diesem Jahr dürfen alle 8000 Mitarbeiter der Kernverwaltung für Dienstfahrten in die Pedale treten. 220 Rathauskräfte haben sich bereits registrieren lassen, 1200 Mal kam es schon zur Ausleihe, weiß Verkehrsplaner Winfried Sagolla. Und da weiterhin mehr und mehr Dortmunder Gefallen am geliehenen Fahrrad finden, wird die Zahl der Ausleihstationen weiterhin steigen. Für die kommenden Monate sind weitere 15 Stationen im Stadtgebiet geplant. Besonders im Fokus der Planer: der Campus der Technischen Universität. Dort werden bis Ende Oktober vier Leihstationen eingerichtet, unter anderem an der S-Bahn-Haltestelle und am Technologiezentrum. Zusätzlich Fahrt aufnehmen dürfte das Projekt, wenn die Leihrate Bestandteil des Semesterbeitrag wird. Die Verhandlungen darüber laufen.

Stephanie Jungwirth und Michael Kohlstadt


Kommentare
21.09.2012
00:12
@klarsteller
von ruhrgebieti | #2

Ja, das ist ein altbekanntes Problem bei nextbike, der Firma, die das System betreibt. Aus irgendeiner undurchsichtigen Firmentaktik heraus bauen die in allen Städten erst Innenstadt-Stationen und Jahre später dann die in den Außenbezirken.

Deswegen kann man in den ersten Jahren immer erst nur Kreise um die Innenstadt drehen.

19.09.2012
23:06
Leihfahrräder von Metropolrad Ruhr in Dortmund immer beliebter
von klarsteller | #1

Nützlich wären die Leihräder vor allem, wenn es mehr Stationen in Wohngebieten geben würde und nicht nur in der unmittelbaren Umgebung der Innenstadt.

Aus dem Ressort
Bald wieder Abkühlung im Freibad Stockheide
Rohrbruch wird repariert
Wieder Freiluft-Schwimmen in der Nordstadt: Schon in der kommenden Woche soll das Freibad Stockheide nach einem Rohrbruch wieder eröffnet werden. Dabei hatte es zwischenzeitlich gar nicht gut ausgesehen für das Traditions-Schwimmbad.
Ruderinnen fürchten Kollisionen mit Schwimmern
Dortmund-Ems-Kanal
Es gibt Ärger um die Ruderstrecke der deutschen Nationalmannschaft im Dortmund-Ems-Kanal. Kanalschwimmer springen oft direkt neben den Booten der National-Ruderinnen ins Wasser. Immer wieder müssen sie ihr Training unterbrechen. Die Polizei musste bereits mehrmals einschreiten. Die Hauptgefahr für...
Der Tunnel Wambel wird schon wieder gesperrt
Und täglich grüßt...
Dortmunds meistgesperrte Strecke ist mal wieder dicht: Am Freitagabend ist der Tunnel Wambel an der B236 wieder gesperrt. Dieses Mal geht es um den Einbau einer neuen Lüftung.
Fußballspiele nach antisemitischen Attacken im Fokus
Attacken
Antisemitische Reaktionen auf den Gaza-Konflikt haben auch den Fußball erreicht. In Österreich griffen Randalierer Spieler von Maccabi Haifa an, zuvor hatten Neonazis in Dortmund gegen Israelis gepöbelt, die beim internationalen Ruhr-Cup antreten werden. Veranstalter sehen sich jedoch gewappnet.
EU: Stadtwerke dürfen Flughafen-Verluste zahlen
Millionen-Defizit
Grünes Licht aus Brüssel: Die EU-Kommission hat nach sieben Jahren das Prüfverfahren zu den Millionen-Defiziten des Dortmunder Flughafens abgeschlossen. Die Verluste tragen die Dortmunder Stadtwerke - zurecht, sagt die EU.
Fotos und Videos
Autogrammstunde mit BVB-Profis
Bildgalerie
Fotostrecke
Der Abenteuerspielplatz feiert die Ferien
Bildgalerie
Fotostrecke