Leichnam gefunden - Polizei schließt Tötungsdelikt nicht aus

Ein Polizeiwagen steht an dem Fundort der Leiche.
Ein Polizeiwagen steht an dem Fundort der Leiche.
Foto: Tobias Großekemper
Was wir bereits wissen
In Dortmund wurde eine Leiche gefunden. Die Polizei schließt ein Tötungsdelikt nicht aus. Eine Mordkommission ist eingesetzt.

Dortmund.. Schrecklicher Fund im Stadtteil Marten: Bei Aufräumarbeiten auf einem Betriebsgelände wurde am frühen Freitagabend eine Leiche gefunden. Nach ersten Erkenntnissen durch die Obduktion am Samstag soll es sich "aller Wahrscheinlichkeit nach um eine männliche Person handeln", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Dortmund mit. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Weitere rechtsmedizinische Untersuchungen sollen nun die Identität klären.

Müllsack lag zwischen Mauer und Container

Laut einem Augenzeugen war der Körper in einem blauen Müllsack verpackt worden. Der Fundort der Leiche liegt auf dem Betriebsgelände eines Schaustellerbetriebes und grenzt an ein größeres Fabrikgelände. In einer uneinsichtigen Ecke, zwischen einer Mauer und einem Container, wurde am Freitagabend der blaue Müllsack gefunden.

„Wir haben im Moment Stillstand, da wollten wir das Gelände aufräumen“, so einer der dort arbeitenden Männer. Zwei Container stehen auf dem Areal in Marten, Gartenabfälle und Steine in ihnen, die Arbeiten waren bereits recht weit gediehen, als die Männer gegen 18.20 Uhr dann auch in einer der hintersten Ecken des Geländes Gestrüpp und Brombeeren beseitigen wollten. Dort, in einem bis dahin komplett zugewucherten Spalt zwischen einer kleinen Mauer und einem weiteren Container, lag der blaue Müllsack.

Als ihn einer der Männer hervorziehen wollte, habe er zunächst darüber gestaunt, wie schwer der Sack war. Dann sei schnell klar gewesen, dass er es mit einer dort schon länger liegenden Leiche zu tun gehabt habe. Der Mann sei sofort zurückgesprungen und habe dann die Polizei alarmiert.

„Wenn wir nicht aufgeräumt hätten, hätten wir die Leiche nie gefunden“

Die Beamten seien dann gekommen, auch die Spurensicherung sei vor Ort gewesen und habe bis ein Uhr in der Nacht vor Ort gearbeitet. „Damit konnte doch keiner rechnen“, so der Zeuge. Seit mindestens anderthalb, zwei Jahren habe dort hinten niemand mehr etwas gemacht. Und weiter: „Wenn wir nicht aufgeräumt hätten, hätten wir die Leiche nie gefunden.“