Das aktuelle Wetter Dortmund 6°C
Mobbing

Lehrerin drohen Konsequenzen nach „Hamster-Mobbing“ in Dortmund

07.11.2011 | 18:57 Uhr
Lehrerin drohen Konsequenzen nach „Hamster-Mobbing“ in Dortmund
An der Johann-Gutenberg-Realschule in Dortmund-Wellinghofen wurde eine Schülerin wegen eines Hamsters aus der Schule gemobbt.

Dortmund.   Regierungspräsident Gerd Bollermann hat schnell auf die „Hamster-Affäre“ reagiert. Nach unserem Bericht über den extremen Fall von Mobbing an einer Realschule in Dortmund-Wellinghofen kümmert er sich persönlich um die Aufklärung der skandalösen Vorgänge.

Wie berichtet , war ein zehnjähriges Mädchen, das neu in der Klasse an der Johann-Gutenberg-Realschule in Dortmund-Wellinghofen war, auf einen unbekannten Heimweg geschickt worden, weil es einen Goldhamster dabei hatte. Obwohl die Zehnjährige die Vorstellung ihres geliebten Hamsters Attila angekündigt hatte, wurde sie sofort der Lüge und Tierquälerei bezichtigt. Mitschüler mussten Aufsätze über Tierquälerei verfassen, die die Zehnjährige zu hören bekam. Danach brach das Kind seelisch zusammen und musste an einer anderen Schule angemeldet werden.

„Kinder dürfen nicht gemobbt werden“, erklärt jetzt Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann. „Ein respektvoller Umgang mit Schülerinnen und Schülern ist eine Selbstverständlichkeit. Kinder dürfen an unseren Schulen nicht bloßgestellt oder gemobbt werden“.

Noch am Montag hat er zwei Schulaufsichtsbeamte zur Sachverhaltsaufklärung an die Johann-Gutenberg-Realschule entsandt.

Die erhobenen Vorwürfe - Mobbing gegen eine Schülerin der 5. Klasse und Verletzung der Aufsichtspflicht - werden durch die Schulaufsicht als „gravierend“ eingestuft.

Lehrerin soll sich äußern

„Falls sich die Vorwürfe bestätigen sollten, sind disziplinarische Konsequenzen nicht ausgeschlossen“, stellt Arnsberg klar. Jetzt erhalte die Lehrerin aber die Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge darzulegen.

„Sollte sich das Verhalten der Lehrerin bestätigen, wäre dies pädagogisch nicht akzeptabel und bedarf einer intensiven Nachbereitung“, macht RP Dr. Bollermann nachdrücklich deutlich. „Für mich steht der sensible Umgang mit den Kindern an erster Stelle.“

Eltern haben die Wahl

Bollermann wird mit den Eltern des Kindes am Dienstag, 8. November, ein Gespräch im Beisein des Leiters der Schulabteilung sowie des Schulleiters führen.

Den Eltern werde ausdrücklich freigestellt, ihre Tochter wieder zur Johann-Gutenberg- Realschule zu schicken.

Gerald Nill

Facebook
 
Kommentare
10.11.2011
13:56
Unverständnis!
von melDo | #41

Mein Sohn geht in die Klasse der betroffenen Lehrerin und daher weiß ich was an diesem Tag passiert ist! Warum werden die Kinder der Klasse nicht mal gefragt? Fakt ist, das den Kindern gesagt worden ist, daß sie gerne Bilder Ihrer Haustiere mitbringen dürfen, aber keine Lebewesen! Fakt ist auch das mit dem Hamster in der Kugel FUßball gespielt worden ist!! Ich kann die Eltern nicht verstehen, die es erlauben ein Tier mit in die Schule zunehmen und sie anschließend über die Reaktion der Lehrerin beschweren!! Das Mädchen hat in der Klasse geäußert, das die Mutter das Tier in der Pause abholt. Da das ja augenscheinlich nicht der Fall war, hat sie doch gelogen, oder?????? Mein Sohn kam nach diesem Vorfall völlig schockiert nach Hause und konnte das Handeln des Mädchens nicht verstehen. Die Klasse kämpft mit Unterschriftensammlung und Sitzstreik um die Lehrerin. Dann kann sie doch wohl so schlimm nicht sein!! Die Kinder haben einen Aufsatz schreiben müssen über Tierhaltung und was sie für Tierquälerei halten, was bitte ist daran falsch???

09.11.2011
22:53
@ 35 BlackTatze
von seiesdrum | #40

Dein Bericht klingt schlüssig, auch wenn von HörenSagen die Rede ist. Aber die waz war ja auch nicht dabei. Sicher gibt es immer wieder Lehrer/Innen, die auf Schüler/Innen rumhacken.
Aber umgekehrt in eine ganz blöde Situation zu kommen, ist, wie man sieht, auch sehr leicht. Ich fände es sehr unklug, wenn eine Lehrerin ausschließlich auf Aussage eines einzigen Mädchens hin, Ärger bekommen würde. In dubio pro reum gilt auch für Lehrer/Innen!

09.11.2011
10:56
Führerschein für Eltern
von wimmel | #39

Das wäre es doch einen Eignungsnachweis für Eltern, was da teilweise in deutschen Schulen und auch Vereinen abgeht ist an Egoismus und verschieben von Verantwortung balt nicht mehr erträglich.

1 Antwort
Führerschein für Eltern
von akaz | #39-1

Ich gebe Ihnen Recht, wenn Sie die Pflichten der Eltern anmahnen. Nur in diesem Fall einen Eignungsnachweis der Eltern zu verlangen, weil die dem Kind erlaubten den Hamster mit in die Schule zu nehmen, löst das vorliegende Problem nicht.

Hier geht es darum, wie die Lehrerin das Kind behandelt hat. Selbst der Beitrag des Schülers Black Tatze, räumt nicht alle Vorwürfe aus der Welt. Wenn ich große Abstriche mache und dass die Lehrerin das Mitbringen verboten haben soll, bleibt die Bloßstellung des Kindes vor der Klasse. Und das widerspricht allen pädagogischen Vorgaben. Das ist ein schwerwiegendes Fehlverhalten.
Aber das wird ja Bollermännchen gekonnt aus der Welt schaffen.

09.11.2011
07:20
Blockierter Kommentar.
von wolke286 | #38

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

08.11.2011
22:31
Kein Einzelfall
von binaum | #37

Bin froh, daß das Thema mal besprochen wird. Auch mein Sohn wurde von seiner Klassenlehrerin ständig gedemütigt und auf verschieden Weise psychisch gequält. Ich habe alles versucht, um die Schule zu wechseln, aber es war nicht möglich. Mein Sohn wollte sogar unbedingt sitzen bleiben, um in ein andere Klasse zu kommen. Er verschlechterte mit Absicht seine Leistungen bis er zwei Fünfen hatte, doch die Lehrerin erwirkte bei der Schulkonferenz, daß er mitgenommen wird in die nächste Klasse. Mein Sohn ist an dieser Lehrerin zerbrochen. Es gab sehr viele Elternbeschwerden an dieser Schule. Deshalb bin ich so froh, daß dieses kleine Mädchen hier im Bericht die Schule wechseln konnte.

08.11.2011
16:23
@BlackTatze
von vaikl | #36

Wenn Du den ersten Artikel zum Thema gelesen hattest, dann schau doch dort nochmal nach, was denn darin für "Falschaussagen" sein sollen. Die Fakten sind genau die gleichen wie in Deiner Darstellung, auch wenn die Wortwahl eine andere ist. Was Du über die Sache in der Pause von Anderen gehört hast, kommt höchstens noch dazu.

Und wenn Du das alles nur von Anderen gehört hast und meinst, die Zeitung würde lügen, dann weißt Du doch gar nicht, was Deine Mitschülerin zuhause erzählt hat.

Und PS: Goldhamster gibt es durch Züchtungen heute in den unterschiedlichsten Fellfarben, auch in scharz-weiß-braun gescheckt.

2 Antworten
Lesen sollte man schon können
von wimmel | #36-1

Wie können sie schreiben das sei die gleiche Geschichte ? Nein, sie hört sich grundlegend anders an. Auch als die Geschichte die im ersten Beitrag stand und vor allem ergibt sie auch Sinn denn. Man kann da dem Schüler nur Recht geben, aber viele Eltern sind bei uns sowieso nicht meht beispielgebend.

Oha...
von runningvalentino | #36-2

... da scheint ja doch eine neue Variante ins Spiel zu kommen, die das Verhalten der Lehrerin in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Habe ich fast vermutet , auch wenn **** vaikl das nicht wahr haben will...

08.11.2011
15:57
Großer Blödsinn !
von BlackTatze | #35

Ich bin selber schüler an der Johann-Gutenberg-Realschule in Dortmund und ich weiß das so gut wie alles in dem Bericht Falsch ist. Ich bin zwar nicht in der Situation in der Klasse dabei gewesen, weiß aber von Carinas Mitschülern das es sich ganz anders zugetragen hat.
Carina habe um Erlaubnis gebeten ihren Hamster mit in die Schule zu bringen, worauf hin die Lehrerin, ihr eine klare Absage erteilte, mit den Worten das sie keine Haustiere in der Schule dulde. Carina habe jedoch nicht auf die Lehrerin gehört und ihren Hamster trotz des Verbotes mit in die Schule genommen. Sie hatte ihn in eimem Hamster-Ball (die übrigens wegen Tierquälerei verboten sind) mit in die Schule genommen. DIe Lehrerin forderte die Schülerin dazu auf ihre Eltern anzurufen und den Hamster von ihnen abholen zu lassen. Nachdem Carina versichert hatte das ihre Mutter in 10 Minuten kommen und den Hamster abholen würde, wurde sie am ende der Stunde in die Pause entlassen (ihren Hamster nahm sie mit). (Dies ist der Teil, den ich von den Aussagen ihrer Mitschüler weiß)
In der Pause kam es dazu, dass andere Schüler mit dem Ball (in dem sich immer noch der Hamster befand), Fußball spielten und ihn sich hin und her warfen. Eine Lehrerin bemerkte dies und nahm dem Hamster in schutz. Carina wurde anschließend um kurz vor 12 regulär vom Unterricht entlassen. Ihr bruder mit dem sie nach hause fahren sollte, machte sich wenige minuten nach ihr auf den nach hause weg. Die Klasse (dies weiß ich wieder nur aus zweiter hand) bekam als Hausaufgabe einen Bericht darüber auf, wie man mit Haustieren umgeht (nicht wie Fäschlicher weise angenommen einen Aufsatz über Tierquälerei). Es handelte sich außerdem nicht um einen Goldhamster sondern um ein schwartz-weiß-braun geschecktes Tier.

Ich weiß nicht wie diese ganzen Falschausagen in der Zeitung zustande gekommen sind. Aber ich denke man sollte bevor man einen Bericht verfasst und die Informationen von einem Famielenmitglied des Kindes bezieht, noch mal gründlich rechaschieren bevor man irgendetwas als Fackt darstellt, da Carina anscheinend zu hause nicht die wahrheit erzählt hat.

3 Antworten
Mindestens ein Teil
von wolke286 | #35-1

deines Berichtes stimmt nicht. Woher ich das weiß? Ich habe - wie unten schon geschrieben - den Bericht im TV gesehen und da war eindeutig ein braun-weißer Hamster zu sehen.

Was den Rest angeht, lasse ich mich überraschen. Hoffe, es wird darüber berichtet, selbst wenn es negativ auf das Kind zurückfällt. Mir ist die Wahrheit wichtig.

Diese Geschichte hört sich logisch an ..
von Gehirnverdunstet | #35-2

Allerdings steht die Wortwahl (ca. 8. Klasse) in Missverhältnis zur Orthographie (ca. 1. Klasse).
Und normalerweise zensiert die Journaille solche Kommentare als Tatsachenbehauptung.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt
von Giuseppe.Garibaldi | #35-3

Das Missverhältnis zwischen der Ausdrucksweise und der bescheidenen Rechtschreibung ist mir auch sofort ins Auge gestochen. Weitgehend korrekte Anwendung von Modi und Tempi, schön verschachtelte Sätze, saubere Wiedergabe der indirekten Rede und dann diese Häufung von gruseligen Rechtschreibfehlern. Das hätte man (frau) geschickter anstellen können.

08.11.2011
15:02
@ #33 wimmel
von akaz | #34

Verschwinden auch Ihre Beiträge?

Anscheinend immer noch ein großes Problem bei DerWesten. Auch die Reaktionszeiten sind extrem lang. Manchmal hilft abmelden, Browser beenden, neu starten und neu anmelden. Wenn Sie Glück haben ist der Beitrag da, sonst noch etwas warten, vielleicht auch bis zum nächsten Tag.

08.11.2011
14:20
Blockierter Kommentar.
von wimmel | #33

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

08.11.2011
14:03
Hallo wo sind wir denn und kommen wir denn hin ?
von wimmel | #32

Ein reichlich einseitiger Bericht, was gehört ein Hamster in die Schule und warum darf eine Lehrerin denn die Schülerin nicht nach Hause schicken um den Hamster nach Hause zu bringen ?
Wenn das Kind sogar angekündigt hat das Tier mitzubringen hat die Lehrerin ihr das bestimmt auch verboten, also eine bewuste Provokation auf die eben eine angemessene Reaktion erfolgte.
Was wollen wir unseren Kinder denn noch alles durchgehen lassen haben wir nicht schon genug
schwererziehbare Halbwüchzige herumlaufen.
Aber das Problem sind hier wohl wie meißtens die Eltern.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6054347/create

UMFRAGE

Sollen Stehplätze in Fußballstadien abgeschafft werden?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Layla Zoe in Dortmund
Bildgalerie
Piano
Hitze am Phoenix-See
Bildgalerie
Wetter
Achtung, Dortmund — hier droht Bußgeld!
Bildgalerie
Bußgeld-Katalog
Aus dem Ressort
Zum Geburtstag ein Mammut
Naturkundemuseum
Sie wollen mit Dr. Dr. Elke Möllmann den 100. Geburtstag des Naturkundemuseums feiern? Kein Problem: Kommen Sie am nächsten Sonntag doch einfach vorbei – der Eintritt ist frei. Sie wollen ein Geschenk mitbringen? Dann besorgen Sie schon mal ein paar Meter Geschenkpapier.
Polizei Dortmund sucht Zeugen für Unfallflucht
Polizei
Ein bislang unbekannter Autofahrer hat am Samstagmorgen einen 23-jährigen Fußgänger aus Dortmund angefahren und flüchtete anschließend. Das Unfallopfer wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.