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"Lederhose" bekam nur Ohrfeige: BVB-Fan freut sich über Freispruch

06.03.2009 | 18:55 Uhr

Sichtlich genervt verließ der Fan des FC Bayern-München das Amtsgericht. ...

... Erst die 2:4 Schlappe gegen Leverkusen am Mittwochabend und dann das: Jener Borussen-Fan (51), der ihn seiner Meinung nach geschlagen und getreten hat, wurde freigesprochen.

Auch die Staatsanwaltschaft, die den bisher völlig unbescholtenen BVB-Anhänger zunächst wegen Körperverletzung angeklagt hatte, war am Ende des Prozesses überzeugt: Was sich am 23. August 2008 nach dem verlorenem Heimspiel gegen die Bayern in der U-Bahn abspielte, stellte sich als gegenseitiges Gerangel dar. Und nicht etwa, wie zunächst angeklagt, als einseitiges Treten und Schlagen des Borussen-Anhängers. "Ehrlich, von einem Faustschlag kann gar keine Rede sein", so hatte der Angeklagte an der Seite seines Verteidigers Rechtsanwalt Frank Varney von Anfang an beteuert.

Gerangel ging von beiden Seiten aus Ok, er habe "der Lederhose eine geknallt". Aber nur deshalb, weil der Bayern-Fan ihm in der vollen U-Bahn wiederum gegen das Schienbein getreten habe.

Und der in Siegen lebende München-Fan ? Der gab sich vor Gericht alle Mühe, sich möglichst gewählt auszudrücken: "Ich habe dann, was die schubsende Person betrifft, wohl eine entsprechende Aussage getätigt." Und nach dieser "getätigten Aussage" soll ihn der Borusse dann dermaßen heftig geschlagen haben, dass ihm angeblich die Brille von der Nase fiel. Nur: Ein Polizist, der in der U-Bahn eingriff, sah inmitten der Menschenmenge ein heftiges, beidseitiges Gerangel: "Die haben beide einen kleinen Walzer getanzt."

Außerdem will er damals bei dem angeblich verprügelten Bayern-Fan keine Verletzungen gesehen haben: "Der hatte ja sogar noch seine Brille auf." Und da weitere München-Fans sich bei ihren Aussagen in erhebliche Widersprüche verwickelten, entschied Amtsrichter Ulrich Esken nach dem Motto: Im Zweifel für den Angeklagten.

Von Kathrin Melliwa

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