Lange Schlange vor Probierständen beim Veggie Street Day in Dortmund
12.08.2012 | 15:25 Uhr 2012-08-12T15:25:00+0200
Dortmund. 2010 fand der erste Veggie Street Day in Dortmund und Stuttagrt statt. Wie sehr die Ernährungsschau gewachsen ist, konnten neugierige Besucher jetzt am Samstag vor der Reinoldikirche feststellen. Lange Schlangen bildeten sich an den Probierständen - es gab viel zu erleben.
Sehr viel Geduld war gefragt beim Veggie Street Day auf dem Platz vor der Reinoldikirche. Vor allem vor den Probierständen gab es enorm lange Schlangen. Bio-Döner, Veggie-Burger, Schnitzelbrötchen oder „Fisch“-Brötchen waren ebenso gefragt wie Veganer -Pizza oder Hot Dog. Natürlich alles ohne Fleisch.
Das nach Veranstalterangaben größte vegane Straßenfest in Deutschland lockte viele Besucher an. Motto: „Lecker die Welt verbessern“. Heide (21) aus Breckerfeld, die mit Freund Lars (24) beim Einkaufsbummel durch Dortmund auf die Veggie-Party aufmerksam geworden war, hatte Glück.
"Vegan-vegetarischen Bio-Döner im Vollkorn-Bio-Fladenbrot"
Beide genossen ihren ersten vegan-vegetarischen Bio-Döner im Vollkorn-Bio-Fladenbrot. Sie blickten sich zunächst skeptisch an, drehten etwas irritiert den Döner in der Hand. „Hmmm - der schmeckt wirklich sehr gut“, stellte Heide nach dem ersten Biss fest. Auch Lars schien überzeugt: „Kann man gut essen.“ Beide sind, wie sie sagen, zwar keine überzeugten Fleischesser. Doch völlig fleischlos zu leben, können sie sich nicht vorstellen. Das Duo wollte sich weiter informieren.
Mehr als 60 Stände
Dazu gab’s ausreichend Gelegenheit. An mehr als 60 Ständen jede Menge Wissenswertes über veganes Leben. Die Palette reichte von tierversuchsfreier Kosmetik über Alternativen zu Milch, Eiern, Käse und Leder bis zu „Wilder Kost“. Hier boten die Aussteller zum Beispiel Wissenswertes über essbare wilde Pflanzen und die Möglichkeit, einen Wildkräutertrunk zu kosten.
Auf der Bühne gab Björn Moschinski Zubereitungstipps aus erster Hand. Der junge Berliner Experte kocht schon lange vegan und betreibt in der Hauptstadt ein fleischloses Restaurant. Live dabei auch die Dortmunder Tortenbäckerin Kim Kalkowski mit ihren Kreationen, mit denen sie kürzlich in der TV-Show „Perfektes Dinner“ eine Wochenstaffel gewann.
Kein Verzicht für Veganer
Dass Muskelaufbau und Kraftsport auch ohne Tierprodukte funktioniert, demonstrierte ein Team von Vegan Strength Germany. Denn Fleisch, Fisch, Käse, Milch ist für die starken Männer tabu. Sie wollten den vielen Interessierten zeigen, dass ein Veganer keinesfalls Verzicht üben und asketisch leben muss. Vertieft werden konnte all dies im Infozelt mit Vorträgen über das „Verhältnis des Menschen zum Tier in der Kulturgeschichte“ oder Wissenswertem über vegane Küche für Kinder.
Seit sieben Jahren gibt es den Veggie Street Day in Dortmund. Nicht nur der Markt ist im Laufe der Jahre immer größer geworden. Auch das Interesse an der gewachsenen Vielfalt, an dem reichhaltigen Angebot. Die Zahl der interessierten Besucher gehört mit dazu.
10:18
Wegen des Hungertods ihres Sohnes ist ein Ehepaar zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. In der streng vegan lebenden Familie hatte es weder Milch, noch Käse, Eier oder Fleisch zu essen gegeben. Völlig entkräftet war der 16 Monate alte Leon schließlich an Austrocknung und Lungenentzündung gestorben.
Quelle: Spiegel 17.11.2004
Und nun?
10:11
Wo es was umsonst gibt, ist das interesse doch immer groß, aber das bedeutet noch lange nicht, dass die menschen auf dem weg sind, sich anders zu ernähren..
Wo gab es denn was umsonst?
16:49
Wo ist denn dieses "Stuttagrt", liebe Redaktion!?
19:45
2010 war es das erste mal in zwei Städten. 2006 zum ersten mal in Dortmund. Aber man könnte ja sagen, es ist im siebten Jahr, dann passt es einigermaßen.
19:17
Hm. Also 2010 war der erste VSD...und es gibt ihn seit sieben Jahren?? Öhm...
18:41
Es muss wahrlich nicht jeden Morgen und Abend die dicke Wurst auf das Brot gelegt werden und jeden Mittag Fleisch aus klimaschädlichen und tierquälerischen Massentierhaltungen mit Antibiotikafutter und resistenten Bakterien zu Billigpreisen ist auch sicher nicht Stand der Ernährungswissenschaften - aber - der gut-menschliche Weltverbesserungswahn der Veganer kann einem ebenso auf den Nerv gehen.
Wer nur 1-2 mal pro Woche Fleisch aus kontrollierten und gesunden Viehbeständen zu fairen Preisen isst und sich dafür mit mehr Rohkost, frischem Gemüse und Obst ernährt, der lebt - erstaunlicherweise - erstens gesünder als die "Fast Fooder" und "Feriggerichtler" und zweitens auch preiswerter.
Ich war vor Ort. Mich wollte weder jemand bekehren, noch hatte ich das Gefühl, bei den Diskussionen als "Fleischesser" nicht für voll genommen zu werden. Allerdings waren einige interessante Informationen zu bekommen, die man sonst so nicht erwartet hätte, bzw. auch nicht unbedingt wahr haben will, auch wenn sie einem schon seit Jahren im Hinterkopf herumspuken. Ich werde nicht ganz auf Fleisch verzichten, allerdings bin ich gerade dabei, meinen Speiseplan gehörig umzustellen.
16:42
darauf erstmal n Kotelett.