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Theater Fletch Bizzel

Landschaften aus Farbe erschaffen

14.12.2012 | 07:00 Uhr
Landschaften aus Farbe erschaffen
Das Spiel mit dem Licht gehört zur Arbeit von Mathias Schubert.Foto: Ralf Rottmann

Die Besucher der Ausstellung im Theater Fletch Bizzel können Landschaften entdecken, die anfangs undeutlich wirken, aber immer plastischer werden, je länger man sich hineindenkt.

Die Arbeiten von Mathias Schubert mal eben im Vorübergehen zu betrachten, macht wenig Sinn, denn der Aufwand, den er betreibt, um einzelne Farbschichten aufzutragen, abzuschleifen, abzutragen um erneut Schicht für Schicht auf die Leinwand zu bringen, den Malgrund aus immer neuen Aufträgen in fast greifbare Oberflächenstrukturen zu verändern, ist erheblich. Deshalb sollten Besucher des Theaters Fletch Bizzel genügend Zeit mitbringen, um die aktuelle Ausstellung in der Galerie zu besuchen.

Landschaften aus Farbe

Er ist allerdings auch eine wichtige Voraussetzung für das Wesen seiner Malerei. Die Arbeiten erinnern an verwittertes Gestein und uralte Fresken. Die Besucher der Ausstellung im Theater Fletch Bizzel können Landschaften entdecken, die anfangs undeutlich wirken, aber immer plastischer werden, je länger man sich hineindenkt. „Erstmal sind es abstrakte Bilder, aber in den letzten Jahren wird das Thema Landschaften immer deutlicher“, erzählt Mathias Schubert.

Dem Dortmunder Künstler geht es auf der einen Seite um das Spiel mit den Farben, auf der anderen Seite um die Farbe als Werkstoff, um die Textur seines Arbeitsmaterials. „Ich mische die Farben aus Pigmentpulver selbst an und kann deshalb die Textur beeinflussen. Wenn die Farbe sehr dick angerührt ist, reißt sie beim Trocknen auf und hinterlässt Risse und Krater. Damit spiele ich.“

Mathias Schubert erforscht das Wesen der Farbe, will sie erleben, will, dass der Betrachter in dieses Erlebnis miteinbezogen wird. Wer dem Wunsch des Kunstlers folgt, macht immer neue Entdeckungen – mit dem Licht, der Struktur und sich selbst. „Das Grundsätzliche Thema der Malerei ist das Licht. Wie kann man Farben zum Leuchten bringen, wie kann man sie durchsichtig wirken lassen“, erklärt Schubert. Zu sehen ist das auf fünf großformatigen Bildern im Fletch Bizzel.

Spontane Grafiken

Mathias Schubert kann aber auch anders: Wenn er zeichnet, tuscht, illustriert und aquarelliert erkennt man ihn kaum wieder. Dann wirkt alles schnell, spontan, manchmal sogar schnodderig. Ähnlichkeiten mit japanischer und chinesischer Kalligraphie-Malerei sind gewollt. Vier kleinformatige Grafiken stellt er im Theater derzeit aus. „Ich arbeite in Serien. Da sind sehr spontane Sachen dabei“, so Schubert. Die karikaturhaften Zeichnungen des Künstlers waren schon im Kunstkalender der Stadt zu sehen.

Maike Rellecke



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