Land NRW wirbt Menzel und Zeppenfeld ab
30.01.2009 | 20:00 Uhr 2009-01-30T20:00:15+0100Zwei von drei Gründungspräsidenten an den neu ins Leben gerufenen Fachhochschulen des Landes stellt die FH Dortmund: nämlich Rektor Prof. Eberhard Menzel und Informatik-Dekan Prof. Klaus Zeppenfeld. Menzel geht nach Mülheim, Zeppenfeld nach Hamm.
"Ich stelle meine Lebensplanung um", kommentierte gestern der scheidende FH-Rektor. Das Forschungsministerium sei vor Weihnachten an ihn herangetreten und habe ihm die attraktive Aufgabe angeboten, die FH Westliches Ruhrgebiet aufzubauen.
"Ich gehe also nicht zum Jahresende zurück in Lehre und Forschung, sondern mache etwas ganz Spannendes", erklärte Menzel gestern. Er stand der Hochschule an der Sonnenstraße sieben Jahre lang vor. Ab Montag kümmert sich der 59-Jährige um den Aufbau der neuen FH Westliches Ruhrgebiet mit 2500 Studienplätzen - 2000 in Mülheim, 500 in Bottrop.
In diesen Tagen leitet die FH Dortmund das Verfahren zur Findung des neuen Rektorats ein. Die Wahl wird im Mai sein, im Juli kann der oder die Neue die Geschäfte übernehmen. Bis dahin ist Prof. Wilhelm Schwick kommissarischer Rektor.
Er hat sich als Prorektor bereits profiliert und die vom Land abgewiesene Bewerbung der FH Dortmund um den Ausbau der dualen Studiengänge ausgearbeitet. 200 von ursprünglich 700 zusätzlich geplanten Studienplätzen werden auf jeden Fall umgesetzt, stellte Schwick gestern klar. Der 51-Jährige bewirbt sich auch um den Job als neuer Dortmunder Rektor.
Schwick sieht insbesondere durch die künftige Konkurrenz des Standortes Hamm-Lippstadt einen scharfen Wettbewerb um Studenten und Professoren aus dem östlichen Ruhrgebiet. Menzel versichert: "Ich werde keinen Professor zum Wechsel ansprechen. Ich gehe hier nicht wildern."
Auf den Aufbau in Mülheim freut sich der gelernte Elektrotechniker Menzel. Die Ruhrstadt habe ein Grundstück in 1a-Lage am Fluss, fünf Minuten entfernt vom Bahnhof reserviert. Bis dahin werde ein Altbau umgebaut. Die Ausrichtung ähnelt dem Standort Dortmund: Maschinenbau, Elektrotechnik und Wirtschaftswesen. Statt Fachbereichen will Menzel flexible Institute aufbauen, die auch externe Lernbeauftragte berufen können. Er gehe mit einem "weinenden und einem lachenden Auge", so Menzel, der in Krefeld wohnt.
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