Land NRW bürgt für Schokoladen-Fabrik Van Netten in Dortmund

Das Land ermöglicht eine Bürgschaft für die Schokofabrik Van Netten.
Das Land ermöglicht eine Bürgschaft für die Schokofabrik Van Netten.
Foto: WR/Franz Luthe
Was wir bereits wissen
Das Land Nordrhein-Westfalen stärkt der angeschlagenen Dortmunder Schokofabrik Van Netten den Rücken. Eine Landesbürgschaft für das Unternehmen steht. Damit kann der Betrieb fortgesetzt werden - und das Insolvenzplanverfahren beginnen.

Dortmund.. „Drei Standbeine haben wir noch“. Und auf denen sollte man gut stehen können, hofft Manfred Sträter. Denn die Produktion in der Bonbonfabrik Van Netten läuft weiter. Die Signale aus dem Wirtschaftsministerium sind positiv. Und mit der Landesbürgschaft im Rücken hat der Brackeler Betrieb Zukunft.

Der NGG-Gewerkschafter Sträter und der Betriebsrat des angeschlagenen Unternehmens hatten die Dortmunder Landtagsabgeordneten mit auf den Plan gerufen: Denn Voraussetzung für den Erhalt der Arbeitsplätze war und ist die Landesbürgschaft von rund sieben Millionen Euro, die dem Unternehmen noch vor der vorläufigen Insolvenz zugesichert worden war. Ohne die wären notwendige Investitionen nicht abgesichert.

Landesbürgschaft steht

Von den zehn Landespolitikern aus Dortmund hatten fünf sofort reagiert: Die Sozialdemokraten Nadja Lüders, Gerda Kieninger, Armin Jahl, Guntram Schneider und Rainer Schmeltzer (Lünen) hatten sich an Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, gewandt – und von ihm gestern die Zusage mit nach Brackel gebracht. Kernaussage: Die Landesbürgschaft steht. Damit stünde einer Fortsetzung des Betriebes nichts im Wege.

Die Zusicherung der Bürgschaft ist eine Voraussetzung für das Insolvenzplanverfahren, in dem sich die Fabrik neu aufstellen könnte. Sie trennt sich vom Fruchtgummibereich – 115 Mitarbeiter sind freigestellt und werden wohl die Kündigung erhalten. 135 bleiben und fertigen Bonbons, Dragees und Geleebananen. Jetzt müssen die Altgesellschafter einen Finanzierungsplan vorlegen. Aus dem Investorenprozess scheinen, so Manfred Sträter, keine ernsthaften Interessenten von außerhalb übrig zu sein.