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Land lobt das Ballett in Dortmund

03.07.2009 | 18:49 Uhr
Land lobt das Ballett in Dortmund

Sommer - die Zeit für leichte Herzen und Glücksgefühle. Mit beidem können Ballettdirektor Xin Peng Wang und sein Assistent Tobias Ehinger in die Ferien gehen: Die neue Saison verspricht eine Kooperation mit New York sowie bessere Trainingsbedingungen. Und das Lob des Landes ist dem Ballett sicher.

NRW-Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff habe jüngst bei einem Symposium auf PACT Zollverein in Essen erklärt, dass auch das Land in Zukunft größeres Augenmerk auf Dortmund richten müsse, da sich beim Ballett viel tue. Er habe gar überlegt, die Compagnie mit Landesmitteln zu fördern und Dortmund zu einem Tanzzentrum der etablierten Szene zu machen - inklusive eines Projekts für Kinder und Bewegung frei nach „Jedem Kind ein Instrument”. Überlegungen, deren Realisierbarkeit erst nach der Kommunalwahl ernsthaft befragt werden kann.

Gleichwohl unterstützen diese Gedankenspiele, was Ehinger ausführt: „Die Umwandlung in eine eigene Sparte hat unser Profil im nationalen und internationalen Wettbewerb geschärft.” In dieser Saison agierte das Dortmunder Ballett erstmals als eigene Sparte - ein Umstand, der laut Wang und Ehinger sowohl zu einer erhöhten Wahrnehmung als auch zum Erfolg beigetragen habe. Den messen die beiden eher an der künstlerischen Qualität, gelobt etwa in der Kritikerumfrage der Zeitschrift „theater pur”. Gleichwohl habe das Ballett mit circa 31 000 Zuschauern bereits Mitte Juni den Stand vom Vorjahr erreicht und hofft nun auf die „beste Spielzeit” seit Amtsantritt von Wang - auch wenn die endgültigen Zahlen noch nicht vorlägen.

»Wir gehen Schritt für Schritt nach oben«

Das ermutigt den Ballettdirektor, zumal einige Produktionen der Spielzeit wie „Krieg und Frieden” keine kalkulierbaren Besuchserfolge waren: „Mut wird auch belohnt”, findet Ehinger. Diesen Weg setzt das Ballett in der neuen Saison fort mit ungewöhnlichen Produktionen wie „The last future” oder „Carmen”, neu interpretiert vom aufstrebenden Choreografen Cayetano Soto. Das vermutlich Ende August fertig umgebaute Sonnenenergieforum mitsamt Reha-Bereich soll diese Vorhaben mit deutlich optimaleren Trainingsbedingungen stützen.

„Wir gehen Schritt für Schritt nach oben und steigern unsere Qualität”, sagt Wang. Ein Indiz: Benjamin Millepied, Choreograf in New York und für die Pariser Oper, hat nach seinem gelobten Einsatz beim Ballettabend „In the mood” die Verbindung zu Dortmund intensiviert: In Kürze feiert seine neue Choreographie in New York Uraufführung mit Solisten des New York City Ballets, der Metropolitan Opera - und Sergio Carecci aus Dortmund. Das vom hiesigen Ballett unterstützte Projekt wandert auch nach Cannes und Lyon.

Nadine Albach



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