Lärmschutz-Pläne für Ausbau der B1 stehen in der Kritik

Nachdem die neue Lärmschutz-Planung für den Ausbau der B1 zur A 40 im Dortmunder Osten bekannt geworden ist, sind jetzt 84 Einwendungen bei der Bezirksregierung Arnsberg eingegangen. Und auch die Stadt hat Bedenken.

Dortmund.. Was ist an der B1 geplant?

Das aktuelle Lärmschutz-Konzept des Landesbetriebs Straßen.NRW sieht vor, dassentlang der neuen autobahnmäßig ausgebauten Strecke zwischen Schüren und Holzwickede zwischen drei und zwölf Meter hohe Lärmschutzwände entstehen sollen. DieBezirksregierung Arnsberg ist die zuständige Genehmigungsbehörde.

Wer kritisiert das Lärmschutz-Konzept?

Aus dem Bereich Stadtkrone-Ostkommt allein etwa die Hälfte der Einwendungen, erklärt Bezirksregierungs-Sprecher Dr. Christian Chmel-Menges. Denn hier würden bestehende Wohnhäuser und künftige Bürogebäude hinter hohen Lärmschutzwänden verschwinden. Aber auch Bürger und die Stadt Dortmund haben sich beschwert.

Welche Bedenken hat die Stadt?

Den Kardinalfehler sieht die Stadt Dortmund in der von Straßen.NRW für die Lärmschutz-Planung zugrunde gelegten Geschwindigkeit. Schon ab dem Kreuz mit der Stadtkrone-Ost ist hier stadtauswärts mit Tempo 130 gerechnet worden. Für "nicht nachvollziehbar" hält das die Dortmunder Stadtverwaltung. Ein niedrigeres Tempo würde weniger Lärm verursachen und weniger hohe Lärmschutzwände erfordern. Auch viele Bürger fordern eine Temporeduzierung und lehnen die Lärmschutzwände in der geplanten Form ab.

Was gibt es noch für Kritikpunkte?

Zumindest ein Einwender hält den Planern auch gravierende handwerkliche Defizite und grundsätzliche Abwägungsfehler vor. So würden nötige Unterlagen etwa zum Eingriff in die Landschaft fehlen.Auch die Stadt weist darauf hin, dass sie dem Verzicht auf jegliche Begrünung östlich der Marsbruchstraße nicht zustimmen könne.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Bezirksregierung hat als Behörde "neutral abzuwägen", so Chmel-Menges. Nicht ausgeschlossen ist, dass es mit den Gegnern einen erneuten Erörterungstermin zu den Planungen gibt

Das sind die geplanten Lärmschutzwände: